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Obgleich unsere Urkunden ihn nur in den Jahren 1641 (Reg. 1051), 1647 (Reg. 1052),und zuletzt 1659 (Reg. 1057) nennen, so ist sein Leben doch bis 1663 nachzuweisen.In einem, die Verpfändung einer Schäferei an die Gemeinde Gelliehausen betreffendenRecesse vom 22. April 1662') nennt er seine Gemahlin Margarethe geb. von Oppen-hausen und ein anderes Gonvolut Akten 2 ) enthält eine Ehestiftung zwischen GustavAdolf v. U. und der Jungfrau Dorothea von Berckefeld, des Otto v. B. auf HördenTochter, vom 21. August 1663. Er war also zwei Mal vermählt, hatte aber keineKinder. Zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes scheint ihn seine Gesundheit, die alsschwach bezeichnet wird, untauglich gemacht zu haben.
Wir kehren zu Thilo Albrecht v. U., dem General-Lieutenant (Nr. 177), zurückund verfolgen dessen Descendenz bis zu ihrem, mit Carl Albrecht im Jahre 1753 er-folgten Erlöschen.
Thilo Albrecht's Kinder hiessen:
183. a) Catharina Magdalena, geb. 29. Juni 1626, heirathet 1645: FriedrichUlrich I. von Adelebsen (geb. 8. Mai 1611, gest. 16. Decbr. 1663), K. dänischer Oberst-lieutenant, Landhauptmann des Fürstenthums Calenberg und Drost zu Salzderhelden.
184. b) Falk Adolf. Thilo Albrecht's einzigen überlebenden Sohn, geb. 1. Januar1631, treffen wir nach dem frühen Tode der Mutter im zarten Alter von drei Jahrenzuerst in Göttingen, wo er mit den übrigen Geschwistern anscheinend in der Pflegedortiger Verwandten sich befand, während der Vater vor Hildesheim lag. 3 ) In demselbenJahre verlor Falk Adolf auch den Vater in den Laufgräben vor Minden.
Ausgestattet mit einem scharfen Verstände, bereitete er sich durch fleissigesStudium auf Schulen und Akademien für den Staatsdienst vor und vollendete seineBildung durch die damals übliche s. g. Cavalier-Reise, die er nach Frankreich undanderen Ländern unternahm.
Aus Urkunden erfahren wir wenig über ihn. Seiner Vormünder 4 ) gedenkt um'sJahr 1639 das Reg. 1049; die Regesten 1051 und 52 erwähnen seiner unter deneventuellen Erben der von dem Rittmeister Otto Ludolf v. U. durch K auf erworbenenLehngüter in Thüringen.
Im Jahre 1656 vermählte er sich mit Eulalia (Oeleke) Elisabeth (geb. 16. Septbr.1639), der Tochter des Achatz v. d. Schulenburg a. d. H. Hehlen und der DorotheaElisabeth geb. von Bülow. Im folgenden Jahre errichtete Pierzog Georg Wilhelmvon Braunschweig - Lüneburg nach Anleitung des Landtagsabschiedes von 1636 wiedereinen Ausschuss aus den Ständen und ernannte dazu aus jedem landschaftlichen Quartierzwei ritterschaftliche Deputirte. Einer der Letzteren aus dem göttingischen Quartierwar unser Falk Adolf. (Reg. 1055.) Nachdem seine Gemahlin am 28. Mai 1657 einemSohne das Leben geschenkt, starb sie, kaum ein Jahr später, am 28. April 1658. Imfolgenden Jahre (18. October 1659) schritt Falk Adolf zur zweiten Ehe mit CatharinaElisabeth (geb. 1640), der Tochter des Burchard Christof von Adelebsen und derGertrud geb. von Veltheim a. d. PL Harbke. 5 )
Im nächsten Jahre gerieth Falk Adolf mit dem Herzog Georg Wilhelm wegender Jagd im Sollinger Walde in Zwist. Zur Beilegung desselben wurde am. 13. December1660 ein Recess errichtet, durch welchen Falk Adolf sich verpflichtete, das seinem Vaterfür dessen aus der Werbung von 3 Regimentern zu Fuss und 2 Regimentern zu Pferdeerwachsene Forderung von 73000 Thalern im Jahre 1634 (Reg. 1046) als Mannlehnabgetretene Haus und Amt Uslar künftigen Ostern zurückzugeben und dafür das GutRittmarshausen mit den fünf Gartedörfern 6 ) zu Lehn zu empfangen. (Reg. 1060.) Imfolgenden Jahre (1661) vollzog der Geheime- und Kammerrath von Cramm die Immissionin die Güter, indem er Falk Adolf v. U. zu Rittmarshausen den Unterthanen als ihren
') Copie im Besitze des Frhrn. Hans v. Uslar-Gleichen zu Dresden. — 2 ) Ebendaselbst. — 3) SieheThilo Albrecht's Schreiben an den Rath zu Göttingen vom 6. April 1634 (Archiv des hist. V. f. Nieders.,1848, S. 166) und danach die betreff. Stelle in seiner Biographie. — 4 ) Es waren: Burghard Christofvon Adelebsen und Dr. Heinrich Dietrichs, Syndicus in Göttingen, (v. Wangenheim, Beiträge zu einerFam.-Gesch. der v. W., S. 994.) — 5) Heise, Antiq. ICerstling., S. 224 (rect. 124) u. ff.; Seifert, Genealogiehochadliger Eltern und Kinder, S. 465. — 6 ) Sie heissen: Bischhausen, Kerstlingerode, Rittmarshausen,Beienrode und Weissenborn. Der Herzog Georg Wilhelm hatte sie im Jahre 1652 von Heinrich Christofvon Hopfgarten für 16 000 Thlr. gekauft. (Heise, 1. c., S. 96; Wolf, pol. Gesch. d. Eichsf., II, S. 50.)
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