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eines Klosters flüchtete, im Jahre 1355 todt war, da in Reg. 252 seine Söhne die Ur-kunde ausstellen. Sicher war er im Jahre 1357 nicht mehr am Leben, denn Reg. 257nennt ihn „selig".
Der Name seiner Gemahlin ist uns nicht aufbewahrt.
45. Hannes III. (Jan, Johannes.) 1318—1351. Zu den unmündigen Söhnendes Ritters Hermann VII. v. U., deren schon nach des Vaters Tode in den Jahren 1308(Reg. 163) und 1309 (Regg. 164, 167) Erwähnung geschieht, gehört Hans III., derBruder des Vorigen, welchem er, da dieser von 1312 bis 1315 (Regg. 169, 174-, 175)allein urkundet, um mehrere Jahre im Alter nachgestanden haben wird.
Nach erlangter Mündigkeit empfängt er mit seinem Bruder Heinrich IV. gegenEnde des Jahres 1318 von dem Herzoge Otto dem Milden von Braunschweig die Be-lehnung mit dem halben Schlosse Altengleichen und den sonst in Reg. 177 genanntenGütern. Ob Hans damals schon Knappe war, steht nicht fest, da das herzogliche Lehn-buch und eine Urkunde des folgenden Jahres (Reg. 180) dies Prädikat selbst bei solchenPersonen nicht kennt, welche, wie Hans III. Bruder Heinrich, nachweislich dasselbeschon lange führten. Erst 1322 (Reg. 183) wird Hans III. ausdrücklich famulus genannt.
Bezüglich dessen, was wir über Hans III. sonst aus den Urkunden erfahren,können wir fast vollständig auf dasjenige verweisen, was wir über seinen Bruder vorhingesagt haben. Eng mit diesem verbunden, sehen wir ihn in allen bei Heinrich IV.erläuterten Urkunden von 1318 (Reg. 177) bis 1346 (Reg. 233), in allen Kämpfen undbei allen kirchlichen und weltlichen Geschäften, mit alleiniger Ausnahme der Urkundevon 1344 (Reg. 219), welche Hans nicht nennt.
Ohne seinen Bruder lernen wir Hans III. nur zweimal kennen. Zuerst bei seinerAnwesenheit in Brakel im Jahre 1333, wo er dem Bischof Bernhard V. von Paderborn,welcher im Jahre 1322 mit dem Abte Robert von Corvey ein Vertheidigungs-Bündnisserrichtet und 1332 mit demselben die Burg Beverungen angelegt hatte, ! ) eine Urkundeüber die Befestigungen dieser Burg bezeugt. (Reg. 206.) Sodann im Jahre 1340(Reg. 216) bei einer Bezeugung für die Brüder von Grona.
Mit dem letzten, gemeinsam von den Brüdern im Jahre 1346 (Reg. 233) voll-zogenen Geschäfte verlor sich Heinrich's IV. Zukunft im Dunkel. Hans III. dagegentreffen wir später noch in zwei, von Heinrich von Minnigerode ausgestellten Urkunden.Am 1. November 1351 leistete er diesem Bürgschaft beim Verkaufe seines Hauses inDuderstadt (Reg. 242), und an demselben Tage verbürgt er sich unter Verpflichtungdes Einlagers dafür, dass Heinrich v. M. die mit dem Erzstifte Mainz, der StadtDuderstadt und den sonst in Reg. 242 a. genannten Herren geschlossene Sühne haltenwill. In beiden Urkunden nennt sich Hans gegenüber seinem Vetter Johann IL aufNeuengleichen „der Aeltere".
Damit verlieren wir auch Hans III. aus den Augen. Ob wir in dem Johann v. U.zu Goslar, welcher in dem Absolutions - Diplome von 1355 als Vicarius beim dortigenDomstifte genannt wird, 2 ) unsern Knappen wieder erkennen dürfen, bleibt ungewiss.
Die Ritterwürde hat er nie erworben; auch scheint er unvermählt gewesenzu sein.
46. Heyso I. 1336 — stirbt 25. April 1369. Früh schon muss Heiso sich demgeistlichen Stande gewidmet haben, denn keine Urkunde spricht über ihn, bis er am27. October 1336 dem Dom- und Collegiatstifte S. Blasii in Braunschweig 3 ) zum Stifts-herren präsentirt wurde. In diesem Amte blieb er bis 1356. (Reg. 211.) Dann vondem Capitel der Stiftsherren als Dechant an die Spitze der Geistlichkeit dieses Stiftsgewählt, genoss er als solcher die bedeutenden Privilegien dieser Stellung, indem seit1255 den Dechanten die kirchliche Jurisdiction über alle Geistlichen der Stadt zustand,und sie den ersten Landstand des Fürstenthums bildeten. Die Dechanten wurden sogarnicht selten vor den Pröpsten genannt. 4 )
Als Stiftsherr wird Heiso in unseren Urkundeu nicht genannt. Dennoch unterliegtes keinem Zweifel, dass mit jenem Heyso de Uslere, welcher um 1349 bloss mit dem
!) Bessen, Gesch. des Bisthums Paderborn, I, S. 233. — 2 ) Heineccius, Antiq. Goslar., S. 350,351, 512. — 3) Die Stiftskirche ist der jetzige Dom. — 4 ) Correspondenzblatt des Gesammt-Vereins derdeutschen Gescliichts- und Alterthums-Vereine, 14. Jahrg., 1866, Juni, S. 44; Dürre, Gesch. der StadtBraunschweig, S. 395.