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In Jobst's Schlafstube: 1 Werklade, 8 Gläser mit Branntwein, 1 Tisch, 1 Leuchter,2 Bettstellen, 3 Betten, 3 Pfühle, 6 grosse Kissen etc.
Auf der vorderen Kammer: 1 Bettstelle, 2 Betten, 1 Pfühl, 1 Eimer etc. Daselbstin einer grossen Kiste: 6 Paar Alltags-Laken, 7 Alltags-Tischtücher, 15 Alltags-Hand-tücher, 7 Alltags - Kissebühren, 1 schwarzseidener gefütterter Frauenmantel.
Auf der neuen Kammer: 2 Bettstellen, 6 Betten, 2 Pfühle etc. In einer rothenKiste: 15 Paar grosse Laken, 3 Kinderpelze, 1 Sammtmantel, 1 tuchener Frauenmantel,
1 leinener Kittel, 7 drellene Tischtücher, 1 Atlaskissen etc.
Eine schwarze Kiste mit Sachen der Jungfrauen Agnes und Magdalene von Uslar.
Auf der kleinen (heizbaren) Stube: 12 Teller, 25 Becken, 5 kleine Teller,7 Kannen, 1 Ausguss, 1 Flasche, alles von Zinn, 3 Blechflaschen, 5 Messingleuchter,
2 Zinnleuchter, 2 grosse, 2 kleine Handbecken, 1 kleiner Mörser, 2 Durchschläge, 1 Crucifixin Glas, 1 Handfass von Zinn.
Auf der Gastkammer: 3 Bettstellen, 8 Betten, 6 grosse Pfühle, 3 Paar Laken.In einer rothen Kiste: 9 Stuhlkissen, 1 Wagenpfühl, 1 Bankpfühl, 4 wollene Decken etc.;eine beschlagene Kiste mit Uslar'schem Siegel und Urkunden; eine schwarze Kiste, derverstorbenen unrechten Tochter Jobst's gehörig, 1 Becken vor dem Bette, 1 Kleider-schrank, worin 1 rother hänfener Frauen-Ueberrock, 1 schwarzsammtener Frauen-Ueber-rock, sowie mehrere schwarze und braune Damaströcke, 1 schwarzseidene Schürze,1 gefütterter Damastmantel, 1 Damastjacke, 1 schwarzer Damastrock, Jobst gehörig,1 schwarzer Zwillichrock, 1 schwarzer Reitrock von Tuch, 1 schwarzsammtenes Wams,1 Paar braune Hosen, 1 Hut.
In der Küche: 4 grosse und kleine Kessel, 3 eiserne, 3 kupferne Töpfe, 1 Messing-und 1 Kupfer-Tiegel, 1 Durchschlag, l Mörser, 2 Kesselhaken, 2 Bratpfannen, 3 Hacke-messer, 2 Pfannen, 4 Kellen, 1 Küchenschrank, Bänke etc.
In der unteren Stube: 2 Kontortische, 1 kleine Bettstelle, 1 Bett, 1 Pfühl, 1 PaarLaken, Stühle etc. In einem kleinen Wandschranke: 2 silberne Becher, 12 silberne Löffel.
Im Keller: 4 Fass Bier, 4 leere Fässer, 1 Brotkiste, 2 Tiegel.
Im Brauhause: 1 Braupfanne, 4 grosse und 4 kleine Becken.
Im Backhause: 1 Kessel.
Auf dem Hofe: 1 Pflug mit Zubehör, 1 beschlagener Wagen, 1 Rollwagen,1 Blockwagen etc.
In der Scheune: Der im laufenden Jahre geerntete Roggen, Hafer und Weizenexcl. Aussaat.
Unter dem Inventarium ist der in das Eigenthum der Frau des Heinrich vonWesternhagen übergegangene Nachlass der verstorbenen Gemahlin des Jobst v. U. be-merkt, wie folgt: 1 Wagen mit 4 beschlagenen Rädern hat Heinrich von Westernhagenbekommen; 2 Betten und 2 Pfühle, 2 Paar Laken, 3 Kissen, 5 zinnerne Becken, 1 Leuchter,1 Handbecken; 9 Goldstücke, welche Jobst v. U. versetzt hatte, sind von Heinrichvon Westernhagen und Frau vom Dechanten zu Heiligenstadt eingelöst; 1 mit Perlenbelegte Haube hat dieselbe Frau von Westernhagen noch im Besitz; 1 goldenes Kleinodmit dicken Steinen und 1 Koller mit Borten ist Heinrichs von Westernhagen Kind vermacht.
99. Margarethe, geb. 1508 (?), venu, mit Johann von Münchhausen zuHaddenhausen.
Ludolf, Stammvater der Ludolf'sehen Linie, siehe unten Nr. 110. (Stamm-tafel II.)
100. Hans VIII. Geb. 1511 (?). 1541 — 1556. Ein Charakterbild dieses Hanszu entwerfen, fehlt es an Nachrichten, welche eine Grundlage darbieten könnten.
Wahrscheinlich wurde er im Jahre 1511 geboren; in diesem Jahre sandte derRath zu Göttingen seinem Vater zwei Fass Bier zur Kindtaufe. (Reg. 873.) Als erwachsenbegegnet uns Hans an der Seite seines Bruders, des Seniors Christoph, in den Jahrenvon 1541 — 1556 bei fünf schon bekannten Belehnungen u. s. w. Ausserdem findetsich sein Name mit denen seiner Brüder in der am 20. Februar 1545 abgegebenenErklärung, dass sie den Landgrafen von Hessen nicht zu ihrem Schutzfürsten gewählthätten (Reg. 939), und wahrscheinlich war Hans auch am 4. Juni d. J. mit in Mündenvor der herzoglichen Canzlei zu dem in Reg. 941 angegebenen Zwecke. Die einzigevon ihm bekannte selbständige Handlung (Reg. 950) überliefert uns zugleich denNamen Anna als den seiner Gemahlin, die eine geborene von Weverstedt war.