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Hälfte zu Wachs angewendet, die andere Hälfte aber an die Brüder auf dem Chor aus-getheilt werden sollte.
In den folgenden Jahren finden wir Werner mit seinem genannten Bruder undderen Oheim Jan II., Ritter, in den bekannten Urkunden von 1380 (Reg. 322) und1382 (Reg. 328), ohne den Bruder bei der Bürgschaftsleistung von 1383. (Reg. 338 a.)
Im Jahre 1385 erneuerte der Knappe Werner v. U. und sein Bruder Ernst IX.,unter Hinzutritt auch der jüngeren Brüder Hans IV. und Ernst X., das Biindniss mitdem Landgrafen Balthasar von Thüringen, in welches schon im Jahre 1360 (Regg. 264,265) der Vater und Oheim der Brüder mit den drei damals noch gemeinsam regierendenLandgrafen eingetreten war. Die vier Brüder v. U. geloben in dem Lehnreverse vom8. December 1385 (Reg. 34-8), dem Landgrafen Balthasar und seinen Hauptleuten inallen Nöthen und Geschäften ihr Schloss Neuengleichen gegen Jedermann zu öffnen,wofür sie jährlich 6 Schock Freiberger Münze an des Landgrafen Landbede zu Weissen-see bis zu deren Ablösung mit 60 Schock Groschen derselben Münze zu fordern haben.Ausgenommen von den Gegnern des Landgrafen wird in dem Vertrage der Herzog Ottoder Quade, der Landesherr der Uslar. Dieser kriegerische Fürst hatte sich bereits am13. März d. J. mit dem Erzbischof Aclolf I. von Mainz und ihrem beiderseitigen Anhang,den Grafen LIeinrich IV. (dem Eisernen) von Waldeck, Gottfried d. J. von Ziegenhainund vielen Rittern und Edlen auf 10 Jahre verbunden (Reg. 345), angeblich zur Er-haltung des Friedens, in Wirklichkeit aber zum Kriege gegen den Landgrafen Hermannden Gelehrten von Hessen. Der mächtigen Coalition gegenüber fand der Landgraf nurin dem Herzoge Albrecht von Sachsen und Lüneburg einen Bundesgenossen. Selbstder Markgraf Balthasar von Thüringen, sein früherer Freund, trat auf die Seite seinerFeinde. Mit dem Markgrafen wird Werner v. U. nebst seinen Brüdern auf Grund deserwähnten Schlossöffnungs - Vertrages vom 8. December 1385 auch activer Theilnehmeran den Raubzügen gegen Hessen geworden sein, welche nach der auf Seite 61 u. f. ge-lieferten Erzählung mit Unterbrechungen bis ins Jahr 1388 währten und mit der Nieder-lage Hermanns des Gelehrten endigten.
Im Jahre 1386 bestätigte Werner v. U. einen zwischen dem Rathe von Duderstadtund Hans dem Reichen geschlossenen Frieden (Reg. 350); 1389 trat er dem gegen-seitigen Friedensbunde des göttingischen Adels bei (Reg. 358); 1390 bezeugte undbesiegelte er die Urkunde, worin der Knappe Curd von Worbis sich dem Rathe zuGöttingen gegenüber zur Hülfe verpflichtete (Reg. 365), und in einem der folgendennicht genannten Jahre gehört der Knappe Werner v. U. zu den in Reg. 368 aufgeführtenEmpfängern von Schreiben des Edelherrn Heinrich von Homburg, worin dieser wegender ihm von Hermann XIII. auf Altengleichen zugefügten (und in dem genannten Regestnäher ausgeführten) groben Beleidigungen Genugthuung fordert.
Der auf 5 Jahre geschlossene, auf gegenseitigen Frieden und Beistand gerichteteAdelsbund vom Jahre 1389, welchem Werner beigetreten war, erwies sich doch nichtstark genug, um den Frieden unter seinen Mitgliedern aufrecht zu erhalten. RitterHeinrich von Hardenberg und sein Sohn Dietrich, obwohl sie dem Bunde angehörten,verbanden sich schon am 29. September 1391 auf 12 Jahre mit dem Rathe zu Duder-stadt zur Befehdung der sämmtlichen Uslar auf beiden Schlössern Gleichen — unterdenen Werner genannt wird (Reg. 370), — worüber das Weitere auf S. 64 nach-zulesen ist.
Im folgenden Jahre gaben Werner und sein Bruder Ernst X. ihren mittlerenBrüdern Vollmacht zur Verpfändung ihres vierten Theiles des Dorfes Wake (Reg. 371)und wieder ein Jahr später stimmten sie der Verpfändung von 6 Hufen Landes inBonkenhusen Seitens derselben Brüder zu. (Reg. 374.) Aber die erzielten Pfandgeldergenügten noch nicht, die leeren Taschen der vier Brüder zu füllen. Am 22. Januardes nächsten Jahres (1394) verpfändeten Werner und sein Bruder Ernst IX. mit Consensder anderen Brüder 6 ererbte Hufen Landes ebendaselbst an dieselben Erwerber dervorgenannten 6 Hufen. (Reg. 376.)
Bertholcl von Roringen war in die Gefangenschaft der Edelherren von Plessegerathen. Mehrere in Reg. 389 genannte Ritter und Knappen gelobten im Jahre 1397für Werner v. U., dass sie die Schätzung für Berthold zahlen wollen.
Dem Friedensbunde des göttingischen Adels und einiger Städte vom Neujahrs-tage 1398, mit ihrem Landesherrn, Herzog Otto (cocles), an der Spitze, trat der KnappeWerner bei. (Reg. 393.) Im nächsten Jahre fand er sich bei Bezeugung und Be-