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1 (1888) [Hauptbd.]
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und der Letzte seines Geschlechts, Palma von Uslar. Nach dem Tode beider soll dannSuterode (Paderbornisches Lehn) an die Junker von Uslar auf den Gleichen gekommensein. Da nun urkundlich erwiesen ist, dass Ernst XIV. v. U. im Jahre 1445 das bisdahin in unserer Familie ganz unbekannte Dorf Suterode verpfändet (Reg. 666) undLeuckfeld ') ebendenselben Ernst für den ersten Uslar'schen Erwerber des Dorfes hält,so mag Letzner's Erzählung in diesem Falle richtig sein. Palma v. U. würde danachals Schwester der Brüder Ernst XIII. und Hans VI. auf Neuengleichen oder als desLetzteren Tochter anzusetzen sein.

X. Generation.

74. Hilborch. 1455. Sie hatte den geistlichen Stand im Augustiner-Nonnen-kloster Hilwartshausen gewählt, wo sie als Conventualin im Jahre 1455 (Reg. 728)erwähnt wird.

Ueber die Zeit ihrer Aufnahme in die Gemeinschaft des Klosters, wie über ihreweitere Laufbahn erhalten wir eben so wenig Auskunft, wie über ihre genealogischeVerbindung mit unserer Familie.

75. Hildebrand VIII. 1407. Als Sohn des Knappen Dietrich II. v. U. nenntihn eine Urfehde vom 10. August 1407 mit dem Hinzufügen, dass er diese beschwörensollte, wenn er das zwölfte Jahr erreicht haben würde. (Reg. 445.)

Da er nicht ferner bekannt ist, so muss er früh gestorben sein.

76. Diedricli III. 14071419. Nicht viel mehr erfahren wir von ihm, alsdass er der Bruder Hildebrand's VIII. war. Wie dieser, so sollte auch er die Urfehdevon 1407 (Reg. 445) erst dann beschwören, wenn er zwölf Jahre alt sein würde. ImJahre 1419 erwähnt seiner nochmals die in Reg. 496 gegebene Notiz. Dann ver-schwindet er für uns, sei es, dass er bald gestorben, oder sich in den geistlichen Standbegeben hat.

77. Otto II. 1404 (?), 1410. Sein Name deutet darauf hin, dass er ein Sohndes Knappen Otto I. v. U. war, dessen Kinder im Jahre 1404 (Reg. 429) unter derVormundschaft der Brüder des verstorbenen Otto I. stehend, genannt werden. Wahr-scheinlich haben wir in ihm auch den Otto v. U. zu erkennen, welcher im Jahre 1410auf der Universität Erfurt immatriculirt wurde. (Reg. 456.) Ob er später in den geist-lichen Stand trat oder in jungen Jahren starb, lässt sich nicht feststellen.

78. Thile IV. 14071419. Er war sicher ein Sohn Ottos I. v. U., nachdessen 1403 erfolgtem Tode seine Brüder Dietrich II., Knappe, und Hildebrand VI.,Domherr, sogleich die Vormundschaft über die minorennen Kinder übernahmen. (Reg. 429.)In der Urfehdeschwörung von 1407 für den Herzog Otto (cocles) und die Stadt Göttingenwird Thile (IV.) als des seligen Otto's (I.) Sohn bestimmt genannt, besiegelt auch schondie Urkunde. (Reg. 445.) Im Verlaufe des Krieges gegen die braunschweigischenHerzöge (siehe S. 73) trat Thile IV. am 25. Januar 1419 mit sechs Pferden und Knechten,die er auf eigene Kosten auf seinem Hause (Alten-) Gleichen zu halten sich verpflichtet,in die Bestallung des Grafen Heinrich XXVI. (des Streitbaren) von Schwarzburg, derihn bezüglich allen Schadens nach Erkenntniss Ernst's XIII. v. U. und Heinrich'svon Germar schadlos zu halten versprach. Ausserdem erhielt er aus der gräflichenKammer zu Sondershausen jährlich 20 Rhein. Gulden. (Regg. 493, 494.) Erst am21. Mai oder 3. Juni des folgenden Jahres wurde che Fehde durch Sühne beendet. Daaber Thile nicht in diese aufgenommen wurde, so wird unsere Quelle (Reg. 494) darinRecht haben, dass er während der Fehde gestorben oder in einem der zahlreichenScharmützel gefallen ist. Diese Ansicht wird noch durch sein Verschwinden aus denUrkunden verstärkt. Keinenfalls starb er aber vor dem 16. November 1419, weil einein Reg. 496 gegebene Notiz ihn noch an diesem Tage nennt.

79. Guda. (Goyde.) 1464 1468 (1493?). In diesen Jahren erscheint imNonnenkloster zu Höckelheim bei Northeim, Cisterzienser-Ordens, Guda von Uslar alsConventualin. Sie war die einzige Tochter Ernst's XII. auf Altengleichen (Reg. 790v. J. 14-68) und wird eine gelehrte und andächtige Klosterjungfrau genannt. (Reg. 780.)

') Antiq. Katlenburg., S. 57.