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Die Geschichte der Familie Wessel
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Bis 1842 hatte Joseph Wessel eine zuverlässige Stützean seinem Schwager Thielmann, so däss er sich mehr demGeschäfte in Bonn widmen konnte. Als dieser aber in diemilitärische Laufbahn wieder zurücktrat *), mussto Wessel sichauch der Fabrik mehr annehmen. Hier war viel zu tliun,um die englischen Fabrikate einzuholen, die vor den deutscheneinen grossen Vorsprung erlangt hatten. So wurde an ver-schiedene Verbesserungen, wie die Einfühi'ung anderer Masse-Kompositionen, die Einrichtung der oberen Mühle zur Zubereitungder Glasuren, die Anlage einer grösseren Dampfmaschine undeines neuen Ofensystems, herangetreten, wodurch die Fabrikatebedeutend vervollkommnet und der Betrieb rationeller wurde.Seit Mitte der fünfziger Jahre nahm jedoch das Bonner Geschäftihn immer mehr in Anspruch, so dass seitdem die technischeLeitung der Fabrik fremden Kräften überlassen werden musste. 2 )

Das Bonner Geschäft hatte sich immer mehr zu einemEngros-Betrieb entwickelt. So entschloss sich Wessel, dasDetailgeschäft ganz aufzugeben, und verkaufte esam 26. Juli 1851 mit dem Hause Stefnstrasse 192 für 5600Thlr. an Friedrich van Hauten, der schon seit Jahrenauf seinem Comptoir thätig gewesen war. Durch die Ver-pflichtung, unter bestimmter Limitirung seine Waren von Wesselzu beziehen, blieb es auch jetzt noch in gewisser Verbindungmit dem Hauptgeschäft. Dieses war ganz in das Haus amMartinsplatz Kleinhöfchen sagte man damals noch immer verlegt worden und nahm dort eine solche Ausdehnungan, dass Wessel sich veranlasst sah, am 15. April 1861 auchdas daneben liegende Besitztum des Geheimrats ProfessorDr. Bischof, Kleinhöfchen Nr. 62, heute Martinsplatz Nr. 3,anzukaufen, um dasselbe als sein Wohnhaus einzurichten,so dass das alte Haus Nr. 63 ganz zu Geschäftszweckenverwendet werden konnte.

Am 18. Juni 1844 hatte Joseph Wessel sich mit JosephineBaum aus Köln, Tochter von Nikolaus Joseph Baum undIsabella Goltstein, vermählt. Aus der Ehe gingen drei Kinderhervor:

') 1850 war er Premierlieutenant bei der Gensd'armerie inTrier; er schied schliesslich als Major aus dem Dienst.

a ) Schumacher a. a. 0. Seite 30 f., wo auch Details über denBetrieh der Fabrik zu finden sind,