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1 (1888) [Hauptbd.]
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vertrag besiegelnd, welchen die in Reg. 793 genannten geistlichen und weltlichenFürsten auf 20 Jahre schlössen als Folge der kriegerischen Verwickelungen, in welchedas Stift Hildesheim seit 1471 durch die von zwei mächtigen Nebenbuhlern') bekämpfteWahl des Bischofs Henning (von Haus) gerathen war.

Noch in demselben Jahre (Decbr. 1473) starb Herzog Heinrich der Friedfertigevon Wolfenbüttel und sein schon 73 Jahre alter Bruder, Herzog Wilhelm d. Aelt., über-nahm wieder die Regierung des braunschweigischen Landes. In seiner Begleitungtreffen wir Dietrich am ersten Tage des neuen Jahres (1474) in Schöningen, wo er dieder Stadt vom Herzog bestätigten Privilegien mit bezeugt. (Reg. 794.) Im folgendenJahre ist uns Dietrich nur aus einem in Reg. 796 angedeuteten Schreiben bekannt.Genau ein Jahr später (October 1476) nahm er als Mitglied der hessischen Ritterschaftan einem der Kriegszüge Theil, welche der nach Absetzung des Erzbischofs Ruprechtvon Cöln zum Administrator der Erzdiöcese gewählte, als dortiger Domherr und Präten-dent auf den bischöflichen Stuhl zu Hildesheim vom Jahre 14-71 her uns schon be-kannte Landgraf Hermann von Hessen in den Jahren von 1474 bis 1476 vor die StadtVolkmarsen führte. (Reg. 797.) Das Nähere über diese Züge wird auf Seite 86 nach-zulesen sein. Im Jahre 1478 bestätigte Herzog Wilhelm d. J. von Braunschweig,welchem schon 1473 Göttingen von seinem Vater zur Verwaltung überlassen war, demKloster Reinhausen die von seinen Vorfahren ertheilte Befreiung von Vogtei-Dienstenfür das dem Kloster gehörende Vorwerk zu Klein-Schneen. Bei dieser Handlung warDietrich v. U. als Zeuge zugegen. (Reg. 801.)

Um diese Zeit waren Streitigkeiten zwischen Dietrich von Uslar auf Altengleichen welchem sich ohne Zweifel seine Vettern und Mitinhaber dieses Schlosses werdenangeschlossen haben und dem hessischen Pfandbesitzer von Neuengleichen, Heinrichvon Bodenhausen, ausgebrochen. Zunächst waren die Parteien gelegentlich einer Pfändungüber die Dienste und Pflichten, welche die Eingesessenen des ihnen verpfändeten DorfesSieboldshausen zu leisten hatten, in Zwistigkeiten gerathen. Diese schlichtete LandgrafHeinrich III. von Hessen am 13. Februar 1478. (Reg. 802.) Hieraus entspannen sichDifferenzen ernsterer Art zwischen den genannten Besitzern über die Gerechtigkeitenund Zubehörungen an dem einen und dem andern Schlosse Gleichen in den DörfernGelliehausen, Benniehausen, Wöllmarshausen, Bremke, Sterteshagen, Appenrode, demDeichlande und anderen um die Gleichen gelegenen Ländereien. Zur Entscheidung desStreites wurden von den braunschweigischen Herzögen Wilhelm d. Aelt. und seinenSöhnen Wilhelm d. J. und Friedrich dem Unruhigen der Domherr zu Hildesheim, Gevertvon Hardenberg, und der Ritter Tile von Kerstlingerode nach den Gleichen entsandt.Ebendahin begaben sich auch als Räthe des Landgrafen Heinrich III. von Hessen undder Söhne des verstorbenen Landgrafen Ludwig II: der Landvogt an derWerra, Ravenvon Boyneburg gen. von Hanstein, Philipp von Hunoldshausen und der Amtmann zuSpangenberg, Hans von Boyneburg. Dort forderten sie die ältesten Männer der Umgegendund aus den genannten Dörfern vor sich, und diese bezeugten am 28. April 1478 dasResultat ihrer eidlichen Vernehmung in Gegenwart der Freunde beider Parteien: Hansvon Hanstein, Jürgen von Buttlar, Friedrich von Linsingen und Heise von Kerstlingerode,dahin, dass drei Theile von jenen Dörfern und Stücken zum alten Hause, der vierteTheil zum neuen Hause Gleichen gehöre. (Reg. 803; auch S 39.) Vertreter Dietrich'sv. U. bei diesem Akte war anscheinend Friedrich von Linsingen, welcher als Gegendienstam 7. August desselben Jahres seinen Freund Dietrich bat, er möge sich mit seinemSchwager Hans von Grone gegen seinen anderen Schwager Güntzel von Grone d. J.für 200 Gulden verbürgen. (Reg. 804.)

Aus dem Jahre 1478 bezeugt ferner Reg. 805 Dietrich's Gegenwart bei einer vomHerzog Wilhelm d. J. von Braunschweig vollzogenen Friedensstiftung zwischen HeinrichWlome und den von Niehaus, welche wegen einiger von Uslar'scher Lehngüter, be-sonders wegen eines Baumgartens vor Uslar in Streit gerathen waren.

Bei den Unruhen, welche die Anmassungen des seit 17. Juni 1465 2 ) zum mainzischenOberamtmann (Provisor) des Eichsfeldes auf Lebenszeit ernannten Grafen Heinrich XXX.von Schwarzburg im Jahre 1478 hervorriefen, 3 ) war Dietrich v. U. auf der Seite des

0 Es waren der Landgraf Hermann von Hessen, Domherr zu Cöln und Propst zu Aachen, undspäter Balthasar, Herzog von Mecklenburg. Vgl. Lüntzel, Gesch. d. Diöc. u. Stadt Hildesheim, II, S. 465;O. v. Heinemann, 1. c., II, S. 210. 2 ) Gudenus, Cod. dipl. Mog., I, S. 980. 3) Vollständig bei Jaeger,Urkb. der Stadt Duderstadt (1886), S. 352 u. ff.; insbes. S. 354, 369. Oder in des Verfassers Separat-