1290, April 27. Duderstadt. 139.
Wolf, polit. Gesch. des Eichsfeldes, II. Urkb. S. 11. — c. d. Knesebeck, l. c., S. 74,Nr. 126.
Ritter Conrad von Hagen und seine Söhne verkaufen ihren halben Zehnten inTeistungen dem Stifte in Heiligenstadt für 37 Mark Silber.
Es siegeln: Luppoldus praepositus Northunen., dominus Henricus de Hanstein suusfrater, dominus Ernestus et dominus Hildebrandus de Uslaria, milites.
(Orig. mit beiden TJslar'schen Siegeln.)
140.
1291, Octbr. 5, apud villam Hocheim (Hochheim).
Orig. Archiv des Erzstifts Mainz. (Reichsarchiv zu München.)
Gerhard II., Erzbischof von Mainz, bekennt, dass er Ernestus, Hildebrandus et Hermannusde Uslaria milites zu Lehn-Burgleuten auf seinem Schlosse ltusteberg angenommen hat, undsichert ihnen 6 Mark Einkünfte von den Dörfern Geismar und Rode bei Göttingen und derMünze in Heiligenstadt zu. Dagegen soll einer der Vorgenannten beständig auf dem Ruste-berge wohnen.
1292, Febr. 29. 141.
Orig. daselbst. Würdtwein, Diplom. Magunt., I, S. 25. — Wolf, eichsfeld. Urkb.,Urkk. S. 30; daselbst, Abhancll. über den eichsfeld. Adel, S. 38. — Derselbe, polit.Gesch. des Eichsfeldes, I, S. 27. — Duval, Eichsfeld, S. 294. — v. d. Knesebeck, l. c.,S. 74, Nr. 127. (mit falschem Datum: Febr. 28.)
Ernestus, Hildebrandus et Hermannus milites dicti de Uslaria bekennen, dass ErzbisehofGerhard II. von Mainz sie „receperit et acquisiverit in suos castrenses (Burgmannen) superCastrum ipsius Rustenberg" unter Verleihung von 6 Mark Silber, wie es in Sachsen bei derLeine g'änge und gäbe ist, als Burglehn (in castrense feudum). ')
Sie versprechen dagegen, dass einer von ihnen oder ihrer Erben in Castro Rustebergcontinue faciet residentiam personalem, und dass sie sich nie lossagen wollen „ab obsequiissive servitiis fidelibus et devotis ipsius domini arcliiepiscopi in quibuslibet necessitatibus".
(Mit Bruchstücken der Siegel des Ernst und Hildebrand v. U.; Hermann's Siegel ab.)
1293, Juni 2. Herstelle. 142.
Orig. Staatsarchiv zu Hannover.
Bischof Otto von Paderborn belehnt die Edelherren von Plesse mit dem DorfeHammenstedt nebst Zubehörungen, das Patronatrecht der Kirche daselbst ausgenommen.
Die Urkunde besiegeln und bezeugen: nobiles viri Ludolfus de Dasle, Adolfus etAlbertus fratres de Swalenberge, comites, ac Hildebrandus de Uslaria miles u. a.
1295, Juni 16. Castrum Ligben. 143.
Boehmer, Electa juris civilis, III, S. 135. — Diplom. Northeim. I, S. 87. (Staatsarchivzu Hannover.) — v. d. Knesebeck, l. c., S. 75 (ungenau.) — Kotzebue, gründl. Erläut.von 223 adel. Familien. (Mscpt., L.- H.-Archiv zu Wolfenbüttel), II, S. 1201.(fälschlich für verdächtig erklärt.)
Hildebrandus miles, filius Hermanni militis, et Hermannus, fratruelis noster (Hildebrand'sBruderssohn), nepos (Enkel) ipsius, dicti de Uslaria, bezeugen, dass der genannte seligeRitter Hermannus, ihr Vater (resp. Grossvater), mit Zustimmung ihres (seligen) Oheims (resp.Grossoheims) Ernestus, ihres (seligen) Bruders (resp. Vaters) Hermannus u. s. w. den halbenZehnten der Stadt Northeim an das (Blasius) Kloster daselbst für 150 Mark reinen Silbersverkauft, 2 ) und versprochen habe, das Obereigenthum desselben von der Mainzer Kirche,von welcher er den Zehnten zu Lehn trug, für das Kloster zu verschaffen, dass er aberdurch den Tod an der Erfüllung dieses Versprechens verhindert sei, und sie (Hildebrand
') Bei Wolf, eichsfeld. Urkb. S. 30 fehlt eine Zeile im Druck. Richtig gedruckt bei Würdtwein,1. c. — 2) Reg. 105 v. J. 1263.