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Kerstlingerode'schen Wappens. Ausserdem findet sich auf der Decke dreimalein unbekanntes (v. Biela'sches?) Wappen (drei rothe Beile?, zweimal in weissem,einmal in blauem Schilde).
Die Decke gehörte ohne Zweifel einst dem Augustinerinnen-Kloster Weendebei Göttingen, dessen Kirche dem heiligen Nicolaus geweiht war. Sie wardas Geschenk eines Mitgliedes jener unbekannten Familie und des RittersDietrich von Kerstlingerode, *) welcher in den Jahren 1271 und 1275(Regg. 116, 120) als consanguineus (Blutsverwandter) des Ritters Ernst V. v. U.genannt wird, und dessen im Jahre 1279 (Reg. 126) genannte Gemahlin Mech-tild demnach um so sicherer eine Tochter des Ritters Ernst IV. v. U. war, alsdas combinirte Wappen auf dem Siegel, welches Ritter Dietrich v. Iv. der Ur-kunde von 1279 (Reg. 126) anhing, nach dem Copialbuche III, 186, S. 274(im Staatsarchive zu Hannover) dem von Uslar-Kerstlingerode'schen auf derAltardecke völlig gleicht.
2) Auf dem Chor der Kirche zu Reinhausen befindet sich an der Südwand eineeiserne Grabplatte mit zwei Figuren, ein Ritter in Harnisch, den Helm auf demHaupte, das Schwert im rechten Arme, und ihm gegenüber eine Edelfrau, beidemit gefalteten Händen, den Blick auf die in der Mitte erscheinende Gruppe:Christus am Kreuze zwischen Maria und Johannes. Die Platte enthält — aussereinem Monogramm — folgende Unterschrift:
„Es kompt die stunde in welcher alle die in den gräbern sind werde seinestimme hören und werden herfür gehen die da guts getan haben Zurufferstehung des lebens die aber ubels gethan Zur ufferstehung des ge-richts. Jöä. 5."
Auch sind vier Wappen vorhanden, und zwar:
1) von Uslar. 3) von Ohl.
2) unbestimmt (? v. Mandelsloh). 4) von Oldershausen.
Die Umschrift der Platte besagt: „Anno Dni. 1574- den 8 dach Septembrifsist in Gott Entschlaffen der Edle Undt Erendtveste Melichor Von Ufseler deffSele gott in seine Freicle erhalte." 2 )
3) In der Kirche zu Hottenrode, Amts Reinhausen, befindet sich das steinerneEpitaphium des am 10. Januar 1611 verstorbenen Johann Dietrich von Hanstein.Unter den 16, die Figur umgebenden Wappen befindet sich auch das dervon Uslar. 3 )
4) In der Kirche zu Wahlhausen (neu erbaut 1718) befindet sich an der nördlichenWand der Grabstein des braunschw. Hauptmanns Hans Heinrich von Hanstein(f 1631), dessen Gemahlin Cäcilie von Uslar war. (St.-T. II, Nr. 111.) Er ent-hält keinen Namen, sondern nur einen in grosser Rüstung gebildeten Ritter,das Jahr 1631 und „72 Jahr alt", sowie vier Wappen, darunter das der von Uslar. 4 )
5) Im Innern der Kirche zu Gelliehausen befindet sich das steinerne Epitaphiumdes Obersten Bernhard von Habel (gest. 1582), eines Wohlthäters der Kirche,näher beschrieben in der Biographie seiner Gemahlin Catharina von Uslar(Nr. 102), deren AVappen sich auch in dem Friese befindet.
6) In derselben Kirche, deren Eingangsthür neben dem Uslar'schen AVappen dieUeberschrift „Liber Baro Ab Uslario" und die Jahreszahl 1520 trägt, befindensich zwei zinnerne Altar-Leuchter mit der Umschrift: Moritz AVedeldndt von Uslar,Erbherr auf Appenrode. Anno 1695. 5 )
7) In der Kirche zu Rittmarshausen befindet sich ein silber - vergoldeter Kelch,dessen Nodus die Buchstaben J. H. E. S. V. S. und dessen Fuss ein silbernesCrucifix, sowie ein Allianz-AVappen, bezeichnet F. A. V. V. und G. E. Ab A.(Falk Adolf von Uslar und Catharina Elisabeth von Adelebsen) trägt, und mitfolgender Inschrift versehen ist:
„Diesen Kelch hat der hochedelgeborner Gestrenger undt vester Herr FalkAdolf von Uslar der Kirchen zu Ritmarshausen zum Gedechtnuss verehret." 6 )
b Todt 1294; Leyser, 1. c. S. 98. — 2 ) Mithoff, Kunstdenkmale u. Alterthümer im Hannoverschen,II, S. 181. — 3 ) Daselbst, II, S. 110; Urk. Gesch. des Geschlechts von Hanstein, II, S. 673. — 4 ) Da-selbst, II, S. 631. — 5 J Mithoff, II, S. 62; vgl. Biogr. Nr. 212. — <>) Daselbst, 1. c. II, S. 183; vgl.Biogr. Nr. 184.