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Curd Hans Heinrich, der älteste Sohn Bernd Sittichs, hatte, wie wir oben(Nr. 200) gesehen, keine Söhne. Seine drei Töchter hiessen:
208. a) Elisabeth Sophia, gest. nach 1636.
209. b) Beate Magdalena, gest. nach 1636.
210. c) SchonettaElisabeth, vermählt mit Heinrich Christoph von Tottlebenauf Gross-Ehrich, braunschw.-lüneb. Lieutenant.
Dagegen entsprossten aus der Ehe Hans Werner's, des vierten Sohnes BerndSittich's, folgende 2 Söhne und 7 Töchter:
211. a) Hans Erich Zu Appenrode am 13. April 1645 geboren, erhielt er denersten Unterricht von seinen Eltern und von tüchtigen Lehrern im elterlichen Hause.Zu weiterer Ausbildung wurde er dann auf die Schule zu Einbeck und in das dortigeHaus seines Oheims, des Majors von Stockheim, geschickt; später auf die Schule zuHeiligenstadt. Mit 15 Jahren trat er in kurfürstlich Mainzische Reiterdienste, nahmaber nach dem Tode seines Vaters den Abschied und ging zur Stütze seiner Mutternach Appenrode. Später liess er sich wieder als Quartiermeister in der Reiterei desHerzogs von Braunschweig und Wolfenbüttel anwerben, und machte (1671) in dieserEigenschaft die Belagerung von Braunschweig mit. Dann kehrte er auf Bitten seinerMutter wieder nach Appenrode zurück. Zum dritten Male nahm er fürstlich Münster'scheDienste in der Compagnie seines Vetters, des Rittmeisters Georg Wilhelm von Westernhagenin dem gleichnamigen Regimente. Nach Abdankung desselben bewirthschaftete er14 Jahre lang sein Gut und vermählte sich 1682 mit der (katholischen) Wittwe seinesVetters Burchard Hans Philipp von Uslar (Melchior scher Linie): Johanne Marie(gest. April 1708) geb. von Blomenfeld gen. Kerkering von der Borgk.
Schon vor seiner Verheirathung öfters kränkelnd, entwickelte sich allmählig dieSchwindsucht, der er am 27. October 1686, kaum 42 Jahre alt, zu Appenrode erlag.
Das Symbol seines Lebens war: „Aliis servio, nie ipsum consumo." ')
Seine hinterbliebenen drei Töchter siehe unten Nr. 220 u. ff.
212. b) Moritz Wedekind. Von seinem Leben ist wenig Kunde vorhanden,selbst seine Geburt können wir nur ohne Gewähr für die Richtigkeit in das Jahr 1660 setzen.
Unsere Chronisten melden glaubwürdig, dass er in Sachsen - Gotha'sche Militair-dienste getreten und im Range eines Hauptmanns in Gotha am 31. März 1699 gestorbenund dort begraben ist.
Seit dem 18. April 1689 lebte er in kinderloser Ehe mit Isabelle Marie, derTochter des Burchard Hans Philipp von Uslar. (Melchior'scher Linie, St.-T. VII.)Sie war ohne Zweifel die praenobilis domina de Uslar, welche — anscheinend nachdem Tode ihres Gatten — am 18. Mai (1699?) dem Franziskanerkloster zu Stadtworbisdas in Reg. 1076 näher bezeichnete Geschenk machte.
Moritz Wedekind war der letzte männliche Nachkomme des Bernd Sittich'schenZweiges. Seine Allodialgüter erbte seine Schwester Sophie Elisabeth, die GemahlinChristoph Dietrich's von Uslar (Melch. Linie) auf Wöllmarshausen. Seine und durchden Tod seines Bruders ihm angefallenen Lehngüter erbten seine Vettern Ludolf scherLinie derart, dass Ernst auf Gelliehausen, Georg auf Appenrode und Heinrich aufElbickerode je % bekamen.
213. c) Agnesa Catharina.
214. d) Sabine Elisabeth, erste Gemahlin des Lieutenants Georg von Uslar,(s. oben Nr. 134.)
215. e) Anna Eleonore.
216. f) Sophie Elisabeth, heirathet den 9. April 1685: Christoph Dietrichvon Uslar, Melchior'scher Linie, (s. unten Nr. 412.) Sie stirbt den 2. März 1717.
217. g) Justine Margarethe.
218. h) Marie.
219. i) Anna Catharina, heirathet den kurmainz. Hauptmann Friedrich Heinrichvon Westernhagen und stirbt den 2. Februar 1711.
') Aus einer ungedruckten Leichenpredigt im Besitze der Erben des Ober-Appell.-Ratlis v. U.-G.
in Celle.