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theidigen, verwahren und bewachen, den Acker bestellen, die Frucht aber nicht erntensollte, dass er die braunschweigischen Lande nicht daraus beschädige oder angreife,und endlich, dass er dem Landgrafen das Schloss nebst allem Hausgeräth und Zubehörjederzeit auf dessen Erfordern wieder übergebe. Der hierüber von Dietrich v. U. demLandgrafen ausgefertigte Revers ist vom 8. Mai 1406 datirt. (Reg. 442.)
Am 25. Juli des nächstfolgenden Jahres erschlug der Knappe Dietrich II. mit seinenin der Urkunde genannten Knechten auf der Strasse zu Göttingen aus unbekannterVeranlassung den Hermann Grynpenstein. Der Rath verhaftete die Thäter, und diese,nachdem sie sich, anscheinend durch Zahlung einer Summe Geldes, mit dem Vater desErschlagenen verglichen hatten, söhnten sich mit dem Herzog Otto (cocles), und aufdessen Fürsprache auch mit der Stadt aus und gelobten am 10. August Urfehde. (Reg. 445.)
Für sein, seiner Eltern, seines Bruders Otto, seines Vetters Hermann XII. undseiner Vorfahren Seelenheil stiftete Dietrich 1408 am heiligen Kreuz-Altar der Capellezu Bettenrode wöchentliche Seelenmessen und schenkte dazu dem Kloster Reinhauseneinen Ferding aus der Benniehäuser Mühle und einen Ferding aus zwei Hufen Landesvor Wöllmarshausen. (Reg. 447.)
Zu den Herren von Hardenberg zeigen sich im Jahre 1409 nähere Beziehungen.Am 21. Januar bürgte Dietrich II. für den Ritter Heinrich und den Knappen Dietrich,Vater und Sohn (Reg. 450), und am 15. December lässt die kaum leserliche Nachschrifteiner Hardenbergischen Theilungs-Urkunde erkennen, dass Dietrich's v. U. Gemahlin einegeborene von Hardenberg war, und dass er von den beiden Ausstellern der Urkundeauf seinen ihm zugesagten Brautschatz noch je 200 Gulden zu fordern hatte. (Regg. 453,478.) Zur Schlichtung einer Differenz mit Hermann Giseler wegen Mackenrode unddas Mackenroder Holz rief Dietrich im Jahre 1414 die Hülfe des Göttinger Stadtrathesan. (Reg. 469.) Einen Vergleich des Abts Dietrich von Helmershausen mit dem Erz-bischof von Cöln, Dietrich (von Moers), bezeugte im Jahre 1415 u. a. der KnappeDietrich v. U. (Reg. 474.)
Um diese Zeit erneuerte Dietrich II. die frühere Verbindung mit dem KlosterHilwartshausen, dessen Vogt er jetzt genannt wird. (Reg. 476.) Das Kloster, seit1. November 1234 im Besitze von Diemarden, 1 ) hatte am 30. März 1409 den Göttingern,welche auf Grund einer vom Herzog Otto den Quaden am 19. Juni 1380 erworbenenBerechtigung zur Anlage von Landwehren, Warten, Bergfrieden (Thürme) etc. 2 ) ihreStadt mehr gegen Ueberfälle streifender Reiter zu sichern strebten, die Erlaubniss zurErbauung einer Warte auf dem Diemarder Berge ertheilt. 3 ) Bald nachher wurde dieseErlaubniss auf die Anlegung einer Landwehr in den Feldmarken Diemarden und Geismarausgedehnt, wozu Dietrich II. v. U. als Pfandinhaber der Gerichte und der Vogtei zuGeismar und Diemarden am 4. April 1415 seine Einwilligung gab. (Reg. 475.) 4 )
Die Verwickelungen, in welche Dietrich's Bruder Hildebrand VI., Domherr zuPaderborn, und viele dortige Geistliche zuerst im Jahre 1412, dann im folgenden Jahrenach erfolgtem Beitritt des Domcapitels und der vier Hauptstädte unter Führung desEdelherrn Bernhard VI. zur Lippe, mit dem Electen Wilhelm von Paderborn, Herzogvon Berg und Graf von Ravensberg, gerathen waren (s. S. 70, auch Reg. 467), müssenspäter, als die bisher unentschieden geführte Fehde nach dem am 31. Januar 1415 er-folgten Tode des Edelherrn aufs Neue entbrannte, auch unsern Dietrich II. in einernicht aufgeklärten Weise in den Streit verwickelt haben. Friedrich von Driburg, einAnhänger des Bischofs, schlug die Gegner und nahm 70 Edelleute gefangen. 5 ) Unterdiesen wird sich jener Arnd von Plagen befunden haben, für welchen der Ritter Johannvon Falkenberg und Dietrich II. v. U. am 26. April bei Elisabeth (Ilseke) von Moers,der zweiten Gemahlin und Wittwe Bernhard's VI., um Frist bis Johannis nachsuchten,und sich dafür verbürgten, dass er sich dann wieder zum Gefängniss in Blomberg ein-stellen werde. (Reg. 479.)
Es wird um diese Zeit eines Streites zwischen den Vettern Dietrich II. undHermann XIII. v. U. auf Altengleichen mit den Brüdern Ernst XIII. und Hans VI. v. U.
•) (Scheidt), Cod. dipl. zu Moser, S. 774. — 2 ) Schmidt, 1. c. 1, S. 309. Der Bergfried diente alsWartthunn dazu, den Feind schon aus der Ferne zu erschauen. In der Burg hatte er als letzter Zufluchts-ort der Belagerten einen hohen, nur mit Leitern zu ersteigenden Eingang. — 3 ) Das., II, S. 12; vgl. S. 2(J,Nr. 42. — 4 ) Am 14. Mai d. J. gestattet das Kloster Hilwartshausen dem Göttinger Ralhe, diese Land-wehren vom Diemarder Berge bis an die Leine auszudehnen. (Das., II, S. 28.) — 5 ) J. Graf von Oeyn-hausen, Gesch. des Geschlechts v. Oeynhausen, I, S. 28.
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