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1 (1888) [Hauptbd.]
Entstehung
Seite
127
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wird (Reg. 138), so ist dies kaum zu bezweifeln. Durch die Ritterwürde gelangte ermit seinem Vater und dessen Vetter Hildebrand IV. zu einem Burgmannssitze auf demRusteberge, womit der Erzbischof Gerhard II. von Mainz die Genannten, welche jährlich6 Mark Silber erhalten, gegen die Verpflichtung, dass einer von ihnen dort beständigwohne, im Jahre 1291 belehnt. (Reg. 140.) Im folgenden Jahre reversiren sich diedrei Ritter v. U. darüber gegen den Erzbischof. (Reg. 141.) Wie lange sie dieseStellung bekleideten, erfahren wir nicht. Ernst V. starb schon im Jahre 1295, baldnachdem er mit seinem Sohne Hermann VII. am IG. Juni die mehrbesprochene Urkunde(Reg. 143) auf den Gleichen besiegelt und mit Hermanns Bruder Alberich III. ausserdembezeugt hatte. Noch in dem Todesjahre des Vaters verpfänden die Brüder mit ihrenVettern Länderei an das Blasiusstift in Northeim (Reg. 145), und in einem der folgendenJahre bis 1302 resigniren die Brüder allein ihre Rechte an den Zehnten zu Elben demHeynemann, Herrn zu Itter. (Reg. 144.) Später finden wir die Spuren von Hermann'sThätigkeit fast ausschliesslich bei Schenkungen und Veräusserungen an Klöster. So warer im Jahre 1298 Zeuge bei einer Erwerbung des Klosters Pölde (Reg. 146); 1300 beieiner Schenkung von 18 Morgen Land zu Wahmbeck, die er mit dem Ritter Hildebrand IV.und seinen sonst in Reg. 148 genannten Verwandten dem Kloster Brenkhausen macht,um als Mitglied der dortigen Brüderschaft jährliche Seelenmessen zu erlangen. ZweiJahre später besiegelt er den Vertrag, durch welchen die Hälfte des Zehnten zu Niedern-jesa an das Kloster Mariengarten gelangt (Reg. 150),') und bezeugt einen Verkauf desKlosters Pölde. (Reg. 151.) Auch verzichtet er in demselben Jahre (1302) mit seinemBruder und seinen Vettern Heidenreich, Hermann VI. und Ernst VI. auf die ihnen inFernewahlshausen zuständigen Vogteirechte an 2 Hufen daselbst, welche das KlosterLippoldsberg gekauft hat. (Reg. 152.) Endlich wird Hermann VII. in diesem Jahreunter den Uslar genannt, welche zu der von seinem Vetter Heidenreich vollzogenenLehnsauftragung von 4 eigenen Hufen in Elbickerode an den Edelherrn Gottschalk vonPlesse consentiren und die Urkunde (Reg. 153) bezeugen. Die Documente des Jahres 1303sehen ihn unter den Ausstellern; zuerst bei der Schenkung des Uslar'schen Patronat-rechtes über die Kirchen in Almenrode und Hungershausen an das Kloster St. Wilhelmiin Witzenhausen (Reg. 158) und bei der Vereinigung derselben Uslar mit dem KlosterLippoldsberg über das Lehnrecht an den Zehnten zu Bollensen und Dinkelhausen.(Reg. 159.)

Mit der Stadt Mühlhausen geriethen die Brüder Hermann VII. und Alberich III.im Jahre 1307, anscheinend wegen Gefangenhaltung des Johann von Heiligenstadt, ineinen Streit, welcher am 22. Mai beigelegt wurde. (Reg. 161.) Ob LIermann bei derwahrscheinlichen Erneuerung der Fehde das Leben verlor, lässt sich nicht ermitteln,jedenfalls erscheint er ferner nicht mehr in den Urkunden. Der nächste bekannteFriedensschluss mit Mühlhausen vom 6. December 1308 (Reg. 163) erwähnt ihn schonals verstorben.

Seine uns aus dem Jahre 1290 bekannte Gemahlin hiess Adelheid. (Reg. 138.)Hermann's Söhne und Enkel stifteten für ihn, seinen Bruder und deren Eltern imJahre 1336 eine Seelenmesse im Kloster Reinhausen. (Reg. 210.)

32. Alverich III. (Elvericus.) 1295 1318. Vierzehn Jahre nach seinerersten Erwähnung unter den Kindern des Ritters Ernst V. (Reg. 128) unterschreibtAlberich III. mit seinem Vater und Bruder die mehrerwähnte Urkunde vom 16. Juni1295 (Reg. 143) auf den Gleichen, siegelt aber nicht mit. In demselben Jahre be-gegnen wir ihm unter den Ausstellern einer Pfand - Urkunde (Reg. 145) als Sohn des(verstorbenen) Ernst V. und als Bruder Hermann's VII., mit dem er auch in einem derfolgenden Jahre (Reg. 144) die Resignation ihres Zehnten zu Elben an den HerrnHeynemann zu Itter vollzieht, und dabei zuerstKnappe" genannt wird. In dieserEigenschaft erscheint er von nun an in allen vorhin besprochenen Urkunden seinesBruders bis zu dessen Tode, mit alleiniger Ausnahme der Bezeugung von 1298(Reg. 146) und der Besiegelung von 1302. (Reg. 150.)

Den Kampf gegen die Reichsstadt Mühlhausen hat er mit dem Bruder so weitunsere Kenntniss reicht eröffnet und am 22. Mai 1307 durch eine Sühne beendigt(Reg. 161), aber schon im nächsten Jahre wieder aufgenommen, worauf er mit dennoch jugendlichen Söhnen seines, vielleicht in der Fehde gefallenen Bruders und den

') Die andere Hälfte kommt 1308 (Reg. 162) an das Kloster.