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1 (1888) [Hauptbd.]
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Landgrafen Ludwig I. (den Friedfertigen) von Hessen (Reg. 695) das Siegel auf. Nachkaum einem weiteren Monate gelangte auch das von dem verstorbenen Ernst XII. v. U.an die Brüder gefallene Achtel von Altengleichen durch Kauf an den Landgrafen.(Reg. 696.) Dann beeilte sich Hans auch darin seinem Bruder gleichend die soerworbenen Kaufgelder der Kirche zukommen zu lassen und begab sich noch in demselbenJahre und jedenfalls früher wie sein Bruder, als resignatus (Conventual) in das seit 1409in ein Augustiner - Chorherrnstift verwandelte frühere Canonessen-Frauenstift Bödeken(jetzt Wewelsburg) bei Paderborn. J ) Die Quelle, welcher wir diese Nachricht entnehmen(Reg. 697), lässt keinen Zweifel darüber, dass unser Hans gemeint ist, denn sie nenntihn militaris 2 ) und setzt ihn ausserdem durch die beigefügte Bezeichnungjunior" inGegensatz zu seinem noch lebenden Vetter Hans V. den Aelteren. Auch das Be-kenntniss, welches Hans als Laienbruder dieses Klosters abzulegen hatte, ist uns inReg. 697 aufbewahrt. Lange jedoch kann er dort nicht geblieben sein, denn schon dasfolgende Jahr (1452) sieht ihn mit seinem Bruder bei gemeinsamen, weitere Veräusserungenihres Besitzes bezweckenden Handlungen, die bis in das Jahr 1454 (Reg. 722) hineinreichen. Nur einmal erscheint er innerhalb dieses Zeitraums ohne den Bruder. Land-graf Ludwig I. von Hessen war mit 2000 Gulden Hauptgeld und 100 Gulden jährlicherZinse sein Schuldner geworden, sei es durch eine neue Anleihe oder durch nicht vollgeleistete Zahlung des Kaufpreises auf Neuengleichen, und forderte nun am 17. October1452 von der Stadt Spangenberg Bürgschaft für diese Summen. (R.eg. 705 a.)

Bald nach dem Verkaufe Mackenrodes (10. Febr. 1454), den die Brüder anscheinendnoch auf Neuengleichen vollzogen (Reg. 722), rnuss Hans VII. seinem Bruder in dasKloster Reinhausen gefolgt sein, da wir mit Ausnahme der hier nicht in Betrachtkommenden Urkunden von 1455 (Reg. 729), worin eine der vielen brüderlichen Schen-kungen bestätigt wurde, bis zum Jahre 1458 nichts von ihm hören. Im Juni d. J. wirdder frühere Knappe Hans VII. zuerst als Conventual des dortigen Klosters urkundlichgenannt, und zwar als Theilnehmer bei den im Kloster Hilwartshausen geführten Ver-gleichs-Verhandlungen wegen Belehnung des Canonicus am Marienstifte zu Erfurt, ConradMoer 3 ) und des Heinrich von Kirchberg mit Gütern zu Friedland, Barlissen und Reifen-hausen (Reg. 740), auf welche die Genannten bereits im Jahre 1455 als nächste Erbendes verstorbenen Berk! von Rengelrode Anspruch erhoben hatten. (Reg. 730.) Derneue Klosterbruder vollzog sodann am 13. Juli 1460 mit seinem Bruder Ernst XIV. undbeider Vetter Hans V. (d. Aelteren), der schon lange dem Kloster angehörte und wohlals die Triebfeder der beklagenswerthen Verkäufe seiner Vettern anzusehen ist, dieStiftungsurkunde für das hart am Kloster zu Reinhausen von ihnen erbaute und mitfürstlicher Freigebigkeit dotirte Hospital und Siechenhaus. (Reg. 746.) Die Regg. 748,756 erwähnen Hans und seinen Bruder, Reg. 781 nennt ihn ohne den Letzteren, woraufdie Urkunden von 1466 (Reg. 782) und von 1468 (Reg. 788), deren erstgenannte dieBrüder ausdrücklichdonati" (Laienbrüder) in Reinhausen nennt, die Reihe der Docu-mente beschliessen, in welchen uns Hans VII. handelnd entgegen tritt.

Direkte Erben hat er nicht hinterlassen. Da sich über die Zeit seines Ablebensnichts ermitteln lässt, so bleibt es ungewiss, ob er oder sein Bruder Ernst als Letzterdes Stammes auf Neuengleichen zuerst in das Grab sank, dessen Stätte wir im KlosterReinhausen zu suchen haben. (Reg. 689.)

83. Borcliard. 14311451. Wir wollen hier den Inhalt der zahlreichen Ur-kunden nicht wiederholen, in denen wir diesen jüngsten Sohn Hans VI. mit seinenBrüdern gemeinschaftlich handelnd haben auftreten sehen. Noch minorenn wird er mitallen Brüdern in dem Burgfriedens - Vertrage von 1431 (Reg. 562) zuerst genannt.Dann geht er bis zum Verschwinden seines Bruders Otto III. aus den Urkunden, alsobis 1437 (Reg. 609), ausnahmslos mit diesem zusammen, um sich dann bei allenferneren Handlungen bis zu seinem Tode fast eben so eng an seinen Bruder Hans VII.anzuschliessen. Von 1437 bis 1441 erfahren wir von Borchard, wie von Hans VII.überhaupt nichts. Erst am 10. Februar des letztgenannten Jahres treffen wir die Brüderin Reg. 627 wieder, folgen ihnen in die Fehde dieses Jahres gegen Nordhausen (Reg. 632),

') Bessen, Gesch. des Bisthums Paderdorn, I, S. 26S; Zeitschr. f. vaterl. Gesch. u. Alierthumsk.,Bd. 44, Abth. II, S. 77. 2) GewöhnlichRitter", doch nach mannigfachen Beweisen auch identisch mitKnappe" (Zeitschr. des Harz-Vereins, 1879, S. 552), als welchen die Regg. G48, 677, 693, 698 u. s. w.ihn kennen. 3 ) Vgl. über ihn Wolf, eichsfeld. Kirchengesch., S. 138. Als Pfarrer in Duderstadt bekanntvon 14431154. (Jaeger, Duderstadt gegen Ende des Mittelalters, S. 33, 36.)