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12. Mai 1797 das Amt Scharzfeld als int. Administrator und wurde am 30. Januar 1798wirklicher Drost zu Rehburg. Am 11. Januar 1808 in gleicher Stellung nach Ahlden
а. d. Aller versetzt, erhielt er 1811 die Stelle eines Friedensrichters zu Rehburg, vonwo er 1814 wieder als Drost nach Ahlden a. d. A. zurückversetzt wurde und in dieserStellung bis zu seinem am 3. Februar 1815 erfolgten Tode verblieb.')
Seine Gemahlin hiess Elisabeth Christine Regine (geb. 18. August 1771, gest.28. März 1844) und war eine geb. Hüpeden. Seine Kinder folgen unten sub Nr. 303 u. ff.
295. e) Carl Heinrich Philipp Friedrich, geb. 15. Mai 1769 zu Gellie-hausen, wählte die juristische Laufbahn und war eine Zeitlang Canzlei-Auditor in Stade,trat aber später in den Militairdienst über und wurde am 11. April 1794 Cornet imchurhannoverschen 1. Cavallerie (Leib-) Regiment. 2 ) Ucber sein Avancement, wie überseine Theilnahme an den letzten Kriegen und Schicksalen der churhannoverschen Armeefehlt jede Auskunft, da von Wissel's oft citirtes Werk schon lange vor seinem Eintrittabschliesst. Erst nach Auflösung der hannoverschen Armee (1803) erfahren wir, dass ermit Patent vom 2. Januar 1806 in das 2. leichte Dragoner-Regiment der Kgl. deutschenLegion eingetreten ist, auf der pyrenäischen Halbinsel 1812 kämpfte und als Rittmeisterdes genannten Regiments im Gefechte bei Garzia Hernandez am 23. Juli 1812 denHeldentod starb.
Es war am Ende dieses glorreichen Tages, als die 3. Sch vvadron und ein Zugder 2. Schwadron des Regiments, nachdem sie die feindliche Cavallerie in die Fluchtgeschlagen, sich auf die Infanterie warfen und diese sprengte. Nach diesem glücklichenErfolge griff der Schwadronschef, Rittmeister von Marschalck, noch ein aus dem69. französischen Regimente und den Trümmern des 6. leichten Regiments formirtesQuarree an, wurde aber abgewiesen. 3 ) Der Rittmeister von Uslar, welcher das Gefechtfreiwillig mitmachte, weil er schon früher eine Compagnie beim Depot erhalten hatte, 4 )und eine Menge Leute und Pferde fielen bei diesem Angriffe. (Vgl. Biographie Nr. 444.)
296. f) Friederike Eleonore Charlotte Auguste, geb. 21. Juni 1770, gest.21. Febr. 1772.
297. g) August Wilhelm Ludwig, geb. 6. Juli 1771 zu Gelliehausen, warzuerst Hofpage, dann Fähnrich mit Patent vom 26. Juli 1788 im churhannoverschen5. Infanterie-Regimente, ging aber ohne Theilnahme an den kriegerischen Ereignissender folgenden Zeit schon 1791 mit Lieutenants - Charakter und Pension wieder ab undtrat in den mecklenburgischen Forstdienst über, wurde dort Forstmeister und blieb indieser Stellung, bis 1806 eine Gemüthskrankheit seine Aufnahme in die Heilanstalt zuCelle nöthig machte. Hier starb er am 28. October 1808 unvermählt. 5 )
298. h) Luise Friederike Ernestine, geb. 30. August 1772, gest. 8. Decbr. 1772.
299. i) Ludwig Ernst, geb. 15. Novbr. 1773 zu Münden, trat 1789 alsFähnrich in das landgräflich hessische Garde - Grenadier - Regiment ein, wurde am
б. Decbr. 1792» Sec.-Lieutenant, am 22. Juni 1800 Prem.-Lieutenant, am 6. Novbr. 1803Stabs-Capitain, dann Hauptmann im 1. Linien-Infanterie-Regiment, 6 ) in welcher Stellungihn 1806 die französische Occupation des Landes traf.
Bis zu diesem Zeitpunkte wohnte er 1792 dem Feldzuge in der Champagne undder Einnahme von Frankfurt a. M. bei, 1793 der Belagerung von Mainz, wie überhauptsämmtlichen Schlachten und Affairen ohne Ausnahme, in welchen sich das hessischeGarde-Grenadier-Regiment in Holland, Brabant, Flandern u. s. w. befunden.
Am zweiten Tage der für die Alliirten so unglücklichen Schlacht bei Tourcoing(18. Mai 1794) nahm er ruhmvollen Antheil an der Rettung des Herzogs Friedrichvon York aus Lebensgefahr. Dieser konnte in dem fluchtähnlichen Rückzüge der vonihm commandirten Colonne nicht mehr durch Roubaix nach Lannoy kommen und wandtesich daher mit seinem Stabe nach Wattrelos; als er auch hier von feindlichen Schüssenempfangen wurde, bog er rechts von der Strasse ab auf das Feld und eilte längs demsteilen hier schwer zu passirenden Ufer der Espierre nach der Brücke von Lecrs,
•) Nach einer Anciennetätsliste hannoverscher Beamten (Mscpl. im Besitz des Verfassers) undNotizen seines Sohnes. — 2 ) Oldekop u. Maneke, 1. c. — 3 ) Beainish, Gesch. der K. deutschen Legion,II, S. 88; Anhang, S. 131; B. von L.-G., Aus Hannovers milit. Vergangenheit, S. 281; Hannov. rnilit.Journal v. J. 1834, I, S. 71; Hannov. Magazin v. J. 1816, S. 506 u. a. O. — 4 ) Gesch. des Kgl. hannov.Garde-Cürassier-Regts., S. 16, Note. — 5) Oldekop u. Maneke, I.e.; Jacobi u.Kraut, I.e., III. Jahrg., S. 200;Notiz des Familien-Archivs. — 6 ) Ms. Hass. 4°. 171, S. 21, in der ständischen Landesbiblioth. zu Cassel.