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1 (1888) [Hauptbd.]
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den Geistlichen gebührenden Titel dominus in Reg. 239 a. erscheint, unser canonicus(Stiftsherr) gemeint ist. Um so öfter erscheint dagegen Heiso als Dechant. Zuerst beiBesiegelung der Urkunde am 4. October 1358 (Reg. 259), dann bei Transsumirung einerUrkunde dieses Jahres, betreffend den Verkauf einer Leibzucht Seitens des Augustine-rinnen - Klosters Heiningen am 14. December 1360 (Reg. 267); ferner war er päpstlicherDelegat in einem Processe zwischen dem Cisterzienser - Nonnenkloster Wöltingerode unddem Andreasstifte zu Hildesheim, dessen Verhandlungen er 1362 mit dem Siegel desDechanats, worin das Uslar'sche Wappen mit dem gezinnten Balken aufgenommen ist,beglaubigt. (Reg. 271b.) Am 13. Januar 1363 kauft er für 140 Mk. 1 chorus Salz 1 )aus der Saline zu Lüneburg. (Reg. 272.) In einem die vorgenannte Processsache be-treffenden Erlass vom 9. Februar 1363 (Reg. 272 a) und bei einer am 7. März 1363geschehenen Verpachtung von 3% Hufen Neuland an die Bürger Eggeling und Hilmarvon Strobeke (Strombeck) (Reg. 273) nennt er sichDei gratia decanus s. Blasii."

Das Präsentations - Register des Blasiusstifts verzeichnet seinen Tod unterm25. April 1369, nachdem er einige Jahre zuvor sein Andenken durch eine in Reg. 291mitgetheilte Memorien-Stiftung gesichert hatte.

Kein Document setzt uns in den Stand, seinen Platz in unserer Genealogie zubestimmen.

47. Hermannus XI. (van den Liehen.) 1340 1355. Auch dieser Geistlicheist Mangels jeder Auskunft in die Genealogie der Familie nicht einzureihen. Ebenso istüber die Anfänge seiner geistlichen Laufbahn Näheres nicht bekannt.

Bei der mehrbesprochenen Schenkung eines Vorwerkes Seitens des KnappenHermann IX. v.'U. an das Kloster Reinhausen vom Jahre 134-0 lernen wir Hermann XI.als Hermannus van den Liehen in der Stellung eines Dechanten dieses Klosters zuerstkennen. Als solcher verspricht er mit dem Abt und Klosterconvente seinem genanntenVerwandten und dessen Erben die ihnen bei der Schenkung auferlegten Bestimmungen zuerfüllen. (Reg. 217.) Wann Hermann das Decanat in Reinhausen erhielt, vermag ichnicht zu bestimmen; gewiss ist, dass es noch im Jahre 1331 ein gewisser Heinricus innehatte. 2 ) Wie jener Heinricus, so erscheint auch unser Dechant Hermann ohne Ge-schlechtsnamen im Jahre 1346 bei einer Einigung seines Klosters mit dem KlosterHilwartshausen. (Reg. 235.) Später findet er sich mit der gleichen Würde unter denGliedern des Convents zu Reinhausen im Jahre 1355 in den Angelegenheiten des Verkaufsdes Zehnten zu Dramfeld an das Kloster Mariengarten. (Reg. 250.) Seine letzte Er-wähnung als Besitzer eines kleinen Grundstückes in Diemarden in einer Urkunde desJahres 1360 (Reg. 263) lässt es zweifelhaft, ob er derzeit noch lebte.

VIII. Generation.

48. Hildebrantl V. 13481397. Hildebrand V. war noch nicht Knappe, alser am 25. Mai 134-8 mit seinem Vater die Beilegung eines Streites bezeugt (Reg. 239),und damit zuerst als einziger Sohn des Knappen Dietrich I. in unseren Urkunden ge-nannt wird.

Als kurz nachher der Vater starb, muthmasslich als ein Opfer der schrecklichen,über ganz Europa verbreiteten Pest, schlössen Hildebrand V. und sein Oheim Hermann VIII.im Jahre 1351 mit den Brüdern Thilo und Otto von Kerstlingerode, welche mit jenenim Lehnbesitze des Schlosses Altengleichen waren (Reg. 220), einen Burgfrieden, dessennähere Bestimmungen Reg. 241 angiebt. Gegen die Gewohnheit fehlt hier, wie in denfolgenden mehrbesprochenen Urkunden von 1352 (Reg. 243), 1355 (Reg. 252) und 1358(Reg. 260), in welchen Hildebrand handelnd auftritt, den Namen der Aussteller dieStandesunterscheidung. Solche wird Hildebrand erst zu Theil bei Bezeugung von zweiVerkäufen, welche der Knappe Siegfried von Bülzingslöwen am 6. Januar 1360 an dasCisterzienser-Nonnenkloster Teistungenburg vollzieht. (Regg. 261, 262.) Zehn Tagespäter ist er mit seinem Oheim Hermann VIII. Käufer eines kleinen Grundstückes inDiemarden. (Reg. 263.) Im Jahre 1361 vermittelt, bezeugt und besiegelt er die Sühnedes Hans von Minnigerode mit der Stadt Duderstadt (Reg. 270 a), bürgt als Knappefür die Verpfändung jährlicher Gefälle in Wake Seitens seines Vetters Jan II. auf Neuen-

') 1 chorus (Wispel) Salz = 24 Scheffel. (Volger, Llineb. Blätter, 1861, Neujahrsblatt, S. 7,Note; vaterl. Archiv, 1843, S. 150, Note.) 2 ) Wolf, eichsfeld. Urkb., Urkk. S. 68.