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1 (1888) [Hauptbd.]
Entstehung
Seite
329
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Nach dem kinderlosen Tode seines Oheims Hans Georg kam ein Theil vondessen Lehen auf ihn. (Reg. 1071.) Im Jahre 1704 heirathete er Agnes Margarethe,des Johann Philipp Wilhelm von Amelunxen, landgräflich hessischen Oberstlieutenants,und der Marie Elisabeth von der Wenge Tochter. Vier Jahre später, im Februar 1708,ist. er ohne Descendenz gestorben.

404. b) Leopold, geb. 1677, gest. 26. October 1677.

405. c) Elisabeth Margarethe Ottilie, stirbt jung.

406. d) Isabella Marie, heirathet 18. April 1689 den fürstl. Sachsen-Gothaischen Hauptmann Moritz Wedekind v. Uslar. (St.-T. II, Nr. 212.) Die Ehe warkinderlos. Sie gehörte ohne Zweifel zu den Wohlthätern des Franziskaner-Kl osters zuStadtworbis, welchem sie die im Reg. 1076 erwähnten Geschenke machte.

407. e) Catharina Margarethe, heirathet 10. Decbr. 1691: Gustav LudwigGötz von Olenhusen (geb. 14. August 1667, gest. 22. August 1726), Herr zu Olenhusen,Lutterbeck und Nieder-Gebra, und stirbt den 16. März 1721.

Des Stammhalters Christoph Philipp Kinder Messen:

408. a) Catharina Sophie, geb. 3. October 1652, gest. 22. Octbr. 1729,heirathet: Achatz Friedrich von Ditten (gest. vor 1720) auf Werle in Mecklenburg,braunschw.-lüneb. Cornet.

409. b) Anna Margarethe, geb. 25. April 1654, heirathet 22. Octbr. 1690:Theodor von Steinmetzen, Erbherr auf Oberoda, churmainz. Hof- und Canzleirath, denmuthmasslichen Verfasser der oft citirten Uslar'schen Chronik v. J. 1701. (S. 91 Note 2.)

410. c) Otto Claus Burchard. Am 20. Decbr. 1655 geboren, diente er mitAuszeichnung dem Kurfürsten von Cöln als Soldat, wurde aber am 13. October 1681mit zwei anderen im Jülich'schen von Schnaphanen schelmischer Weise erschossen undmit den Kameraden in ein Grab gesenkt. ')

411. d) Clara Agnes, geb. 23. Septbr. 1658, gest. 20. Januar 1659.

412. e) Christoph Dietrich, geb. 28. Januar 1660 zu Appenrode, vermähltesich am 9. April 1685 mit Sophie Elisabeth, der Tochter des Hans Werner vonUslar. (St.-T. II, Nr. 216.) Diese erbte 1699 die Allodialgüter ihres Bruders MoritzWedekind auf Appenrode, des letzten männlichen Sprossen des Bernd - Sittich'schenZweiges. Dem Christoph Dietrich fiel nach dem Tode seines kinderlosen Vetters JobstFerdinand Werner (1708) das Lehen Sennickerode und dessen Antheil an Wöllmars-hausen zu, so dass er die sämtlichen Melchior'schen Güter in seiner Hand vereinigte.Da er aber den Kindern von dessen Mutter, die in zweiter Ehe mit Hans Erich vonUslar, Bernd - Sittich'schen Zweiges (St.-T. II) vermählt war, sowie deren Tochter auserster Ehe, die Erbschaft auszahlen musste, so sah er sich mit seinem Sohne HansPhilipp im Jahre 1713 genöthigt, das Untergut Appenrode an den Oberst Hans Heimartvon Uslar und dessen Erben für 6000 Thlr. zu verpfänden, (Reg. 1086.) Fernerweitsehen sie sich genöthigt, da nach der zwischen den Eltern des Jobst FerdinandWerner errichteten Ehestiftung 2 ) das Ilauptgut Sennickerode nicht aus den Händen derAllodialerben des Jobst Ferdinand Werner und der zu ihrer Befriedigung anderweitentstandenen Gläubiger (Reg. 1087) gerettet werden konnte, die Güter Wöllmarshausenund Sieboldshausen den Freiherren von Görtz - Wrisberg wiederkäuflich zu überlassen.Hierdurch wurde der Grund zu den die Melchior'sche Linie drückenden Schulden gelegtund der 1768 nach dem Tode des Friedrich Ludivig Ernst v. U. (St.-T. II, Nr. 4-20)ausbrechende, 1789 sistirte, Concurs veranlasst.

Es liegen keine Nachrichten vor, dass Christoph Dietrich in irgend einem öffentlichenDienste gestanden. Nachdem er bereits im Jahre 1717 sein Gut Sennickerode seinemSohne Hans Philipp übertragen hatte (Reg. 1088), starb er als einziger Fortsetzer derMelchior'schen Linie in der 4. Generation am 3. März 1722 am Schlagflusse und wurdein der Kirche zu Wöllmarshausen beigesetzt.

Seine Kinder hiessen:

413. a) Hans Philipp. Geb. den 16. Mai 1687 zu Appenrode, ist uns wenigmehr über ihn bekannt geworden, als dass er die Stelle eines braunschw.-lüneb. Licent-

') Notiz seines Vaters in Familien-Akten. 2 ) Im Besitz des Frhrn. Hans v. U.-G. in Dresden.

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