ist in dieser Beziehung lehrreich 1 ). Von diesen wohnen um-gekehrt ungefähr 60 % auf dem Lande, also vielmehr als dasVolk in seiner Gesamtheit. — Eigentümlich für den Adel dürftees dagegen sein, daß sich ein so großer Teil desselben in derHauptstadt angehäuft hat. Dies hängt wohl teilweise mit älterenVerhältnissen, wie der Dienst der Adligen bei Hofe und derWunsch, in seiner Nähe zu sein, sowie bei den in die Hauptstadtverlegten Regimentern zu dienen und mehr dergl., zusammen;teils beruht dies aber ganz allgemein, wie wir gleich sehenwerden, auf einer in der letzten Zeit stattgefundenen Konzen-tration nach derselben.
Werfen wir hiernach einen Blick auf die verschiedene Ver-teilung der beiden Geschlechter auf Stadt und Land, so er-fahren wir, daß von den Männern 58 ,61 % in der Stadt, 41 ,39auf dem Lande wohnten, gegen 62,51 resp. 37,49% unter denFrauen. Die Frauen, oder richtiger gesagt, die Unverheiratetenund Witwen, ziehen im allgemeinen in viel höherem Grade alsdie entsprechenden Gruppen unter den Männern das Stadtlebendem Leben auf dem Lande vor. Die weiblichen Berufe fürTöchter der höheren Klassen sind noch mehr in den Städtenkonzentriert, als wie es mit den Berufen der Männer derselbenKlasse der Fall ist. Auch andere Umstände, wie die Hoffnungauf abwechslungsreicheres Leben und weniger Einsamkeit, dürftendazu beitragen, daß die Frauen dieser Klasse verhältnismäßignoch mehr als die Frau aus dem Volke die Städte aufsuchen.Im schwedischen Volk insgesamt lebten 1895 21 ,03% d er Frauenin Städten und 78,97 % auf dem Lande.
Schließlich verdient auch ein Vergleich mit den Verhält-nissen während des früheren Teils des Jahrhunderts Beach-tung. Dank der Statistik über die Stände, die die Berichte derTabellenkommission enthalten, und die in der ersten 1855 vomStatistischen Zentralbureau ausgegangenen Veröffentlichung aufge-nommen worden waren, kennen wir den (rechtlichen) AVohnsitzdes damals existierenden Adels. Dieser war:
r) Die entsprechenden Zahlen für diese waren:
Stockholm
übrige Städte
Land
Sa.
Männl.
34
127
217
378
Weibl.
27
130
343
400
Sa.
61
257
460
7/8
°/10
7,84
33,04
59d2
100,00