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Ritterschaft gegen die Städter im Jahre 1387 gedrängt wurde. Durch Sendung seinesFehdebriefes an die Stadt trat Hermann XIII. mit seinen Knechten Gurd Heddenliausen,Bertold Okeneberg und Lippold von Elvershausen am 5. Mai d. J. auf des HerzogsSeite (Reg. 353) und kämpfte — falls er nicht zu den Mannen des Herzogs gehörte,welche mit diesem am 15. Juli das Belagerungsheer vor Göttingen verliessen — gegenseinen Vetter, den Stadthauptmann Ritter Ernst IX. v. U., unter dessen Führung dieGöttinger am 22. Juli ausfielen und auf den Streitäckern bei Rostorf über die zurück-gelassene Schaar der Herzoglichen einen glänzenden Sieg erfochten. (Reg. 356.)
Die harten Erfahrungen der letzten Jahre und die merkliche Abnahme seinerKörperkraft geboten von jetzt an dem Herzog Otto d. Quadern, das Raubwesen nichtlänger zu begünstigen. So kam im Jahre 1389 ein Bündniss des göttingischen Adels zugegenseitigem Frieden und Beistand auf fünf Jahre zu Stande, welchem auch der KnappeHermann XIII. beitrat. (Reg. 358.) Demnach haben wir aus dem Jahre 1390 nurWerke des Friedens zu verzeichnen. Differenzen, welche zwischen Hermann und demPrior und Gonvent des Wilhelmiten-Klosters zu Witzenhausen über die von ihm undseinen Eltern dem Kloster verliehenen Güter entstanden waren (vgl. Regg. 297, 301),wurden am 25. Juli d. J. durch die vormaligen Aebte Heiso (III.) von Uslar zu Rein-hausen und Günther von Roringen zu Bursfelde etc verglichen (Reg. 362), worüberHermann vier Jahre später, am 22. Juli 1394, noch eine besondere Urkunde ausstellte.(Reg. 378.) Ferner wurde er am 7. September 1390 Mitstifter der Capelle auf Alten-gleichen. (Reg. 364.)
Um diese Zeit (die Urkunde ist nicht datirt) beschwerte sich der Edelherr Heinrichvon Homburg bei vielen in Reg. 368 genannten Fürsten, Edelleuten und Städten, auchbei den Brüdern Werner, Ernst IX. und Hans IV. v. U. darüber, dass Hermann XIII. v. U.ihn seit längerer Zeit ohne rechte Veranlassung feindlich verfolge, in Folge dessen kürzlichbeinahe der kleine Bode v. U., Hermann's XIII. Sohn, gefangen genommen sei. Daraufhabe Hermann dem homburgischen Vogte Roper einen Brief geschrieben, in welchemer den Edelherrn beleidigt und einen heimtückischen Hurenschalk genannt, ihn auchmehrerer Meineide beschuldigt habe. Der Edelherr bat nun die Empfänger diesesSchreibens, den Hermann v. U., dem er nie Ehre und Recht verweigert, zu bestimmen,dass er wegen solcher Lügen Genugthuung gebe; sonst müsse er dieser grossen Bosheithalber so gegen ihn verfahren, wie man von Rechts wegen gegen einen solchen Mannzu verfahren habe. (Reg. 368.)
Die Ohnmacht gegenseitiger Friedensbündnisse des Adels zeigte sich, wie in diesensturmbewegten Zeiten nicht anders zu erwarten war, auch an der im Jahre 1389 zugegenseitiger Eintracht geschlossenen Adelsverbindung, welcher, wie wir gesehen haben,neben zahlreichen Uslar auch Hermann XIII. angehörte. Ihre auf fünf Jahre vereinbarteGültigkeit war noch lange nicht abgelaufen, als sämmtliche Uslar'sche Genossen jenesBundes und andere (in Reg. 370 aufgeführte) Familienmitglieder in Fehde geriethen mitdem Ritter Heinrich von Hardenberg und dessen Sohn Dietrich, die sich am 29. September1391 mit dem Rathe zu Duderstadt gegen die Uslar und deren Mitbesitzer an beidenSchlössern Gleichen — welche auch Feinde des Erzbischofs Conrad II. von Mainz ge-nannt werden, — auf 12 Jahre verbanden. Das Nähere über die anscheinend baldbeendete Fehde ist auf Seite 64 nachzulesen.
Am ersten Tage des Jahres 1398 bildete sich, mit dem neuen Regenten desGöttinger Landes an der Spitze, abermals eine Verbindung des Adels und einiger Städteauf fünf Jahre zur Förderung des Friedens unter einander, welche wiederum den KnappenHermann XIII. v. U. und wohl seine sämmtlichen Vettern zu ihren Mitgliedern zählte.(Reg. 393.) Auch diesem Friedensbunde folgte schon im folgenden Jahre eine Fehde,die aber diesmal nicht Mitgliedern des Bundes, sondern den Herren von Hanstein aufdem Hause Hanstein galt. (Siehe S. 65.) Zur wirksamen Bekämpfung derselben ver-banden sich am 25. Juli 1399 die Grafen von Hohnstein, der Ritter Ordemar vonBodenhausen und die Mitglieder jenes Friedensbundes: Edelherr Gottschalk d. J. vonPlesse und der Knappe Hermann XIII. v. U. (Reg. 401.) Ursache und Verlauf derFehde sind unbekannt.
Der im Herbst d. J. zwischen den Uslar auf beiden Schlössern Gleichen und denvon Kerstlingerode errichtete Burgfrieden zählt Hermann XIII. unter seinen Theilnehmern.(Reg. 404.) Am 26. März 1402 empfing er und seine Vettern von dem Herzog Otto(cocles) von Braunschweig die Belehnung mit dem Schlosse Altengleichen. (Reg. 420.)