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1 (1888) [Hauptbd.]
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Er lebte dann eine Zeitlang zu Marburg in Steiermark, später in Graz, jetzt inWien. Er blieb unvermählt.

Ausser dem genannten Ehrenzeichen besitzt er die K. K. österr. Kriegsmedaille,das 25 jährige Offlcier - Dienstzeichen und folgende Orden: Ritterkreuz 1. Classe mitStern des portugiesischen Militair-Ordens von Villa Vicosa, Ritterkreuz 1. Classe desKgl. sächsischen Albrecht. - Ordens, Ritterkreuz 1. Classe des grossherzogl. hessischenLudwig-Ordens, Ritterkreuz des herzogl. braunschw. Ordens Heinrich des Löwen.')

358. f) Hermann Leo Adolf, geb. 6. Juni 1834 zu Ahlden a. d. Aller,besuchte das Gymnasium in Celle, später die Artillerie-Schule und die Cadetten-Anstaltin Hannover, trat am 1. Juni 1850 als Regiments-Cadet in das K. K. österreichischeDragoner-Regiment Erzherzog Johann Nr. 1 ein, avancirte 1852 zum Lieutenant, 1854zum Oberlieutenant in demselben Regimente, quittirte aber diese Charge ohne Charakteram 1. April 1860 und trat auf kurze Zeit in das K. preuss. Infanterie-Regiment Nr. 55zu Herford als Prem. - Lieutenant ein. Im August 1861 wurde er Privat - Secretair undCavalier des Prinzen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe und wohnte in dieser Stellungmit seiner Mutter bis zu deren in Franzensbad erfolgtem Tode, auf der fürstlichenDomaine Nachod in Böhmen. Im Februar 1867 trat er als Bürger der böhmischenStadt Skalitz in den österreichischen Unterthanen-Verband und erhielt in demselbenJahre den Titel eines Kammerherrn von dem regierenden Fürsten zu Schaumburg Lippe.

Da seiner ihm am 1. October 1867 angetrauten Gemahlin Eveline (geb. 13. Sep-tember 1837), der Tochter des K. preuss. Regierungsraths Rudolf von Rode und derAdelheid geb. von Byern, das rauhe Klima Böhmens nicht zusagte, gab Hermann imJahre 1872 seinen Dienst bei dem Prinzen Wilhelm auf, lebte bis zum Frühjahre 1873in Wernigerode a. LI. und trat im Mai d. J. als Hofmarschall in die Dienste Sr. Durch!,des Fürsten zu Wied in Neuwied am Rhein. In dieser seiner jetzigen Stellung wurdeseine Gesundheit derart erschüttert, dass er die kältere Jahreszeit gewöhnlich in milderenKlimaten zubringen musste.

Seine am 15. August erfolgte Ernennung zum K. K. österreichischen wirklichenKämmerer nöthigte ihn, den allgemein gültigen Bestimmungen entsprechend, seinenbisherigen Titel eines schaumburgisch - lippischen Kammerherrn niederzulegen. DurchAllerhöchste Erschliessung vom 31. August 1882 wurde ihm auf seinen Wunsch derCharakter als K. K. Oberlieutenant wieder ertheilt.

An Orden und Ehrenzeichen erhielt er: das Commandeurkreuz 1. Cl. mit Sterndes K. rumänischen Ordens der Krone von Rumänien; das Commandeurkreuz 1. Cl.mit Stern des K. schwedischen Wasa-Ordens; Commandeurkreuz des niederländischenOrdens der Eichenkrone; Commandeurkreuz des anhaltischen Hausordens Albrecht desBären; K. preuss. rothen Adlerorden 3. Cl.; Ritterkreuz 1. Cl. des herzogl. nassauischenOrdens Adolfs von Nassau; schaumb. - lippische Denkmünze für 1866. 2 ) Seine Kindersiehe unten Nr. 370 u. ff.

Die Kinder des Justizraths, und Drosten Otto Ulrich heissen:

359. a) Otto Ulrich, geb. 29. Novbr. 1822 zu New-York, besuchte die dortigeStaatsschule, später die zu Philadelphia, kam jedoch im Jahre 1841 auf Veranlassungseiner Onkel mit seinem Bruder Georg nach Hannover und in Pension zu einem Pastorin Syke in der Grafschaft Hoya. 184-2 trat er als Cadet in das K. K. österreichische14. Infanterie - Regiment (Garnison Linz) ein und wurde im Frühjahr 1847 Officier im23. (italienischen) Infanterie - Regimente. Beim Ausbruch der Revolution im Jahre 1848zum 4. Bataillon des genannten Regiments nach Cremona versetzt, erlebte Otto denTreubruch des grössten Theiles seines Bataillons; er selbst wurde trotz Gewährungfreien Abzuges bis zur Grenze Tyrols, mit mehreren Kameraden am Garda-See von einemFreicorps umzingelt und unter mancherlei Leiden zuerst in Brescia, dann in Mailandund zuletzt in Genua gefangen gehalten. Nach dem Kriege ausgewechselt, trat er wiederin das neu errichtete 4. Bataillon seines früheren Regiments ein, welches einen Theilder Besatzung von Mantua bildete. 1849 zum Oberlieutenant avancirt, nahm er Theilan dem Sturme auf Brescia unter dem Feldmarschall - Lieutenant von Haynau, wurdeaber von dem gefährlichen Sumpffieber (Malaria) befallen und zu einem längeren Ur-laube genöthigt, den er theils in Schlesien bei Verwandten, theils in der Kuranstalt zu

J ) Nach eigenhändiger Aufzeichnung. 2 ) Desgl.

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