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1 (1887)
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die höchste militärische Charge eines Feldmarschalls ertheilt und er sogar zum Reichs-feldherrn und Reichs-Vice-Admiral ernannt wurde.

Carl Gustav von Wrangel ward am 13. December 1613 zu Sko geboren und1623 in das Collegium zu Skytti in Stockholm gebracht. 1627 folgte er seinem Vaterin den Krieg nach Preussen, wurde 1629 zum Kammerjunker des Königs Gustav Adolfernannt und gleichzeitig als Cornet heim Leib-Regiment der vielbewährten finnländischenReiterei eingestellt. 1630 Rittmeister, 1633 Oberstlieutenant, 1636 Oberst vom Leib-Regiment, wurde er schon 1638 unter seinem Vater Generalmajor der Cavallerie. 1644beförderte man ihn zum Admiral von der Flotte, 1645 zum Reichszeugmeister, worauf1646 seine Ernennung zum Reichsrath, Feldmarschall und commandirenden General derArmee in Deutschland erfolgte. 1648 wurde er General-Gouverneur in Pommern undKanzler der Akademie in Greifswald.

Am 26. März 1651 erhob die Königin von Schweden unsern Carl Gustav vonWrangel in den Grafenstand und dotirte ihn wegen seiner hohen Verdienste im dreissig-jährigen Kriege mit den Gütern Salmis und Suitama in Keksholm-Län am Ladoga-Seeim nördlichen Theile als Grafschaft, ertheilte ihm auch ein besonderes Wappen als Grafvon'Salmis. Seine Introduction auf der Grafenbank des Stockholmer Ritterhauses erfolgte1652 unter Nr. XIII. Er nannte sich Graf zu Salmis. 1 )

Im Jahre 1653 wurde Graf von Wrangel zum Reichs-Vice-Admiral, 1657 zumRichter (Lagmann) von Upland ernannt; 1660 ward er Mitglied der königlichen Vormund-schafts-Regierung, 1664 Präsident des Kriegs-Collegiums, Reichsmarschall und Generalfeld-herr. Bei allen Stellungen behielt er noch den General-Gouverneur-Posten in Pommern.Fassen wir die sämmtliclien Titel zusammen, so war Carl Gustav von Wrangel aufdem Höhepunkt seiner weltlichen MachtMarschall, Reichsfeldherr, Reichsrath, Reichs-Vice-Admiral, Reichszeugmeister des Königreichs Schweden" 1675.

Graf von Wrangel führte noch ausser dem Titel einesGrafen von Salmis undSylffnitzberg" den einesFreiherrn zu Lindeberg und Ludenhof", ferner war erHerr aufSko-Kloster, Bremer-Vörde, Wrangeisburg, Spyker (auf Rügen), Rapiu, Ekebyhof, Gripen-borg, Rostorp, Grossen-Ernsthof, Spandowerhagen, Nonnendorf und Pritzier".

Am 5. April 1675 erwarb Erik Linsköld das zwei Mantal grosse adlige GutStafsund - Stockholm - Län, auch Staf genannt, von dem Grafen Carl Gustav vonWrangel.

Endlich war er noch Pfandinhaber der Insel Oje bei Rügen. Was dieses kleineEiland betrifft, so war es 1292 durch eine Schenkung des Herzogs Bogislav IV. vonPommern in den Besitz der Stadt Greifswald gelangt. Vorher führte die kleine Inselnicht ihren heutigen Namen, sie hiess Swante-Wusterhusen. Im Jahre 1668 wurde siean Feldmarschall Gustav von Wrangel verpfändet und erst 1749 wieder mit dem Be-merken eingelöst, dass es für die Gemeinde von Werth sei, eine Insel im Meere zu be-sitzen. Diese blieb nun fast ein und ein halbes Jahrhundert im Besitze der Stadt Greifs-wald, welche Oje 1882 der Staatsregierung für 52 000 Mark abtrat.

!) Wappen sielie Tafel 3.

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