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Die Geschichte der Familie Wessel
Entstehung
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3tio legire einem zur Zeith regirenden Ertzbischofenwie auch der hohen Thuiub Kirchen zu Collen zwey Turnisch 1 ),oder die rechte billige werth dafüro einmahl für all gegenquittung zu bezahlen.

6to will ich daß nach meinem absterben mein güldenesfinger ringelein, so dan eine silberne Cron 9 ad 10 lothschwer von meinen Erben verfertigte dem miraculösen Muttergottes bildt zu Kalck aufgeopfert werden sollen.

7mo legire meinem bruderen ferdinand ein pistohl ingold und einen harten rthlr.

8vo legire meiner halben schwester aufm Werth einmahlfür all 15 rthlr per 78 alb.

9 legire zweyen armen frawen, so meine Erben ernennenwerden einer jeder fünf rthlr.

lOmo — instituire undt setze ein zu meinem erbenuniversal Erben meinen Vetteren Adamum Bornheim, undtmeine Nichte deßen haußfraw annam Elisabetham Bornheimsgenant ßauens, angesehen dieselbe mir der Zeith daß beyihnen logiret, als wohl auch in meiner Krankheit all ersinn-liche Trew erwiesen, und mich gleich ihrem aigeuen Kindtvorpfleget —

llmo — ernenne zu meinem executoren den — würck-lichen geheimb Rath von Halbergh, gehorsambß vertrawent,daß gleichwie wohl gem. Herr geheimber Rath mir zeithlebens mehr dan Vätterlich Vorgestanden, also auch nachmeinem Tott diesen meinen letzten willen zur executionbringen werde, demselben zur etwahiger erkäntlichkeith alswohl auch für die unruhe der Executorie zwey hundertfünfzig rthlr legirendt.

so geschehen Bonn d. 4ten Martii 1736

Maria Agnes Weßels

13 ob nun zware ich nach beschloß undt Überlegungdieser meiner vorgesetzter disposition wohl befugte ursachhatte, es bey dem meinem bruderen ferdinand vermachtenlegato schlechterdings zu belaßen, so Thue dennoch meinevorherige Disposition hiebey in so weith änderen, daß ge-dachten meines bruders Kindern die völlige halbscheidt der

') Turnose (eine mittelalterliche Münze).