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Die letzteren, von denen eine nicht näher bezeichnete im Jahre 1605 Stiftsdame inWunstorf wurde (Reg. 1021), hiessen:
166. a) Sidonia, gest. nach 1635. Gem.: Christian von Manteuffel auf Arn- xv. Gene-hausen und Polzin in Pommern. ration -
167. b) Anna Elisabeth, war drei Mal vermählt: I. mit Curd Christophvon Boineburg zu Lengsfeld, Hauptmann. II. 1627 mit Alexander Ostringer (gest. 1636),braunschw.-lüneb. Oberst und Commandant von Hildesheim. III. 1639 mit Ludwig vonder Asseburg (geb. 6. Juni 1583, gest. 18. März 1669) auf der Hinnenburg, Kais. Oberst.(In erster Ehe venu, mit Maria Elisabeth von und zu Erffa.)
168. c) Maria. Verm. 1627 mit Curd Hans Heinrich von Uslar. (Siehe untenNr. 200.)
169. d) Margarethe Elisabeth. War 1636 noch unvermählt und ist wahr-scheinlich die in Reg. 1021 bezeichnete Stiftsdame in Wunstorf.
170. e) Anna Catharina. Sie heirathete: I. 1635: Hans Heinrich von Hanslein(stirbt 1640), Oberst auf Wahlhausen. II. Albrecht Moritz von Westernhagen (geb. 1620,gest. 1678), kurmainz. Rittmeister, Herr auf Bleckenrode, der nach Anna Catharina'sTode sich am 1. März 1653 mit Anna Juliane von Minnigerode vermählte, welche am23. October 1697 starb.
171. f) Amalie die Aeltere, starb jung.
172. g) Anna Justine, desgl.
173. h) Amalie die Jüngere, clcsgl.
174. i) Christoph Hilmar, geb. 1575, focht nach der Chronik unter den Flügelndes kaiserlichen Adlers in Ungarn gegen die Türken, machte die Belagerung von Stuhl-weissenburg mit, und starb an den Wunden, die er bei Verfolgung des am 3. November1593 zum Entsatz dieser Festung herbei eilenden türkischen Generals Hazan Bassa erhielt,erst 18 Jahre alt. Von den gefallenen 8 — 10 000 Türken soll er viele mit eigenerHand niedergehauen haben.
175. k) Georg. Die ersten Nachrichten, welche uns über dieses hervorragendeMitglied unserer Familie aufbewahrt sind, finden sich in den Werken der bekanntenChronisten. Geboren am 10. September 1584, erhielt Georg (Jürgen) seine wissenschaft-liche Ausbildung in Mühlhausen und Langensalza. 1595 ging er mit dem Baronvon Planitz nach den Niederlanden, wo er auf dessen Fürsprache Edelknabe des GrafenErnst Kasimir von Nassau-Dietz wurde. 1597 nöthigte ihn Krankheit, in die Heimathzurückzukehren. Nach seiner Genesung trat er bis zum Jahre 1598 wiederum alsEdelknabe in den Dienst des Herzogs Johann d. J. von Schleswig-Holstein, dem Bruderdes verstorbenen Königs Friedrich II. von Dänemark.
Mit dem Beginn seiner militairischen Laufbahn im Jahre 1601 trat er als Volontairmit 6 Pferden in das Regiment des Obersten Wobersnau, diente mit seinem Vater imfolgenden Jahre als Fähnrich in Ungarn unter den vom Herzog Heinrich Juliusvon Braunschweig gegen die Türken entsandten Truppen und brachte von dort eineFahne mit, welche sich noch lange nachher in der Kirche zu Wake an der linken Seitedes Altars befand. 1603 stand er bei dem Erzbischof Johann Adam von Mainz als Iiof-und Kammerjunker in Dienst; 1604 als spanischer Fähnrich im Regiment des GrafenChristoph von Emden und in der Compagnie des Hauptmanns Holzapfel bei der Einnahmeder von den Niederländern hartnäckig vertheidigten Festung Ostende (20. Septbr.) durchden Genueser Ambrosius Spinola. Als 1606 sein Vater ein Regiment Infanterie in derStärke von 3000 Mann warb und es dem Könige von Spanien zuführte, trat Georg alsHauptmann in dasselbe ein und blieb darin bis zu dessen Auflösung. Ein Schaden amSchenkel zwang ihn später, zwei Jahre in der Heimath zu verweilen. Nach erfolgterGenesung nahm er wieder Dienste unter dem Grafen Philipp von Mansfeld in demKriege Herzogs Friedrich Ulrich von Wolfenbüttel gegen die Stadt Braunschweig, ')welcher, da dem Herzoge die Einnahme der Stadt nicht gelang, in dem Frieden
>) Als Mansfeld's Regiment, am 10. Oct,br. 1615 vor Braunschweig gemustert wurde, war dieCompagnie Georg's v. U. 284 Mann stark. (Musterrolle im Staatsarchive zu Hannover.)
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