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Thüringen und den Grafen Heinrich XXY1. (dem Streitbaren) von Schwarzburg, Bothozu Stolberg und Heinrich von Hohnstein schloss, durch welchen er sich verpflichtete,den genannten Fürsten und Herren mit seinem Schlosse Altengleichen gegen ein Dienst-geld von 100 Rh. Gulden zu dienen und es ihnen jederzeit zu öffnen," so geschah dieswohl schwerlich zur unmittelbaren Befehdung des (unbekannten) Gegners, sondern an-scheinend vornehmlich zum Schutze der Gebiete von Heringen, Erfurt, Mühlhausen undNordhausen, die unter der herrschenden Hussitennoth vor den Angriffen der Burg-herren auf den Gleichen sicher gestellt werden sollten. (Siehe S. 78.)
Hermann's letzte Spuren finden sich in den Regg. 582, 585 und in der Einigungvom 26. Juni 1435, welche mit Zustimmung des Herzogs Otto (cocles) kurz vor dessenNiederlegung der Regierung den Adel und die Städte des Göttingischen Landes zumZweck der Erhaltung des Landfriedens und der Vertheidigung des Eigenthums auf dreiJahre verband. (Reg. 592.) Bald nachher, jedenfalls vor dem 3. Februar 1437, musser gestorben sein, weil sein Sohn Wedekind an diesem Tage vom Herzog Otto, indessen Namen ferner noch Lehnbriefe ausgefertigt wurden, als Aeltester belehnt wird.(Reg. 603.) Als verstorben nennt ihn zuerst der mainzische Lehnbrief von 144-0.(Reg. 624.)
Wo er sein Begräbniss gefunden, ist eben so unbekannt, wie das Geschlecht,welchem seine uns aus Urkunden von 1422 (Reg. 509) und 1426 (Reg. 527) bekannteGemahlin Richardis entspross.
70. Margarethe. 1418. Als Schwester des Knappen Hermann XIII. v. U. istMargarethe nur in einer Urkunde von 1418 bekannt, die sie als Gemahlin eines Herrnvon Saldern nennt. (Reg. 490.) Dieser mag mit dem Ritter Gebhard von Saldernidentisch sein, der mit dem Vater Margarethens im Jahre 1370 dem Turniere in Göttingenbeiwohnte. (Reg. 294.)
71. Anna. 1434-, Ueber ihren Zusammenhang mit unserer Familie kann Gewissesnicht beigebracht werden. Möglich, dass auch sie eine Schwester Hermann's XIII. war,weil wir ihn und seine Söhne im Besitze von Gütern bei Eschwege kennen lernen(Regg. 4-66, 527, 819), wo Anna im Jahre 1434 als Küsterin des zum Orden derBenedictinerinnen gehörenden Cyriacusstifts urkundlich bezeugt wird. (Reg. 587.) Fürdiese Auffassung spricht noch die von Hermann's Vater und Oheim im Jahre 1372 voll-zogene Schenkung der Capelle nebst Patronatrecht in dem jetzt wüsten, bei Eschwegegelegenen Dorfe Staufenbühl an das Wilhelmitenkloster zu Witzenhausen (Reg. 301),sowie deren sonstiger aus Reg. 378 dort bekannter Grundbesitz.
Ueber Anna's Lebensumstände hat sich nur ermitteln lassen, dass ihr als Küsterinjenes Stifts insbesondere die Verwaltung des Kirchen- und Küstereivermögens, die Be-sorgung und Verrechnung der Anniversarien, sowie allerlei gottesdienstliche Verrichtungenoblagen. Auch musste sie drei oder vier Mal jährlich an hohen Festen durch dieStrassen der Stadt ziehen und mit Weihwasser die Menschen, Häuser und Sachen be-sprengen, wofür sie aus jedem Hause Weissbrod, Würste, Eier, Geld etc. erhielt. Sieführte ein eigenes Siegel.')
72. Adelheid. 14-39. Unsere Kenntniss über diese Alheid (Adelheid) v. U.beschränkt sich lediglich auf die uns durch Reg. 618 überkommene Kunde, dass sie imJahre 14-39 als Wittwe des Hans von Harstal lebte, dessen Söhne am 24. März d. J.ein Leibgedinge für sie vom Landgrafen Friedrich d. J. von Thüringen erwirkten.Ernst XIV. v. U. wurde (in der Urkunde) zu einem ihrer Vormünder bestellt. Darauslässt sich — freilich mit nur geringer Wahrscheinlichkeit — folgern, dass sie eineSchwester der neuengleichen'schen Brüder Ernst XIII. und Hans VI. gewesen sein kann.
73. Palum. (Vor 14-45.) Die einzige noch dazu undatirte Angabe, welche überdiese Persönlichkeit auf uns gekommen ist, verdanken wir dem sonst zuverlässigen PastorMax (Reg. 662), der aber in diesem Falle dem ganz unkritischen Letzner nachgeschriebenzu haben scheint. — Unter Voraussetzung der Richtigkeit der von Letzterem aufgestelltenGenealogie der von Hoye 2 ) (die Letzner mit denen von Elvershausen und Suterodeidentificirt, während sie, wie die Kegel, wahrscheinlich sämmtlich Zweige der gruben-hagen'schen Familie von Susa waren) heirathete Johann von Suterode, Dietrich's Sohn
P Schmincke, Gesch. der Stadt Eschwege, S. 77. — 2 ) In: Zeitschr. des hist. V. f. Nieders.,1S53, S. 1S1, 1S2.