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1 (1888) [Hauptbd.]
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dass er ihn zu seinem Ordonnanz - Officier machte, in welcher Eigenschaft er am8. Novbr. 1848 das siegreiche Gefecht bei Friedau in Steiermark gegen ungarischeInsurgenten mitmachte. Als das Regiment im December 1848 mit der Armee des FürstenWindischgrätz nach Ungarn marschirte, trat Albrecht in den Frontdienst seines Regimentszurück, machte mit demselben den ganzen Feldzug 1848 und 49 in Ungarn mit undnahm darin ausser an kleineren Vorposten-Gefechten Theil an folgenden Schlachten undGefechten: Am 26. und 27. Februar 1849 Schlacht bei Kapolna, am 1., 2. und 3. MärzGefechte bei Mezö-Kövesd, Boroszlo und Eger-Farmos, am 5. bei Czibakhäza, amG. bei Aszod, am 7. Juni Schlacht bei Kacs, am 12. Juni Einnahme von Neusatz, am14. Juli Schlacht bei Hegyes, am 23. Juli Treffen bei Mostorin, am 9. AugustSchlacht bei Temesvar, Cernirung der Festung Peterwardein bis zur Einnahme der-selben am 7. September 1849. Ausserdem war Albrecht während des Feldzuges einigeWochen lang unter schwierigen Verhältnissen einem Streifcorps des Obersten Horwathzugetheilt.

Nach dem ersten Schlachttage bei Kapolna gerieth Albrecht bei einem nächtlichenRecognoscirungsritt in das ungarische Lager, entzog sich seiner fast gelungenen Gefangen-nahme durch die Flucht und erwarb sich durch die glückliche Lösung der ihm gestelltenAufgabe die vollste Anerkennung seines Generals. Während des Marsches auf Peter-wardein zur Cernirung dieser Festung erhielt Albrecht das Commando über einegemischte Truppen-Abtheilung, bestehend aus l / 2 Escadron, '/ 2 Gompagnie Jäger und2 Raketen - Geschützen, um eine Abtheilung Insurgenten, welche sich in dem DorfePetrovacz festgesetzt hatte, anzugreifen und womöglich gefangen zu nehmen. Der Auftraggelang ihm so gut, dass er 33 Husaren und 130 Honveds als Gefangene einbringenkonnte. Während dieser kriegerischen Thätigkeit, am 6. Juli 1849, erfolgte seineErnennung zum Oberlieutenant.

Nach dem Kriege bezog das Regiment die Garnisonen Oedenburg (1850), dannWesely. (1851.) Vom 1. Novbr. 1852 bis 1. Mai 1855 besuchte Albrecht die Central-Equitation in Wien, wurde am 4. Juni 1854 Rittmeister, und am 24. Februar 1857K. K. Kämmerer. Im Mai 1859 mit seinem Regimente auf den Kriegsschauplatz inItalien berufen, nahm er am 23. Juni an einem Recognoscirungsgefechte bei Medole undam folgenden Tage an der Schlacht bei Solferino Theil, in welcher sein Pferd schwerverwundet wurde, und bei dessen Sturz Albrecht eine schwere Contusion durch denSteigbügel erlitt. Mit einem Rückzugsgefechte am 25. Juni bei Roverbella endigte fürihn dieser unglückliche Feldzug.

Das Regiment, nun Graf Stadion-Kürassiere genannt, bezog im October 1859 dieGarnison Wien, wo Albrecht im Januar des folgenden Jahres die Ehre der Ernennungzum Dienst-Kämmerer bei I. M. der Kaiserin Elisabeth zu Theil wurde. 1862 wiederummit dem Regimente nach Oedenburg versetzt, traf ihn am 3. Januar 1866 das Missgeschick,mit einem Pferde, das todt unter ihm blieb, zu stürzen und die rechte Kniescheibe dreiMal zu brechen. Ein zweijähriges schweres Krankenlager in Baden bei Wien brachteleider nicht die gehoffte Genesung, und Albrecht traf dieser, jede Aussicht auf fernereactive Dienstfähigkeit vernichtende Schlag um so härter, als er kurz vor dem Unfälleseinein nahe bevorstehenden Avancement zum Major entgegen sehen durfte. So bliebihm nichts weiter übrig, als von der Kaiserlichen Gnade Gebrauch zu machen, und alsDepot-Escadrons-Commandant mit Ausschluss jeden Avancements weiter zu dienen.Das Jahr 1875 gestaltete sich für ihn in sofern glücklich, als er vom 12. Mai bis Octoberdem Prinzen Gustav Wasa als Gavalier attachirt wurde und mit demselben nach längeremAufenthalte in Wien grössere Reisen im Auslande machen durfte.

In seiner nun folgenden Eigenschaft als Depot - Escadrons - Commandant beimK. K. Ulanen-Regiment Erzherzog Karl Ludwig Nr. 7 traf ihn am 8. November 1876bei Ertheilung des Reitunterrichts in der Equitation seines Regiments das neue Unglück,durch den Schlag eines Pferdes einen Bruch des linken Oberschenkels und ausserdemnoch eine schwere^ Fleischwunde zu erleiden. Nach erfolgter Heilung zeigte sich daslinke Bein um 4 Zoll verkürzt, und erst nach einem neuen künstlichen Beinbruchegelang es, die Verkürzung auf 2 Zoll herabzumindern. Dadurch nun völlig invalidegeworden, nahm Albrecht am 1. Novbr. 1877 seinen Abschied aus dem Dienste mitPension unter huldvollster Anerkennung seiner besonders pflichtgetreuen und im Kriegewie im Frieden stets ausgezeichneten Dienste, sowie unter Verleihung des Militair-Verdienstkreuzes und des Charakters als Major.