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1 (1887)
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Jahre 1556 her standen mehrere Schulden als Hypotheken auf demselben, so dasssein eigentlicher AVerth nur ein geringer war. l )

Der Hof Tatters, zwei Meilen von AVesenberg, mit dem Dorfe Kalliel mit zehnHaken und zwei Mühlenstätten, die nach dem Hause gelegt worden und eine halbe MeileAVeges von TolsbUrg gelegen, sowie zwei Gesinde im Dorfe Tuncku waren von demCommissionär Pontus de la Gardie dem Michel von Lode eingeräumt worden.

Der zweite Gemahl von Lodes AVittwe, Otto von AVrangel, war auf Ober-pahlenin des schwedischen Königs Eide" gewesen und hatte seine Briefe gezeigt.Die Revisions-Commission befand die letzteren wohl für richtig, doch ging aus denselbenhervor, dass Otto von AVrangel bis jetzt dem Könige zu wenig Dienste geleistet.Sie bestimmte daher, dass alles dasjenige, was nach dem Hause gelegen, ebenso das,was ihm die Commissarien eingeräumt hatten, also verbleiben solle. Otto von AVran-gel sollte indessen zuvörderst auch hierzu die königliche Confirmation einholen, und er-boten sich die Commissarien, ihm behilflich zu sein, dass er solche auch für das ganzeGut erlange. 2 )

Auch wurde ihm im Jahre 1586 von der Commission vergönnt, den in AVirland imKirchspiel Maholm gelegenen Hof Poddes (Padis), welcher den Erben des Tonnes Lehen-walde (Löwenwalde) gehörte, wie bisher, zu deren Besten weiter zu verwalten.

Im folgenden Jahre strengte Otto von AVrangel gegen seinen SchwiegervaterLoff Tuve (von Taube) einen Prozess an wegen der Morgengabe seiner Frau, wobei ervorgab, dass ihm als Restsumme noch 9000 Mark auszuzahlen seien. Nach den Landes-rechten und Privilegien, welche bestimmten, dass bei einer Mitgift von 1000 Mark dieMorgengabe nur 2000 Mark zu betragen habe, stand ihm aber nur Anspruch auf3000 Mark zu. In diesem Sinne wurde auch vom Gericht zu Reval am Tage Johannisdes Täufers das Urtheil gefällt. Otto begnügte sich indessen nicht mit demselben undappellirte 1589 an das Oberlandgericht zu Reval, vor welchem denn auch die Angelegen-heit am 30. Juni zur Verhandlung kam, jedoch nicht zum Austrag gebracht wurde.

Otto war zweimal verheirathet, und zwar: a) mit der AVittwe von Michel vonLode (eine Tochter des Loff von Taube) und b) mit Magdalena von Löwenwolde aus demHause Padis.

Letzterer wurde bei der Giiterreduction der Hof Kar oll mit 27 Haken Landvon der Commission eingeräumt, weil ihr Mann im Kriege gegen die Russen seinLeben eingebüsst und ihr mehrere Kinder hinterlassen hatte. 3 ) Nach dem sogenann-ten Titularbuch besass sie um diese Zeit noch Ifer von der Heyde im Kirchspiel Kalküllund wurde ihr auch von Pontus de la Gardie das Dorf Kallikall, welches zu Michelvon Lodes Hof Tatters gehörte, mit zehn Haken Land im tolsburgschen Gebiete zu-geschrieben.' 4 ) Im Jahre 1597 war sie noch genöthigt, einen Prozess gegen ihrenStiefsohn Otto von AVrangel (14) anzustrengen. Sie war nämlich bei diesem in Karoll

!) Titular-Bucli, Arch. Kuckers p. 99.

2) Titular-Bucli p. 84.

3 ) Enkel Hartmann: Manuscript in der Revaler Bibliothek Th. n p. 561.

4) Titular-Buch etc. p. 10.

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