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der Miilile daselbst, ferner die Dörfer Kurgudell und Haholl und den nach dem DorfeEiper gelegenen Heuschlag, welches genannter Hans von seinem Bruder Claus erhaltenhatte. 1 ) Am 29. Juni 1468 kaufte Otto sodann von Wolmar von Wrangel, JürgensSohn (H 27), das Dorf Wardes mit zwölf Gesinden und zwanzig Haken Land, im DorfeNommes ein Gesinde mit einem Haken Land, im Dorfe Ullytz zwei Gesinde mit einemHaken Land, alle im Kirchspiel Maholm gelegen. An demselben Tage liess Wolmar vonWrangel diese Stücke vor dem Vogt von Wesenberg und dem wirischen Manngericht auf. 2 )Ausser den vorstehenden Besitzungen gehörte ihm noch Wittenhaue. Endlich geht ausdem Testament des Helmeit Riesebiter vom 21. März 1469 hervor, dass ihm Otto vonWrangel nebst noch zwei andern Schuldnern 850 Mark schuldet. 3 )
Nachdem Otto bereits am 24. Juni 1457 Beisitzer bei dem wirischen Manngerichtgewesen, finden wir ihn im Jahre 1465 wiederum in gleicher Funktion, bei welcher ersich Otto „Wrangel von Iversell" nennt.
Er hatte drei Söhne: Friedrich (13), Wolmar (14), Hans (15).
13. Friedrich von Wrangel
(Vrederik Wranghel), Sohn von Otto (4). Anno 1449 hatte er Wittenhaue (Wittenhof,Wittenfeld) von Heinrich von Wrangel (5) gekauft. Bei der Bestimmung der Grenzenzwischen diesem Gute und dem Gebiete der Bürger Hapsals bezogt er sich im Jahre1450 auf die Aussagen von dessen Vater, der mit seinen Vorfahren das Gut friedlich be-sessen. Er verkaufte es 1450 schon wieder an Ewert llerkel. 4 )
Friedrich studirte mit noch einunddreissig Livländern in Erfurt und befand sich1410 unter den drei Studenten daselbst, die das Epitheton „de Livonia" trugen. 5 )
Im Jahre 1420 musste er wegen eines Todtschlages mit seinen Genossen überSee zu den Holmen (umb dei Holme) flüchten. Da er an Leben und Gut verurtheiltworden (an deme dat se vordeilt sint lives und gutes), so konnte auf eine Bitte desRaths zu Reval an den Ordensmeister dieser dem Friedrich kein Geleit geben; viel-mehr stellte der Ordensmeister dem Rath anlieim, dem Komthur mit Schiffen (Koye,Scheper) auszuhelfen, damit man bei den Holmen sich seiner bemächtige und ihn sohindere, dem Lande irgend welchen Schaden zuzufügen.
14. Wolmar von Wrangel,
Sohn von Otto (4), liinterliess, wie aus einer Urkunde vom Jahre 1492 hervorgeht, mitseinem Bruder Friedrich (13) 3000 Mark.
15. Hans von Wrangel,
Sohn von Otto (4), besass Iversell im Kirchspiel Katkull in Wirland und nannte sich„Wrangel von Iversell". Im Jahre 1523 verkaufte er jedoch mit Zustimmungseiner Ehefrau und seiner beiden Söhne Johann und Jürgen den Hof Kersell mit dem
i) von Toll-Kuckers Sammlung; von Toll, Briefl. I p. 152 Nr! 232.
-) von Toll, Briefl. I p. 172 Nr. 273.
3 ) von Toll, Briefl. I p. 174 Nr. 276.
4 ) Bevaler Baths-Arcli. Bd. V 254b; Busswurm, Material; E. Hartmanns Landrolle; von Ungern-Sternberg, Gesell. Bd. I p. 54.
5) Geschichte der Universität Erfurt von Dr. Weissenborn Th. 1.