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Truppen um Stettin, weil der brandenburgische General Christian von Flitzing mit einemrasch formirten Corps von 19 Regimentern ihn von Pommern abzuschneiden suchte, wel-ches Vorhaben von Wrangel jedoch durch Eilmärsche vereitelte.
Aus seinen Winterquartieren entsendete von Wrangel verschiedene Streifcorps,darunter den General von Vitzthum, nach Landsberg und Küstrin. Diese Orte werden be-setzt, Driesen kann jedoch nicht genommen werden. Ferner erhielt der schwedische Ge-sandte Steno von Bielke 1637 Befehl, mit einem weiteren Streifcorps nach Boitzenburg inder Ukermark zu gehen, um den sächsischen Generallieutenant Arnheim (von Arnim) aufseinem dortigen Gute gefangen zu nehmen, was auch gelang. Der Gefangene wurdenach Schweden geschickt.
Wegen des unglücklichen Zustandes der bei Leipzig stehenden Armee des Feld-marschalls Baner verlegte von Wrangel im März das Hauptquartier nach Landsberg a. W.,vertheilte sein 9000 Mann starkes Heer aufwärts gegen Ziilch 1 ) bis zehn Meilen nachSchlesien hinein, liess von Küstrin alle Zufuhr abschneiden und die Brücken abbrennen,weil den Schweden von diesem Orte viel Schaden gethan worden war. Auch liess erGross-Glogau nehmen und besetzen.
Im Juni zog sich von Wrangel wieder über Arnswalde nach Schwedt zurück,vereinigte sich am 3. (13.) Juli bei Neustadt mit Bauer und liess am folgenden Tageauch sein Hauptcoi-ps zu demselben stossen. Sodann wurde nach Vorpommern dislo-cirt, wo von Wrangel sein Hauptquartier in Anclam aufschlug und die Peene besetzte.Später setzte er sich in Loitz fest.
Es folgt nun ein vielfaches Umhermarschiren der getrennten Corps; infolge dessendie beträchtlich schwächeren Schweden immer mehr gegen Stettin und Stralsund zurück-gedrängt werden.
Im Pass von Tribsees war am 24. October das Vitzthumsche Corps von Gallasüberfallen worden, von Wrangel fand nun Ende October Veranlassung, in Anbetrachtder erheblichen Ueberzahl der Feinde, sich in die festen Plätze zu werfen. Seine Reitereientsandte er auf die Insel Usedom, das übrige Fussvolk nach Wolgast, Anklam undGreifswald; er selbst begab sich nach Stralsund, welches erst nach langen Unterhand-lungen ihm mit einem Regiment den Einlass gewährte. Sein Sohn Carl Gustav (6) über-nahm die Verteidigung von Greifswald.
Obgleich die schwedische Armee, wolil durch die mangelhafte Sorgfalt der eigenenRegierung, sehr zusammengeschmolzen und in einen schlimmen Zustand versetzt rvar, soschrieb unser Feldmarschall von Wrangel die vielen Misserfolge der Waffen doch mehrdem Verhalten des Generals Bauer zu, wodurch das Verhältniss zwischen diesen beidenFeldherren, welches schon ein schlechtes war, sich noch schlimmer gestaltete, so dassvon Wrangel schliesslich um seine Abberufung aus Deutschland bat, indem er anführt:..seines Alters und seiner vielen Wunden wegen".
Diesen nachgesuchten Abschied erhielt er nun auch den 6. April 1638, worauf ernach Schweden ging und sich meistenteils im Skokloster aufhielt. Von hier aus führte
!) Züllichau.