390 —
Er hat nachstehende Feldztige mitgemacht: Am 9. April 1828 marscliirte er mitdem Regiment aus St. Petersburg und ging, nachdem er am 4. August die Donauhei der Festung Isaktschi im türkischen Gebiete überschritten hatte, über Bobadach,Kostendscha, Mongalia und Kowarna bis zur Festung Warna. Er war bei der Belagerungder Landzunge vom 28. August an auf der südlichen Seite dieser Festung und wardabei bethätigt am 16. September bei Vertreibung zahlreicher türkischer Reiterei undInfanterie, am 18. September bei einer Attacke auf eine türkische Redoute; am 8. Octobermarscliirte er zurück auf dem Wege, auf dem er nach Warna gekommen, und traf am
21. October nach Ueberschreitung der Donau in Russland ein.
In diesem Feldzuge hat er sich durch seine Tapferkeit sehr bekannt gemacht. SeinOzako und sein Mantel waren von achtzehn Kugeln durchbohrt worden; beide Gegen-stände werden im Arsenal-Palais zu Zarskoje-Sselo aufbewahrt.
Er durchzog demnächst die Provinz Bessarabien und bezog am 26. November dieWinterlager bei Kamenetz im podolskschen Gouvernement. Von dort marscliirte er am18. September 1829 mit dem Regiment in die Cantonirungsquartiere ins kiewsche Gou-vernement und von dort am 26. October nach St. Petersburg ab, wo er mit dem Regimentam 25. Januar 1830 eintraf.
Am 4. Januar 1831 verliess er diese Stadt und marscliirte mit dem Regiment überdie Städte Riga, Wilna und Grodno, überschritt am 12. März den Fluss Narew und dieGrenze des Königreichs Polen im Orte Tykoczin, langte am 14. März in den temporärenLagern im Orte Wysokomasoweck an, von wo er am 17. aufbrach und in forcirtemMarsche über den Ort Lembrow behufs Vereinigung mit dem ganzen Corps in der StadtLomsha anlangte. Vom 1. bis zum 10. April war er mit dem Reginiente im Orte Kolnozur Deckung der Communication mit der preussiscken Grenze, am 5. Mai stand er beimAngriff der Rebellen beim Orte Sujadowo in Position in der ersten Linie, am 6. Mai zurVerstärkung der Avantgarde beim Dorfe Malotz-Jakotz, am 7. Mai bei dem Rückzüge derArmee der Rebellen über den Ort Sujadowo zur Verstärkung der auf der rechten Flankestehenden Kürassier-Brigade und von diesem Tage bis zum 9. Mai marscliirt er über dieDörfer Gatsch, Rudki und die Stadt Tykatschin ins russische Kaiserreich in der Arriere-garde unterm Commando des General-Adjutanten von Bistram. Dabei war er am 8. Mai inder wirklichen Schlacht beim Dorfe Rudki. Vom 11. bis 15. Mai verfolgte er den Feindin forcirten Märschen bis zur Stadt Ostrolenka., wo er den Fluss Narew überschritt. Am
22. Mai marschirte er über den Ort Mokowo, die Stadt Plozk und den Ort Lissno, umdort auf das linke Ufer der Weichsel überzusetzen, welche er am 7. Juli beim DorfeOsowko überschritt, und langte über Lowitsch und Nadarschin am 25. August bei derStadt Warschau an, bei deren Erstürmung er am ersten Tage in der Hauptreserve inPosition stand, am 26. August aber auf der rechten Flanke der Linie, wo er auch mitdem Regimente im starken feindlichen Feuer sich befand, um die Jerusalemer Thorezu vertheidigen; am 27. August zog er in Warschau ein. Am 7. October marschirteer in die temporären Quartiere nahe der Stadt Pultusk; am 16. October verliess erdiese und, nachdem er den Fluss Njiemen bei Kowno überschritten hatte, langte eram 4. November im Kaiserreich Russland an, kam am 23. November im kurländischen