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1 (1888) [Hauptbd.]
Entstehung
Seite
147
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Herren von Adelebsen verkauft hatte (Reg. 260), führt Heinrich II. sich nach Verlaufvon 12 Jahren, während welcher Periode wir nichts von ihm hören, durch eine Schenkungan das Kloster Reinhausen zum Andenken an seine verstorbene Gemahlin dementia imJahre 1370 wieder in unsere Geschichte ein. (Reg. 292.) Er erwähnt dabei zuerstseiner Söhne IJeiso (Heise) II. und Heinrich V. als Theilnehmer an der Schenkung.

In demselben Jahre folgt IJeiso II. der Einladung des Herzogs Otto des Quadenzu dem am 20. October in Göttingen abgehaltenen grossen Turniere, und wird dabei inder ersten Gruppe der erschienenen Uslar aufgeführt. (Reg. 294.) Ob er dem beiGelegenheit dieses Festes errichteten Sternerbunde beitrat, und demgemäss sich an demKriege dieses Bundes gegen die Landgrafen von Hessen betheiligte, erfahren wir nicht.

Wie alle Uslar auf Altengleichen war er schon lange vor geschlossenem Friedenausgesöhnt mit Hessen und sass als landgräflicher Burgmann auf dem Schlosse Allerburg,worüber er am 17. November 1374 dem Landgrafen einen Revers ausstellt. (Reg. 304.)

Am 20. Februar des folgenden Jahres quittirt Heise IL mit den sonst in Reg. 306genannten Uslar den Landgrafen von LIessen über 100 löth. Mark Silber. Die Ursachedieser Zahlung ist nicht erkennbar; da aber im Sommer 1375 der Kampf um den er-ledigten erzbischöflichen Stuhl in Mainz entbrannte, in welchem die Landgrafen für denBischof Ludwig von Bamberg, einem Bruder der Landgrafen von Thüringen, Parteiergriffen, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass die hessischen Fürsten die Uslar durchdiese Summe für den Krieg warben. (Siehe S. 57 u. f.)

Gewiss war IJeiso um diese Zeit schon Knappe, aber die Urkunden nennen ihnso nicht eher, als in dem oft besprochenen Vergleiche, den sein Vater mit demKnappen Hildebrand V. über den Nachlass seines Bruders Hermann VIII. am 6. Mai 1379schloss. (Reg. 319.)

In Gemeinschaft mit seinem Bruder Heinrich V. wird Heise bei der letztenbekannten Handlung seines Vaters genannt, durch welche dieser am 1. Januar 1384 eineSchenkung jährlicher Einkünfte an das Kloster Reinhausen für wöchentliche Messen, so-wie für die jährliche Memorie seines verstorbenen Bruders Ernst, vollzieht. (Reg. 341.)

Sechs Jahre später (1390) gründete Heise gemeinschaftlich mit seinen Verwandtenauf Altengleichen und den Brüdern von Kerstlingerode, den Mitbesitzern dieses Schlosses,')die dortige Capelle, angeblich zu Ehren des heil. Christoph. (Reg. 364.)

Die Brüder Heinrich und Dietrich von Hardenberg, obwohl Mitglieder jenes am14. August 1389 gestifteten Adelsbundes, welcher den Frieden im Lande Göttingen auf5 Jahre zu sichern bestimmt war (Reg. 358), verbanden sich schon am 29. September1391 mit dem Rathe zu Duderstadt auf 12 Jahre gegen ihre und die Feinde des Erz-stifts Mainz, nämlich gegen alle in Reg. 370 aufgeführten Uslar, so wie gegen jeden,der an ihren Schlössern Gleichen Antheil besitzt. Unter diesen Feinden wird auchHeise II. v. U. genannt, welcher übrigens dem erwähnten Bunde des göttingischen Adelsnicht angehörte. Ueber die Fehde selbst ist nichts Näheres bekannt; dass sie nicht vonlanger Dauer gewesen sein kann, ist auf Seite 64 näher erörtert.

Der Herzog Otto der Quade starb, belastet mit dem Bann der Kirche, zu Har-degsen im Jahre 1394. Obgleich sein geistig schwacher Sohn Otto (cocles) im Gegen-satze zu seinem Vater, ein behagliches Leben auf seinen Schlössern dem Reiterlebenvorzog, so blieb der Segen eines längeren Friedens doch noch lange aus. Der LIerzoggriff daher, um weiteren Störungen des Landfriedens vorzubeugen, am ersten Tage desJahres 1398 wieder zu einer Verbindung des Adels seines Landes zu gegenseitiger Ein-tracht auf die Dauer von 5 Jahren, ein Bund, welchem sich die Städte Göttingen,Northeim und Uslar anschlössen; auch alle wehrfähigen Uslar — darunter der KnappeHeise IL — traten ihm bei. (Reg. 393.)

Zwistigkeiten, welche zwischen den Bewohnern der beiden Schlösser Gleichenund den mitbelehnten Herren von Kerstlingerode stattgefunden hatten, wurden durcheinen am 3. October 1399 geschlossenen Burgfrieden gehoben. Die einzelnen Be-stimmungen desselben, denen sich auch Heise II. v. U. unterwarf, sind in Reg. 404 aus-führlich aufgeführt.

Gegen Ende des folgenden Jahres gerieth der Landgraf Balthasar von Thüringenin Zwist mit einem unbekannten Gegner, wahrscheinlich dem Landgrafen von Hessen,

'). Wolf, Comment. II. de archidiac. Nortun., S. 60 nennt sie cognati der Uslar.

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