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1 (1887)
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Stallungen dem Reinhold von Wrangeil allsofort einzuräumen, damit er zufrieden ge-stellt werde.*)

Am 17. April 1665 reicht Reinliold von Wrangeil zu Annickfer Aviedereine Bittschrift. Wolgel betreffend, ein. Näheres ist jedoch nicht ersichtlich. 2 )

Am 6. JVIai 1671 vertauschen der Fähnrich und Hakenrichter Reinhold vonWrangeil zu Annickfer und der Lieutenant Gotthard von Stryck auf Sali ihre Güteruntereinander. Letzterer hatte sein Gut vor den Gläubigern nicht mehr retten könnenund da es auch seinen nächsten Angehörigen nicht möglich war, ihm ihre Unterstützungangedeihen zu lassen, zog er es vor, einen Tausch seines in Wierland gelegenen ErbgutesSali mit dem Erbbegräbniss, im St. Simonis Kirchspiel, einzugehen. Die Besitzungbegriff in sich den Hof Sali, die Dörfer Sali, Kattküll, Maitz, Möndeefer,Mösemah, die Sallsche Mühle, die Krugstelle Arro, den Fischer bei den sechs frischenSeen, wie auch den Hof Koilah nebst der Mühle und die Dörfer Koilah, Gross- undKlein-Kahwer, eine Krugstelle Nappoh, eine Freibauernstelle Liesu und ein und einenhalben Haken Land bei dem petkülsehen Bach.

1674 kam Reinliold von Wr angell Avieder mit dem Oberst Forbus in Streit, daletzterer bedeutende Gelder auf Sali zu fordern hatte. In dem Spruchgericht vom24. Januar wurde er aber zur Zahlung verurtheilt. 3 )

Reinhold von Wrangeil gab gegen diese Güter sein im hallielsclien Kirchspielgelegenes Erbgut Annickfer, das ganze Dorf Annickfer, die Mühle am Hofe und diedrei Stranddörfer Motzipäli, Idepäli und Kolimah. Stryck zahlte noch ausserdem8500 Thaler und 100 Thaler zur Discretion an Reinhold von Wrang eil. 4 ) DiesemAvurden am 21. März 1682 aus dem Gute Annickfer vom Niederlandsgericht noch Inter-essen zugesprochen.

Zu Ostern 1680 verkaufte Reinliold indessen das Gut Sali wieder an den Ober-Inspector Anclreae Mayerfeldt für 16 000 Thaler species. Der Käufer zahlte aber denKaufschilling nicht und liess sogar Korn abschneiden und mit einer grossen Anzahl Wagennach seinem, des Mayerfeldts, Gute Lustifer abfahren. Da Reinhold von Wrangeilhierdurch in grosse Verlegenheit gerieth, so klagte er 1682, wobei indessen, da dieSachen nicht ganz zu beAveisen waren, am 20. März 1682 ein Contumacial-Erkenntnissim allgemeinen ohne besondern Erfolg ergeht. ä )

Dieser Verlust, soivie die von Gottfried Stryck her auf Sali liegenden Schuldenführten nun bald den Ruin Reinhold von Wrangells herbei. Im Jahre 1686 wurdeüber sein Vermögen der Concurs eröffnet. Um diesen aufzuheben, erhielt Reinhold 1687 vonseinem Bruder Bernd Johann von Wrang eil eine Obligation von 2030 Reichsthalernund nahm laut einer am 21. März desselben Jahres beim Obergericht in Reval statt-gehabten Verhandlung eine weitere Obligation von 1000 Thalern auf, Avelche Summe zur

1) Geschichte der Familie Lode.

2) Geschichte der Familie Lode.

3) Weimar Wrangel, Chronik; Hupel a. a. O. p. 351; Stjemmann Ma.tr. I, 183; Sternmann N. M. p. 351; Mor. Wrangeil, DarStellung Tah. Y, XXXVIII.

4) Protocoll 1687 p. 380, 382.

5) Oberlandgericht, Convolut 272 Nr. 7.

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