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G) Ist bekannt, dass zwei schwedische Reichsräthe mit einem Schiff aus Stock-holm nach Rügen gekommen und gleich nach "Wrangeis Tode mit Beisetzenaller Segel rasch davon gefahren.
7) Ist das Geschrei bekannt und sein- allgemein, dass des Abends vor WrangeisTode der Stralsunder Scharfrichter mit verbundenen Augen über Wasser wargeholt worden durch zwei Offiziere, die ihn in einen herrlichen Saal geführt,allwo viele vermaskete Personen und schwarz bekleidete Diener gestanden,und die Thüren mit starker Wache versehen gewesen und auf dem Fussbodeneine grosse schwarze Sammetdecke mit goldenen Fransen bordirt, gelegen.Nach welchem eine kleine Weile eine vermaskete Person, in langem, seidenenSchlafrock, ein Buch in den Händen haltend, von vielen vermummten Leutenhereingebracht worden, welche sich auf die schwarze Decke gesetzt, und habeder Scharfrichter auf ein gegebenes Zeichen an solcher Person sein Amt ver-richten und ihm den Kopf abschlagen müssen.
Und dann nach geschehener Sache sei der Scharfrichter wieder nachHause gebracht, auf die Art, wie er gekommen, und in Stralsund ihm dasGeld für seine Arbeit gezahlt worden.
Weil nun den folgenden Tag darauf das Geschrei entstanden, dass GrafWrangel zur Nacht am Schlagfluss gestorben, und man nicht wusste, dassein anderer Vornehmer sollte decoltirt sein, so schlössen die Leute theilweisegleich darauf, dass solche Person der Feldherr Graf Wrangel gewesen sei.
Das Flugblatt gehört zu den grössten Seltenheiten. Der einzige Schriftsteller, derdieses Gerücht ganz so wie das oben gedachte unterdrückte Flugblatt erwähnt, ist derPrediger zu Stuchow und Wittenfelde, Peter Rudolfi, in seiner für pommersche Geschichtedes 17. Jahrhunderts wichtigen Chronik „Der pommersche Greif" (geschrieben in denJahren 1693—1G97).
Erst neuerdings erschien bezüglich des unaufgeklärten Lebensendes des Feld-marschalls im „Fremden-Blatt" 1865 unter den „Vermischten Nachrichten" ein kleinerAufsatz, den wir liier wörtlich wiedergeben, da er sich aller Wahrscheinliclikeit nachdarauf bezieht und daher zur Klarlegung von Wichtigkeit erscheint.
„Bei Gelegenheit der Restauration einer kleinen Landkirche in Neu-Vorpommernhatte der Kirchenpatron sämmtliche Archive und Kirchenbücher in seine Wohnung bringenlassen und dieselben dort einer sorgfältigen Durchsicht unterworfen. Man fand hierbeiein kleines versiegeltes Manuscript, welches seinem Aussehen nach auf ein hohes Alterschliessen liess. Der Inhalt dieses merkwürdigen, in lateinischer Sprache von dem Orts-geistlichen abgefassten Schriftstückes ist so seltsam und, wie nicht zu bezweifeln, vonunzweifelhafter Echtheit, dass wir nicht umhin können, unseren Lesern davon umsomehrMittheilung zu machen, als bisher unseres Wissens nichts davon in die Oeffentlichkeitgelangt ist. Der Inhalt des gedachten Manuscripts lautet etwa wie folgt: „Es warumdie elfte Stunde im Monat November des Jahres 16 . ., als der Gutsherr, den ich nochtags zuvor munter und gesund gesehen, mit den Sterbesacramenten mich zu sich be-scheiden liess. So seltsam mir auch der Auftrag vorkommen mochte, so leistete ich ihm
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