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Wilhelm Wessel wohnte zn Bonn auf dem Markte, jedenfallsin einem der dort gelegenen, von seinem Grossvater erbautenHäuser. Wie auch aus dem oben angezogenen Vergleich mitder Witwe seines Bruders hervorgeht, scheint er die Verwaltungdes ererbten Vermögens geführt zu haben. 1755 lassen diebeiden Brüder sich an das von ihren verstorbenen GrosselternJohann Kirchrath und Eisgen v. Olep (Olpe) ererbte Hausgenannt Brandenburg, Unter Sachsenhausen in Köln, an-schreinen ^; 1773 am 20. März erscheinen sie noch als Besitzerder von Heinrich Kirchrath herrührenden Häuser ,zum Hirtzaufm Brandt, zur Dauben, zweyer Häuser hinder der Daubenund eines Hauses vor dem Hirtz'.Im Jahre 1764 nahm Wil-helm mit seinem Bruder Engelbert von Erben Schrey 600 Rthlr.auf, um die gemeinschaftlichen Häuser in Bonn reparierenzu lassen. Das Kapital wurde 1781 abgelegt. 1787 nahmer abermals 2000 Rthlr. auf ( seine grosse Wohnbehausung'von dem geistlichen Herrn Lambert Kaufmann auf 3 ) und1788 von demselben noch weitere 900 Rthlr. 4 ), um damit,sichere von seiner verlebten Frau Gemahline (sie war am24. Dezember 1786 gestorben) bey stehender Ehe gemachteimmobilarschulden zu tilgen'. Die Person des geistlichenHerrn Lambert Kaufmann' scheint dabei eine nur vorgeschobenegewesen zu sein, denn um ( sich von den an die GebrüderJuden Hey mann zu zalende allzuschweren Zinsen zubefreyen',versuchte er ein zum Teil ihm gehöriges Gut in Birlinghovenzu verkaufen. 6 ) Allein er stiess damit auf unvorhergeseheneSchwierigkeiten. Er erklärte nämlich am 25. Juli 1788 vorden Schöffen zu Bonn, dass er für die aus dem Verkauf desihm zugehörigen dritten Teiles des freiadligen Guts zu Birling-hoven an den stadtkölnischen Ratsverwandten v. Wecuserzielten Kaufschillinge in Höhe von 3000 Rthlr., die beim GerichtAmts Blankenberg hinterlegt worden seien, seine Bonner Häuserund sein ganzes Vermögen seinen Kindern zur Sicherheitzum Unterpfande stelle. Obwohl ihm die bare Zahlung derGelder zugesagt worden sei, die er zur Tilgung der von seiner
0 Schreinsbuch 235 fol. 114 a im Historischeu Archiv derStadt Köln.
2 ) Schreinsbuch 166, fol. 21b, fol. 66 a.
s ) Urkunde 33.
4 ) Urkunde 34.
6 ) Urkunde 35.