Sic war das Master einer Frau, die trefflichste Gattin und die beste, trcncstc Mutterim weitesten Sinne deS Wortes.
Dieser Ehe entstammten:
1) Georgine, geboren den 13. August 1780 zu Ludwigslust und daselbst gestorbenam 6. August 1781.
2) Sophia Elisabet Christine, nach der verstorbenen ältesten Tochter auchGeorgine genannt, geboren den 19. Dccember 1781 zu Ludwigslust, starb zu Lübtheen währendeines Besuches bei ihrer Tante der Müuzmeisterin Wcidencr am 29. November 1786.
3) Friedrich Ludwig Franz, geboren den 17. Januar 1783.
4) Hans Christian, geboren am 26. Februar 1784.
5) Wilhelmine, geboren den 1. Mai 1785 zu Ludwigslust, starb, von Jugend aufschwächlich, am 28. Mai 1792 zu Rostock.
6) Gott lieb, ein Zwillingsbrudcr des nachfolgenden Karl Cornelius, dem er soähnlich sah, daß sie, um nicht verwechselt zu werden, durch Bänder gekennzeichnet wurden, wardam 13. Juli 1786 zu Ludwigslust geboren, starb aber schon am 25. desselben MvnatS daselbst.
7) Karl Cornelius, geboren am 13. Juli 1786.
8) Ernst Emil, geboren am 7. April 1788.
9) Heinrich Adolf, geboren am 14. October 1794.
10) Ludwig Albrccht, geboren den 17. Dccember 1797.
Friedrichs) Ludwig Franz Eggerss wurde am 17. Januar 1783 zu Ludwigslustgeboren und ging bei der Versetzung seines Baters als Universitüts-Stallmcistcr nach RostockMichaelis 1790 mit dahin. Seine und seiner Brüder wissenschaftliche Ausbildung geschahgrößtentheils durch Hauslehrer, namentlich durch den nachhcrigcn Pastor Graupncr zu Cambs,Pastor Simonis zu Ruchow, Kantor Könecke zu Rostock, Schulrath Wucke zu Schwerin undPastor Schütz zu Wittenförden. Die vorzüglichsten Schnlkcnntnissc verdankte er dem CandidatenKönecke, der von 1792 bis 1796 Lehrer im Hause seines Vaters war. Im Jahre 1799 widmeteer sich der Reitkunst unter der vorzüglichen Leitung seines Vaters, eines anerkannt sehr tüchtigensowohl praktisch als theoretisch ausgebildeten Reiters. Er besuchte auf der Rostocker Universitätdie Collegien über Mathematik, Experimcutal - Physik und Chemie und ward 1800 als über-zähliger Bereiter beim Herzoglichen Marstalle augestellt, blieb aber einstweilen noch bei derUniversitätsreitbahn in Rostock zur weiteren Ausbildung in seinem Fache, begab sich im Jahre1803 nach Wien und verband damit zugleich daS Studium der Thierarzneikuude auf der dortigenVctcrinärschulc. Unterwegs ans der Reise nach Wien ritt er in den Manegen zu Dessau,Leipzig, Dresden und Prag als vorzüglicher Reiter. In Wien blieb er anderthalb Jahr undbesichtigte dort unter andern auch die Bahn des Herzogs Albrecht von Sachseu-Tcschen, dessenOber-Stallmeister, Baron v. Schaffalitzky, einen vorzüglichen Reiter, er auf der Leipziger Messekennen gelernt hatte. Außerdem besuchte er und ritt aus der Kaiserlich-Königlich spani-schen Reitschule, auf der in den Kaiscrl.-Königl. Ställen, und auf dencu der Fürsten Esterhazy,Lobkowitz :c. Auf der Thierarzueischule waren seine Lehrer die Professoren Pessenia, Waldnnger,Kuobloch und Bing. Die Anstalt war damals sehr gut und wurde von In- und Ausländernstark besucht.
Aus Veranlassung der Verbindung deS Mecklenburgischen Hauses mit dem russischenHofe durch die Vermählung des Erbprinzen Friedrich Ludwig mit der Großfürstin Helene hatte
Es giebt Lithographien des Stallmeisters Friedrich Eggerss.