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Es gehörten zu dem in Rede stehenden Hofe Theiles zwei Stücke Acker von
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den Kilimerser Landen, welche nach dem Hofe schon früher gelegt worden waren, fernerdas halbe Dorf Handis, als zehn Gesinde mit neunzehn Haken Land, ferner die wüstenLande zu Arro, ein Gesinde auf der Lug mit allen Heuschlägen und Steinbrüchen, einGesinde zwischen den Zäunen, genannt Parrakat, ein halber Haken Land zwischen dendirpisclien und haudischen Heuschlägen, genannt Kustwan.
Wegen seiner Besitzungen scheint Tönnies von Wrangel im übrigen wenigUngelegenheiten gehabt zu haben, denn von ihm ist uns nicht ein einziger Prozess be-kannt geworden. Wir erfahren nur, dass er zu Jesse erbgesessen, am 24. Juni 1547dem Johann von Hastfer von Arkenall sechs Mark Renten zu Reval zahlte. 1 ) Sodanniiberlässt Tönnies von Wrangel am 8. Januar 1548 an Jürgen von Lode zu Undellund dessen Erben den im Dorfe Maydel geborenen „undeutschen" Jungen Jürgen, Sohnvon Moris, der dort Schmied gewesen ist und den er von seinem Bruder Moritz vonWrangel (XIII 1) erlangt hat. 3 ) Aus dem Schuldbrief des Fromhold von Ermes vom14. Juli 1557 geht hervor, dass ihm Tönnies von Wrangel 600 Mark rigiscli ge-liehen und dafür vier Gesinde im Dorfe Kybuer (Tvibbegar, Kibbijerwe) verpfändet er-halten hatte. Dieser Schuldbrief wurde erst am 5. März 1625 von seinem Sohne Ottovon Wrangel (2) wieder zurückgegeben.
Am 17. April 1563 verpfändete die Aebtissin des Klosters Marienthal nebst ihremConvente an Tönnies von Wrangel die Mühle zu Seliell (Seigel, Selyel) im Kirch-spiel zu Jörden, nebst dem Dörfchen Seliell, mit vier Gesinden auf 30 Jahre vom Jahre1565 an, für 3200 Mark rigiscli, wovon schon 2000 Mark empfangen waren.
Was mm die öffentlichen Aemter betrifft, die Tönnies bekleidete, so erfahrenwir, dass er 1542 einer Sache der Gebrüder Hastfer als Assessor im Manngericht zuWirland unter Landrath von Asseryen beiwohnte, und zuletzt ist er selbst Landrath inEsthland. Nebenbei widmete er aber auch der Kirche seine Dienste. So finden wir ihnam 29. April 1561 als Verwalter des bischöflichen Hofes des Domstiftes zu Reval, alswelcher er dem Rathe zu Reval über 120 Mark Rente von einer Schuld von 1710 Markund über 710 Mark Kapital quittirt, so dass noch 1000 Mark stehen blieben. 3 ) .Wahr-scheinlich war diese Stellung auch der Anlass, dass Tönnies den Auftrag erhielt, denGeschäftsführer und Vogt der Jungfrauen zu St, Brigitten bei Reval sowie die Privilegienund Briefe des .Klosters wegzuführen; die Ausführung dieses Auftrages wird von Claus Chri-stiernson (Horn) dem Könige Erich XIV. am 31. Juli 1561 berichtet. 4 )
In dem verwüstenden Kriege der Russen mit dem Stifte Dorpat wird vom BischofHermann zu Dorpat am 31. März 1559 beschlossen, behufs Unterhandlungen eine Depu-tation zum Feinde zu senden. Um dieses nach den vom Bischof gegebenen Directiven aus-zuführen, werden aus des Kapitels Räthen von der Ritterschaft Tönnies von Wrangelmit noch zwei Mitgliedern derselben auserwählt.
1) Toll-Kuckers Samml.; Toll, Brief!. I p. 748 Nr. 1304.
2) Toll-Kuckers Samml.; Gesch. der Familie Lode p. 53 Nr. 205; Toll, Briefl. I p. 753 Nr. 1312.
3) Bienemann, B. IV, XXI Nr. 763.
4) Schirren qu. 1030; VIU p. 10.