Sechste Generation.
an pflegt häufig zu sagen, wenn der Tod eine Familielange verschont habe, hole er das Versäumte späterum so rascher nach. Fast schien es, als ob auchdie Wessel das erfahren sollten. Kurze Zeit, nachdem die Elterngestorben, folgte ihnen zuerst ihr Sohn Nikolaus Wesselin dem jugendlichen Alter von 21 Jahren am 14. Juli 1841.Einige Jahre später, am 25. April 1847, starb seine SchwesterGertrud von Thiel mann. Das folgende Jahr raffte einenzweiten der Brüder, Ludwig (Louis) Wessel 1 ), im Altervon 27 Jahren dahin, der sich der Kaufmannschaft gewidmet,dann aber als Rentner in Bonn gelebt hatte. Das dannfolgende Jahr 1849 riss gar zwei aus der Reihe der Geschwister.Am 11. Mai starb Edmund Wessel, der in PoppelsdorfLandwirtschaft betrieben hatte, wo er der Mühle gegenüberin einem peinlich sauber gehaltenen, langgestreckten Hausewohnte, welches mit seinen grün gestrichenen Lädeneinen reizenden Eindruck machte. Er war ein grosser Tier-liebhaber gewesen und ältere Bonner erinnern sich noch dervielen verschiedenartigen Tiere, die er in Käfigen vor demHause hielt. Genau ein halbes Jahr später, am 11. November,folgte ihm seine Schwester Katharina vom Hofe. Nachsiebenjähriger Pause starb dann am 17. Juni 1856 KarlWessel, 34 Jahre alt, ursprünglich Oekonorn und späterRentner, der lange Zeit in Nimptsch in Schlesien gewohnthatte, wo er als grosser Jagdfreund bei Bekannten dieserNeigung nachgegangen war. Ein langjähriges Leiden, an
b Er war 1843 Mitglied der Lesegesellschaft geworden. Giers,a. a. 0. S. 84,