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1 (1888) [Hauptbd.]
Entstehung
Seite
365
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über die Klostergüter zu Lühnde weder in gutem Glauben noch auf einen gültigen Titelbesessen. Deshalb möge er (Ritter Ernst v. U.) seine (Theodorich's) Gemahlin Lutteradis(Ritter Ernst's Tochter) und seine (Ernst's) Enkel (Theodorich's Söhnet Lippold, Theodorichund Ernst bewegen, an der von ihm mit Hand und Mund aufgegebenen Yogtei keine Ansprüchezu erheben. Lutteradis und ihre genannten Söhne, als diese zu ihren Jahren gekommenwaren, verzichten auf die dem Bartholomäusstifte zur Sülte zustehende Vogtei.

Zeugen: Thidericus de Rothingen, Joannes de Kemme, Lippoldus de antiquo foro,Lippoldus de Mandesle, Joannes de Slikem, Ludger de Lotigessen, Bartholdus de Gledighe, milites.(Ueber die dem Orig. anhängenden gut erhaltenen Siegel des R. Ernst v. U. und des DomküstersHeinrich [von Tossum?] siehe v. d. Knesebeck, 1. c., S. 55 und Siegeltafel das. Nr. 1 u. 2.)

Am 9. Mai 1240 transsumirt und bestätigt Bischof Conrad II. von Ilildesheim apudVorsatum (Gr. Förste) die vorstehende Urkunde des Ritters Ernst von Uslar auf Bitten desPropstes Hermann des Bartholomäusstiftes zur Sülte.

(Orig. Staatsarchiv zu Hannover. Lüntzel, ält. Diöc. Hildesh., S. 400.)

50.

1240, Mörz 6. Geismar (Hofgeismar).

Gudenus, l. c., I, S. 565. Will, l. c., II, S. 258. v. d. Knesebeck, l. c., S. 55,Nr. 76.

Conrad von Schöneberg erklärt, dass er wegen der von seinem Verwandten (con-sanguineus), dem Erzbischof Siegfried III. von Mainz empfangenen Lehen den Lehnseidgeleistet habe. Wegen der Belehnung mit der Burg Schöneberg aber verpflichtet er sich,dem Erzbischof alsLedigmann" zu dienen.

Zeugen: Comes Conradus de Eberstein, comes Adolfus de Dassla, Hermannus deUslar, Bertoldus de Brackle, Ileidenricus vicedominus de Rusteberg, Theodericus Grope,Albertus de Schardenberg, Conradus decanus Moguntinus, Burckardus praepositus Fritz-lariensis etc.

51.

1240, Mai 10, prope villam Hasen (Hasede) in placito.

(Kotzebue), Chron. coen. montis Franc. Goslariae, S. 171) v. d. Knesebeck, l. c.,S. 61, Nr. 91.

Die Grafen Hermann und Heinrich von Woldenberg verzichten auf den Zehnten zuKlein-Nauen, den Bischof Conrad II. von Hildesheim an das Kloster Frankenberg beiGoslar überträgt.

Unter den Zeugen erscheinen: Ludolplms Hallermundensis, Adolplius Dassiliensis,Ilenricus junior Slademensis, comites; Bertholdus ab Homburg, Hermannus ab Uslaria,nobiles; Bertholdus advocatus, Sifridus de Rutenberg u. a. milites.

52.

1240, Mai 10, in campo prope Hasen (Hasede).

Orig. Staatsarchiv zu Hannover. Struben, Observ. jur. et hist. Germ., S. 79.

Bischof Conrad II. von Hildesheim Uberträgt die ihm von den Grafen Hermann undHeinrich von Woldenberg resignirte Advocatie über alle Güter der Kirche zu Moritzbergbei Ilildesheim an die Kirche selbst.

Unter den Zeugen erscheinen: comites Ludolplius de Ilalremunt, Adolplius de Dassle,Ilenricus de Sladem, milites Bertoldus de Ilomborch, Hermannus de Uslaria, Sifridus deRutenberg etc.

1) Das Datum bei Kotzebue (und danach bei v. d. Knesebeck) ist falsch; statt 1246, id. Maiiist zu lesen: 1240, VI. id. Maii, also 1240, Mai 10. Dies ergiebt sich nicht allein aus dem Ausstellungs-orteprope villam Hasen in placito", sondern auch aus fast gänzlicher Uebereinstimmung der zahlreichenZeugen mit denjenigen der hier folgenden, vom Orig. genommenen Urkunde mit letzlerem Datum.Danach wird auch das Datum in einer ähnlichen Schenkungs-Urkunde des Bischofs Conrad II. für dasKloster Frankenberg bei Baring, Beschreib, der Saala, II, S. 254 zu berichtigen sein.