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1 (1887)
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11. Vickone I. von Wrangel,

Sohn von Dietrich (Tile) (8). Wir begegnen ihm zuerst im Jahre 1359 als Beisitzer inzwei Gerichtssitzungen und zwar am 11. September, als die Brüder Scherenbeke vor demGeneralmeister von Preussen zu Beval dem Hospital „Zum heiligen Geist" zwei Dörferschenken, und am 14. September, als diese Schenkung vor dem Komthur von BevalTheodoricus de Warmsdorp nochmals urkundlich bestätigt wird. Das erste Mal finden wirVickone als Lärmiger" (Waffenträger, Bitter) verzeichnet, während er in dem zweitenDokument als „Knappe Vycko von Wrangel" aufgeführt ist. Den 3. April 1368unterzeichnet Vicke Wr angele als Zeuge die Urkunde, worin Arnold von Herike,Komthur zu Fellin, einen Grenzstreit um Lealle zwischen den Landleuten schlichtet.Am 6. Januar 1382 finden wir Vicke von Wranghele als Vermittler in einem Erb-schaftsstreit des Bitters Piesenhausen mit seinem Bruderssohn. Am 15. November 1383setzt der „Vasall der öselschen Kirche Vicko Wranghel" mit mehreren anderen Vasallenüber den Ueberfall des Schlosses zu Hapsal durch Dietrich Ixcul (Uexkiill) folgende Urkundeauf: „Propst Hermann, Vicedekan Johannes Lovenborch, Domherren: Gottfried Messepal,Jacob Hapesellis, Johannes Gracianich und Heinrich Bernstert, sowie das Kapitel: BitterNicolaus Udenculle, Gebrüder (laus und Johann Wytten, Evert Heckel (anders genanntPaschedach [Ostertag]), Vicko Wrangel, Bartholomäus Vellyn, Johann Tyttevere,Henneke Bütter, Gerhard Tuve, Tyle Palle, Arnold Udenculle, Kersten Cusleve, HeinrichTystevere und Henneke Lennow, Vasallen der öselschen Kirche, thun kund: Nach demTode des Bischofs Heinrich von Oesel hatten sich in der öselschen Kirche viele Streitig-keiten zwischen den Domherren, den Vasallen und Auswärtigen entsponnen, so dass dieDomherren ihres Schlosses und ihrer Höfe, ihrer Bücher und aller Sachen beraubt, aucheinige von ihnen gefangen genommen wurden, was viele Uebelstände zur Folge hatte.Als endlich die Domherren und Vasallen einsahen, dass Massregeln ergriffen werdennmssten, damit nicht die ganze Diöcese zu Grunde gerichtet würde, wandten sie sich auden Erzbischof von Biga mit der Bitte, er möge den Meister ersuchen, der öselschenKirche den Frieden wiederzugeben. Der Meister kam auch auf des Erzbischofs Bittemit seinen Gebietigern, ohne Mühe und Kosten zu scheuen, nach Wolmar, vernahm dortmit Thränen viele Supplicationen des rigaischen, dorpatschen und öselschen Kapitels undder dortigen Vasallen und bescliloss mit dem Erzbischof, unter Zustimmung aller gedachtenParteien, den Frieden in der Weise herzustellen und zu bannen, dass keiner den andernbeleidigen, in die öselsclie Diöcese einfallen, dort rauben oder brennen, noch die Burgenangreifen solle, bei Verlust seines Lebens und seiner Güter, bis der von dem Papsternannte wahre Bischof angelangt sei. Diesem Banne stimmten die Obgenannten, ins-besondere Johann Scherenbeke, für sich und die Seinigen ausdrücklich bei und stattetendem Erzbischof wie dem Meister freudig ihren Dank dafür ab. Nachdem nun dieSöldlinge (Stipendiarii) bezalilt und entlassen waren, erschien auf einmal Dietrich Ixculin eigener Person und im Namen Johann Scherenbekes mit seinen Helfershelfern, Herum-treibern (vagis) und Fremden (extraneis); sie erstiegen, zuwider dem Banne, welchemIxcul wie Scherenbeke beigestimmt hatte, ohne vorher die Fehde angesagt zu haben(indiffidanter), heimlich zur Nachtzeit auf Leitern das Schloss Hapsal, wo die Kathedrale