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1 (1887)
Seite
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belegen ist, ermordeten dort mehrere G-eistliclie und Laien, andere nahmen sie gefangen,verstümmelten und verwundeten einige, beraubten die Kirche und die Bibliothek (armarium)und verbrannten das ganze grössere Schloss und alle Höfe der Domherren. Demnachwandten sich die eingangs genannten Aussteller dieser Urkunde wieder durch besondereSendboten an den Erzbischof und den Meister, Hessen ihnen obgedachte Schandthatenund dass die öselsche Kirche während des Bannes so beschädigt worden, vortragen undbaten um Hilfe. Der Meister versprach auch, sofox-t gegen die Herumtreiber und Kirchen-räuber nach Kräften einzuschreiten, um die Rechte und Besitzungen der Kirche zu erhalten;der Erzbischof dagegen schwieg dazu still (dissimulavit), so dass, wenn der Meister sichnicht ins Mittel gelegt hätte, die ganze Diöcese zu Grunde gerichtet worden wäre." -Schliesslich ratificiren auch die Vasallen Henneke Mekes, Rodger von Bre uns (von Bremen)und Nicolaus Ixcul vorstehende Urkunde durch ihre Mituntersiegelung. 1 ) Am 24. Juli1390 stiftetVicke Wrangel, Tiles Sohn", mit Wissen und Genehmigung seiner Muttergeborene Stanzechen und seiner Hausfrau Elisa den Schwestern in der St. Wenzel-kirche des Mertelers zu Reval eine gewisse Rente von 150 Mark rigisch.

19. Vickone II. von Wrangele, Wrangliel,

Sohn von Vicko I. (11). Demselben wird 1390 durch den wesenbergschen Rath be-zeugt, dass seine Hausfrau, die 1405Margarethe" genannt wird, und die Frauen desStotker und des Hans Engelken Schwestern sind. 2 )

Am 8. Mai 1407 ist Vicke von Wrangel Vermittler, als Klaws von dem Keleund Tuve Bremen mit Zustimmung ihrer rechten Erben dem Roetghere van Bremenund dessen rechten Erben den Hof zu Packer u. s. w. zu Reval überlassen. 3 )

26. Vrederik (Friedrich) von Wrangliel,

Sohn von Vickone II. (19); er lebte 1420.

9. Hermann von Wrangel, Wranghele,

Sohn von Friedlich (7), ist am 17. August 1342 Zeuge, als der Erzbischof von Riga,Engelbrecht, den Söhnen des exconimunicirten Ritters Johann von Piesenhausen ihreLehnsrechte restituirt. Er war ziw Zeitbacalaiio" beider Rechte. Als am 26. Juli 1367die Brüder Otto und Henneke Lode mit ihrem Vetter einen Erbvergleich aufrichteten,befindet er sicli unter den Zeugen.

Er hatte vier Söhne: Wolmar I. (12), Berthold (13), Henneke (14), Hans (16)

und eine Tochter

Margarethe (15) aus dem Hause Jesse, die sich 1361 mit Oduart von Lode,General in Esthland, Generalrichter bei dem Regierungsantritt des HochmeistersWilhelm von Vrymersheim (1361), Erbherrn auf Pödderas, Iren, Kointull undPoll, vermählte. 4 )

1) Leuiuern, Li vi. Schaubühne Tli. II p. 135: Gadebusch, Bd. III p. 251.

2) Bunge, TJrk. Livlands und Estlilands, Bd. 6 p. 335, Nr. 2961.

3) Bunge, Bd. II p. 208, Nr. 114.

4 ) Gesch. Familie Lode.