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1 (1887)
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Durch Hermanns That war das Völkerrecht in gröblichster Weise verletzt, alleinSchweden war damals viel zu mächtig, um wegen dergleichen Sachen beunruhigt zu werden.

Im Jahre 1636 befindet sich Hermann von Wrangel wieder im Felde. Ihmwurde von Graf Oxenstjerna eine eigene Armee zur Beobachtung des Oder-Stroms über-geben. von Wrangel sammelte hierzu bei Stettin ein neues Corps und nahm 3000 Mannaus Preussen zu demselben mit. Im Februar traf er bei Stettin ein und unternahm mit3454 Mann einen raschen Angriff auf Löckenitz, das er nach kurzer Belagerung im Märznahm. Nach vergeblicher Belagerung von Garz kehrte er nach Stettin zurück und sam-melte hier sein Corps zur Deckung der neumärkischen und pommerschen Quartiere.

Als Pommern, bis auf Garz und Schwedt, von den Verbündeten unter dem kaiser-lichen General Mazini verlassen worden, concentrirte von Wrangel seine Truppen so-fort zu Friedland unweit Treptow, entsandte den Generallieutenant von Vitzthum Anfang-September zu Baner und mit dem Rest seiner Truppen nur 1850 Mann zu Pferdeund 1400 Mann zu Fuss begann er seine weiteren Unternehmungen, die sich zunächstauf Schwedt und Garz richteten. Den ersteren Ort hatte bereits am 23. September derkaiserliche Oberst Rostock verlassen, nur Garz war noch von Don Felix besetzt. Am27. September langte von Wrangel hier an und beginnt aus zwei bis drei Batteriendie Beschiessung. Capitulations - Verhandlungen scheiterten an den Bedingungen deskaiserlichen Obersten Don Felix und so wurde zum 30. in der Nacht das Bombardement,in verstärktem Grade fortgesetzt, wodurch der Commandant zur Uebergabe genötliigtward. Er erhielt freien Abzug mit 200 ..Paggagy-Wägen'. 1200 Mann wurden gefangenund zum Theil bei den Schweden untergesteckt.

Hierdurch und durch die Nachricht vom Siege bei Wittstock ermuthigt, marschirtnun von Wrangel in die Mark, nicht allein um seinen Truppen bessere Quartiere zuverschaffen, sondern auch, um den Kurfürsten von Brandenburg, der nach Peitz geflohenwar, mit Güte oder Gewalt für das schwedische Interesse zu gewinnen.

Da seine Vermittejungs-Vorschlüge unberücksichtigt blieben, auch Drohungen frucht-los waren, so verlegte er seine Quartiere nach Bernau, Freienwalde etc. und rückte inder Nacht zum 30. October in Blumenau zwei Meilen von Berlin mit dem grösstenTheil seiner Truppen und 44 Geschützen ein, so dass die Ritterschaft endlich Aner-bietungen machte.

Am 31. October abends erscheint von Wrangel vor Berlins Thoren, besetzt esohne Widerstand zu finden mit fünf Compagnien unter dem Oberstlieutenant Kallenbachund schliesst alle Tliore; nur ein Thor behalten die Berliner Stadtsoldaten besetzt. Nach-dem der Stadt eine ziemlich starke Contribution auferlegt worden war, rückte vonWrangel vor Küstrin, hebt die Belagerung aber bald wieder auf und besetzt Frankfurtan der Oder. Er selbst nahm sein Hauptquartier in Cöpenick und entsendete gegen dienach Küstrin und Landsberg vorgegangenen feindlichen Abtheilungen mit Erfolg Streif-parteien. Gleichzeitig schickte er kleine Abtheilungen bis Ostheim und Meiningen, dieebenfalls glückliche Gefechte bestanden.

Wegen Mangel an Lebensmitteln musste indess die schwedische Besatzung dieMark wieder verlassen, von Wrangel vereinte nun Anfang December seine sämmtliclien