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gleichen an den Bürger Gieseler in Güttingen (Reg. 271) und empfängt mit seinemOheim Hermann VIII. die plessischen Lehen. (Reg. 271a.) Dann schweigen die Ur-kunden acht Jahre über ihn, bis der mit seinem Oheim Hermann VIII. vollzogene Ver-zicht vom Jahre 1369 (Reg. 289) ihn wieder in unsere Geschichte einführt. In einerundatirten Urkunde desselben Jahres (Reg. 290) ist Hildebrand Zeuge, als der RitterJohann von Stockhausen sein von dem Abte des Benedictiner-Klosters Helmershausen 1 )relevirendes Burglehn auf dem Krukenberge dem genannten Kloster versetzt. (Reg. 290.)Im September 1370 ist er bei dem Uslar'schen Vergleiche mit den Edelherren vonPlesse über das Patronatrecht der Kirche zu Gross-Lengden (Reg. 293) und am 20. Oc-iober Theilnehmer an dem zweiten grossen Turnierfeste, welches der Herzog Otto derQuade in Göttingen veranstaltete. (Reg. 294.) Die Anwesenheit zahlreicher Edelleutebei dieser ritterlichen Uebung, welche später als Mitglieder des Sternerbundes erscheinen,macht es sehr wahrscheinlich, dass hier die im Jahre zuvor (Reg. 288) in Münden zwischenOtto und dem hessischen Edelherrn Friedrich von Lisberg, einem späteren Hauptedes Bundes, gepflogenen Verhandlungen eine festere Gestalt bekamen, und Otto in denStand setzten, seine gegen Hessen gerichteten Pläne auszuführen. Ist auch aus unseremUrkunden-Materiale eine Thätigkeit Hildebrand's in der Sternerfehde nicht ersichtlich,so unterliegt es doch keinem Zweifel, dass er dem Bunde angehörte. Als der Krieg imfolgenden Jahre entbrannte, war Hildebrand einer der Deputirten, welche die zur Theil-nahme am Kampfe gezwungene Stadt Göttingen zur Ueberreichung des Fehdebriefesnach Cassel sandte. (Reg. 298.)
Während das hessische Land in den folgenden Jahren durch die Sterner verwüstetwurde, begegnen wir Hildebrand nur in zwei Urkunden von 1372. (Regg. 300, 301.)Als dann die Hülfe der thüringischen Landgrafen im Jahre 1374 die völlige Niederlageder Sterner beschleunigen half, sehen wir die Uslar, und unter ihnen Hildebrand V., vorBeendigung des Krieges ausgesöhnt mit Hessen und als Burgmänner auf dem land-gräflichen Schlosse Allerburg. (Reg. 304.) Im folgenden Jahre verpfändet er mit seinemOheim Hermann VIII. einen Theil ihres Waker Zehnten an den göttingischen BürgerHans von Wake d. J. (Reg 307), und wieder ein Jahr später ist er bei dem drittengrossen Turnier Herzogs Otto des Quaden in Göttingen. (Reg. 308.) Zwei Monatedarauf nennen sich Hildebrand V., sein gleichnamiger Sohn — dem gegenüber Ersterersich „der Aeltere" nennt — und sein Vetter Hans IV. (d. Jüngere) homburgische Lehns-leute bei Bezeugung der Resignation eines Zehnten seitens mehrerer Bürger Einbecksan den Edelherrn Syverd (Siegfried) von Homburg zu Gunsten des dortigen Marienstifts.(Reg. 309.) Als Lehnsmann der Grafen von Everstein nennt den Knappen Hildebrandohne seinen Vetter das undatirte, derselben Zeit angehörende Lehnsverzeichniss derGrafschaft Everstein. (Reg. 312.)
Später geriethen die Uslar über ihre Antheile am Schlosse Altengleichen untersich in Streit. Am 6. Mai 1379 verglich sich der Knappe Heinrich II. v. U. mit seinemNeffen Hildebrand V. dahin, dass bei dem Tode des kinderlosen Hermann VIII. dessenAntheil an diesem Schlosse, an der Vorburg und am Graben nebst dessen ganzemNachlasse an Lehngütern und eigenen Gütern an Hildebrand V. und dessen Söhneerblich übergehen soll, und dass, wenn der ebenfalls kinderlose Ernst VII. Einspruchdagegen erheben sollte, Heinrich diesem keinen Beistand leisten will. (Reg. 319.)
Kaum war dieser Vergleich geschlossen, so rüstete sich Hildebrand mit einigenGenossen, unter denen die Ritter Lampert von Stockhausen zur Bramburg und Hein-rich von Hardenberg, so wie die Knappen Siegfried von Bülzingslöwen und Wernervon Hanstein genannt werden, zu einem gegen die Grafen von Hohnstein gerichtetenZuge, dessen Ursache wir nicht erfahren. Sie fielen am 2. Juni 1379 in die Grafschaftein und richteten an den Besitzungen des Cisterzienserklosters Walkenried durch Brandund Verwüstung einen Schaden von 1185 Mark Silber an. (Reg. 320.)
Derartige Fehden waren natürlich nicht geeignet, Hildebrand's wirthschaftlicheVerhältnisse zu bessern. Er sah sich deshalb mit seinem Oheim Hermann VIII. undanderen (in Reg. 321 genannten) Genossen genöthigt, dem S. Georgs-Kaiande in Göt-tingen eine Rente von 2 Mark aus ihrem Theile des Dorfes Wake für 24 Mark zuverpfänden.
1) Abi, zu Helmershausen war, mindestens seit 1350, Hermann von Hardenberg, (f 1392.)([Landau], das Kurftirstenth. Hessen in malerischen Original-Ansichten, S. 123.)