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1842 -1843.
Am 21 sten Februar wurde die Reise ins Werk gesetztund Hensels verlebten in Leipzig acht angenehme Tage. Fannybemerkt darüber in ihrem Tagebuch:
„Es wurde viel Musik gemacht: wir hörten die c-moll-Symphonie von Grade, sein Erstlingswerk, das zu grossen Er-wartungen berechtigt. Felix war auch ganz entzückt vondiesem Werk und studirte es mit der grössten Liebe ein. Zugleicher Zeit mit uns war Berlioz in Leipzig, der mit seinerbizarren Art viel Anstoss bei den Leipzigern erregte; Felixhatte viel zu begütigen und zu vertuschen. Zum Schluss botBerlioz ihm einen Tausch ihrer Taktstöcke an, „wie die altenKrieger ihre Rüstungen tauschten," — und als Letzterer ihmsein nettes leichtes mit weissem Leder überzogenes Fisclibein-stöckclien schickte, sandte er ihm einen unbehauenen, mit derRinde versehenen, ungeheuren Lindenknüppel, mit einem offenenSchreiben, das anfing: „ Le mim est grassier, le tim est simple."Ein Freund, dem Berlioz dies zur Besorgung übergeben undder es übersetzt hatte: „Ich bin grob und Du bist simpel,"war in tödtlicher Verlegenheit, wie er diese vermeintliche Be-leidigung Felix verheimlichen solle. — Auch die Schumannhörten wir viel, sie spielt entzückend schön." —
Das Berlioz'sclie Billet ist in Nolil's Musikerbriefen ver-öffentlicht, und lautet folgendermassen:
Au eh e f Mendelssohn!
Grand chef! nous nous sommes promis d'echanger nos Torrn-welcs! voici le mien, il est grossier, le tien est simple!
Les Squaios seules et les visages päles aiment les armesorne'es. Sois mon frere, et quand le grand esprit nous aura en-voyes chasser dans le pays des ämes, que nos guerriers suspcndcntnos Tomawelcs unis ä la porte du conseil.
II e et o r Berlioz.
Leipzig, 2 Fevrier 1843.
In den letzten Tagen des April kam Gounod nach Berlin,und blieb bis zum löten Mai. Fanny schreibt über ihn: „Erwar diese Zeit über immer hier und ist von der ganzen Fa-milie sehr freundlich aufgenommen worden, hat aber auch