Druckschrift 
1 (1887)
Seite
52
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- blaue Feld einen stählernen Arm hat, welcher vier Fähnchen hält, die abwechselndroth und golden sind. Auf dem mit einer goldenen Grafenkrone geschmückten Schilde sinddrei goldgekrönte, mit den Kleinodien versehene Helme, von denen der erste einennach innen gestellten wachsenden, goldenen Löwen, der dritte einen ebenso stehendenwachsenden, schwarzen Greif zeigt, der mit beiden Pranken eine brennende, silberne Granatehält. Als Schildhalter figuriren zwei schwarze, mit goldener königlicher Krone verseheneund die Flügel in die Höhe hebende Adler mit goldenem Schnabel und goldenen Klauen.Sie halten zwei rothe, mit einem silbernen Kreuze versehene Fahnen. In der linken Fahnesteht die Jahreszahl ,.1848" und in der rechten ,.1864". Den Fuss des Schildes umschlingtein Band mit der Devise:Frangas non Fleetes".

Noch erwähnen wir ein Wappen, nämlich das des Barons Friedrich Ulrich vonWrangel (Tab. XVI 2) aus dem Hause Sausis von 1771. Das Schild hat eine sechzelm-mal in Roth und Gold getlieilte Einfassung. Auf den rothen Theilen liegen zwei silberneMuscheln. Das silberne Schild zeigt die schwarze von AVrangelsche Mauer. Auf dem miteiner Freiherrnkrone geschmückten Schilde befinden sich zwei mit goldenen Freiherrn-kronen und den Kleinodien versehene Helme, von denen der linke Helm den silbernenAdlerflug hat, auf dessen beiden Flügeln die schwarze Mauer liegt. Zwischen dem Adler-flug erheben sich zwei grüne Lorbeerreiser und zwischen deren Spitzen eine goldene Krone.Auf dem rechten Helm wächst ein rother, goldgekrönter, mit goldenen Hörnern versehenerZiegenbock zwischen zwei silbernen Straussfedern. Zwischen den beiden Helmen über dergrossen goldenen Schildeskrone sind drei silberne Bosen, zwischen ihnen ein silbernerHalbmond. Schildhalter sind zwei rothe Löwen, von denen der linke goldgekrönt ist,während der rechte ein Schwert in der linken Tatze hält. Den Schildesfuss umgiebt einBand mit der Devise: ,.Probitas Perdurat in aevum".

Endlich sei das Wappen des Heinrich von Wrangel (Tab. II 18), Bischofvon Dorpat 1400 bis 1404, erwähnt, welches sich an einer Urkunde von 1403 in derStadtbibliothek zu Biga als Unikat vorfindet. In einem Tabernakel stehen St. Petrus undSt. Paulus neben einander; über ihnen die Mutter Gottes mit dem Jesuskinde; unter ihnenim Fussschilde ein betender, knieender Bischof; zu jeder Seite ein Schild, rechts mitdem Stiftswappen Schlüssel und Schwert in Andreaskreuz gelegt, links mit demvon Wrangeischen Stammwappen. Das Ganze ist ein in Spitzform ausgehendes Langoval inziemlicher Grösse und hat eine um das Schild gehende Umschrift: ,.Sigillum Henric. epi.Tarbatens". Man findet eine Zeichnung auf der Siegeltafel zur von Tollschen Briefl. 1Taf. 40 Nr. 5.

Ferner sei berücksichtigt das Wappen des Bischofs Moritz von Wrangel (Tab.XVIII 9) (in Reval 1558 bis 1560) an der Urkunde vom 24. Januar 1558. Das Wappenist rund und zeigt in der Mitte ein geviertes Schild, in dessen erstem und viertem Feldezwei Bischofsstäbe, in Andreaskreuz gestellt, im zweiten und dritten aber das vonAVrangelsche Stammwappen sicli befinden. Das Schild liegt auf dem Bischofsstabe undBischofsschwerte, und auf demselben steht die Bischöfsmitra mit herunterhängendenBändern. Das Wappen zeigt die Umschrift: ,.S. mavrici. Epi. Revaliensis". Man findeteine Zeichnung auf der Siegeltafel zur von Tollschen Briefl. I Taf. 32 Nr. 24.