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1 (1888) [Hauptbd.]
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Ernst VII. starb als Knappe am 29. September 1383. Sein Bruder Heinrich II.und dessen Söhne stifteten am Neujahrstage des folgenden Jahres eine jährliche Feierseines Todestages (Anniversar) in der Kirche zu Reinhausen. (Reg. 341.)

88. Hei'mannus IX. 13181352. Schon die erste Urkunde, welche uns überHermann IX. Kunde giebt, weist ihm und seinem Bruder Heinrich III. dadurch ihrenPlatz in unserer Genealogie an, dass beide im Jahre 1318 bei Resignation des 4. Theilesdes Schlosses Altengleichen an den Herzog Otto den Milden von BraunschweigSöhnevon Ernst's VI. verstorbenem Bruder Hermann VI." genannt werden. Der Herzog belehntnach vollzogener Resignation, wie wir wissen, mit diesem Viertel von Altengleichen aufBitten Ernst's VI. und seiner genannten Neffen die Brüder von Kerstlingerode. (Reg. 179.)Hier, wie unter den Zeugen der Bestätigungs-Urkunde des folgenden Jahres erscheinendie Brüder v. U. noch ohne Standesbezeichnung (Reg. 180), werden aber in der Uslar'schenUrkunde von 1322 schon Knappen und ausserdem zur Vermeidung jeder VerwechselungBruderssöhne (patrui) des Knappen Ernst VI. genannt. (Reg. 183.) Unter dem gleich-bedeutenden Ausdruckfratrueles" führt die Urkunde von 1323 die Brüder als Zeugenauf. (Reg. 186.)

Nun folgen 11 Jahre, in welchen wir nichts von Hermann hören. Sein erstesbekanntes Geschäft nach dieser Zeit war ein mit seinem Bruder, seinem Oheim Ernst VI.und dessen Vetter Heidenreich im Jahre 1334 vollzogener Gütertausch (Reg. 209),welchem im Jahre 1337 mit den Uslar des Regests 212 die Schenkung des Patronatsüber die Kirchen zu Almenrode und Hungershausen und zugleich der Verkauf von4 Hufen in Almenrode nebst dem WaldeUslerisch holt" für 8 Mark Silber an denWilhelmitenorden zu Witzenhausen folgte. (Reg. 212.)

Eigenleute, Leibeigene, welche mit all ihrer Habe und ihrer Person Eigenthumder Herrschaft waren, konnte der Herr vertauschen oder an andere abtreten. DiesemBrauche gemäss resignirt Hermann IX. im Jahre 1337 dem Edelherrn von Plesse dieFrau Bertha zu Holzerode mit allen ihren Kindern. (Reg. 213.)

Im Jahre 1340 lernen wir Hermann's Gemahlin Mathilde kennen, mit der er demKloster Reinhausen das dort unter dem Berge gelegene Vorwerk schenkt, welches erfür Seelmessen seiner Eltern und seines Bruders Heinrich III. gekauft hat, und ausdessen Erträgen demnächst auch für ihn und seine Gemahlin Seelmessen gehaltenwerden sollen. Auch bestellen die Ehegatten 4 Lichte, die während des Gottesdienstesbrennen sollen, den Glockenklang bei Begräbnissen, und bestimmen, dass das Vorwerkniemals verpfändet werden soll. An demselben Tage verpflichtet sich der Abt undConvent zu Reinhausen, die ihnen bei der Schenkung des Vorwerkes auferlegten Be-stimmungen zu halten. (Reg. 217.)

Der Stadt Uslar erweist Hermann IX. sich als Wohlthäter, indem er im Jahre 1342Mitstifter der mehrbesprochenen Spende für Arme dieser Stadt wird. (Reg. 218.)Dennoch trifft ihn mit seinen Verwandten, den Rittern Heidenreich und Ernst VI. imJahre 1339 der Vorwurf eines grausamen Tyrannen Seitens des Pfarrers zu Klein - Lengden,Johann Wilken. (Reg. 214.)

Ueber Hermann's weitere Schicksale erfahren wir aus den Urkunden nichts Ge-wisses. Es scheint jedoch festzustehen, dass er nach dem kinderlosen Tode seinerGemahlin Mathilde sich dem geistlichen Stande widmete, denn wir begegnen im Jahre 1352einem Hermann von Uslar als Domherrn beim Petersstifte in Nörten (Reg. 244), denwir für identisch mit unserrn Hermann halten müssen.

89. Heinricus III. 13181334. Bis zum 30. September 1334, wo HermannIX.zuletzt mit seinem Bruder Heinrich III. urkundet (Reg. 209), decken sich die. in denRegg. 179, 180, 183 und 186 niedergelegten Nachrichten so vollständig mit dem, wasüber seinen Bruder gesagt ist, dass eine Wiederholung überflüssig erscheint. Es bleibtdeshalb nur zu erwähnen, dass Heinrich, wie sein Bruder, im Jahre 1322 zuerstKnappe"genannt wird, und dass er anscheinend bereits 1337 todt war, da sein Name unter denAusstellern der Urkunde von diesem Jahre (Reg. 212) nicht mehr erscheint.

In der Schenkungs - Urkunde vom Jahre 1340 (Reg. 217) verpflichtet sein BruderHermann das Kloster Reinhausen, auch für die Ruhe von Heinrich's Seele jährlicheMessen zu lesen.

40. Hermannus X. 13301355. Es könnte zweifelhaft sein, ob die KnappenErnst (VI.) und Hermann (X.), welche am 9. October 1330 bekunden, dass Greta, die