Gnädig vom Kaiser empfangen, musste von Wränge 11 bald wieder nach Monte-negro abreisen, um im Falle eines neuen Krieges mit der Türkei und England ent-sprechende Vorkehrungen zu treffen und die Auswanderungs-Angelegenheit der Herzegowinaendgültig zu regeln.
Bis Juni 1878 verblieb Baron Wrangeil in Süd-Herzegowina, wo er an 45 000Seelen wieder unter Dach und Fach brachte und neue Häuslichkeiten einrichten half. AlsBaron Wrangeil sich dem Kaiser nachher vorstellte, dankte ihm der Monarch öffentlichund ernannte ihn bald darauf zu seinem Kammerherrn. Im Herbst desselben Jahres mussteBaron Wrangeil nochmals nach Dalmatien und Montenegro reisen, um die letztenEmigrations-Angelegenheiten an Oesterreich zu übergeben und die Rechnungen zu ordnen.
Im März 1879 aus Wien zurückgekehrt, wurde Baron Wrangeil abermals vomKaiser höchst gnädig empfangen, öffentlich belobt, mit dem St. Wladimir-Orden HI. Klassedecorirt und zum General-Consul in Danzig (als Grenzposten eines der wichtigsten Con-sulate Russlands) ernannt. Hier hatte Alexander Baron Wrangell die Ehre, in seinerAmtswohnung am 28. August (8. September) 1881 den jetzt regierenden Kaiser Alexan-der HI. während der Danziger Zusammenkunft mit dem Kaiser des Deutschen Reiches,Wilhelm, zu empfangen und zu beherbergen.
Zum Andenken an die Danziger Zusammenkunft machte der russische Kaiserdem Baron Wrangell ein sehr kostbares, aus Diamanten und Saphyren bestehendesGeschenk, und der Deutsche Kaiser Wilhelm verlieh ihm den Rothen Adler-Orden II. Klasse.
Im November 1882 besuchte auf der Durchreise der Minister des Aeussern, Herrvon Giers, den Baron Wrangell und hatte derselbe Gelegenheit, seinen hohen Chef überVarzin nach Berlin zu begleiten. Im December 1882 wurde er zum Wirklichen Staats-rath ernannt.
Von ausländischen Decorationen besitzt der Baron Alexander von Wrangellden persischen Sonnen- und Löwen-Orden II. Klasse mit Stern, den montenegrinischenDanilo - Orden H. Klasse mit Stern, den preussischen Rothen Adler-Orden II. Klasse, dendänischen Danebrog III. Klasse, die Montenegro - Militär - Medaille für den Feldzug von1876 78. An kaiserlich russischen Orden besitzt er den St. Wladimir - Orden am Halse,den St. Annen-Orden II. Klasse, den St. Stanislaus - Orden II. Klasse, als der ältesteSohn in der Familie die Medaille vom Jahre 1812, die er vom Grossvater und Vater erbte,die Balkan-Medaille für den Feldzug 1877 78, die russische Krim-Medaille pro 1S53/56.Am 13. (25.) April 1866 erhielt Baron Wrangell den Stern und das Grossband I. Klassedes St. Stanislaus-Ordens verliehen.
Ihm gehört das Schloss Terpilitz im Gouvernement St. Petersburg und Ruda-Belkiim Gouvernement Minsk; er ist griechischer Confession.
Im Jahre 1861 vermählte er sich mit Anna Schaf hausen - Schönberg - Eck vonSchaufus, Tochter des Chefs des Militär-Kabinets des Kaisers, Senators Schafhausen-Schön-berg-Eck von Schaufus, geboren am 6. August 1841, und hat mit derselben zwei SöhneGeorg (107) und Nicolaus (109) und zwei Töchter:
1. Olga (108), geboren am 13. (25.) März 1862 in Bukarest, hat ihr Universitäts-Examen in St. Petersburg 1878 absolvirt. Am 22. November 1882 vermählte