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Unfruchtbarkeit. Während die Kinderlosigkeit eine äußere,von dem Statistiker ohne weiteres zu erfassende Eigenschaft ist,ist die Unfruchtbarkeit eine innere, über deren Dasein ihn nurdie Zeit aufklären kann. Es gibt zwar in dieser Beziehung keinefür alle Ehen gleiche Zeitgrenze, der Eintritt des 15. Jahres kannaber, ohne Befürchtung allzuvieler Ausnahmen, als solche be-trachtet werden.
Die Ehen, die nicht zu dieser Zeit mit Kindern gesegnetsind, verbleiben mit seltenen Ausnahmen kinderlos und sindsomit wirklich steril. Vorliegendem Material nach zu urteilen,sieht es zwar aus, als wenn auch nach dieser Zeit Erstgeburtenvorkämen, da die Gruppe kinderlose Ehen in den folgendenAltern, 20—25 und 25—co Jahre in relativen Zahlen beständigsinkt; wahrscheinlich beruht dies aber auf ganz anderen Um-ständen, nämlich darauf, daß die älteren Ehen im allgemeinenkinderreicher sind als die in den beiden letzten Zehnern ge-schlossenen. Möglicherweise sind auch die kinderlosen Ehenweniger langlebig als die mit Kindern gesegneten, was zu dem-selben Resultate führen muß. Jedenfalls kann man an der ange-führten Zeitgrenze festhalten, da die Ausnahmen davon wenigauf die allgemeinen Zahlen einwirken. Diese sind folgende:
Kinderlose Ehen der Alter 15—co Jahre.
In °/ 0 aller hierher gehörigen
Bestehende 109 11,26
Aufgelöste 120 1 5»9^
Dies ist also das Maß der Unfruchtbarkeit. Der Unter-schied in den beiden Massen ist gar kein geringer. Möglicher-weise ist dies nur eine Folge der Zufälligkeiten, denen diekleinen Zahlen stets ausgesetzt sind; es läßt sich aber auch inUbereinstimmung mit der oben ausgesprochenen Vermutungdahin erklären, daß die kinderlosen Ehen im allgemeinen kurz-lebiger sind. Denn in diesem Falle müssen jene weniger unterden bestehenden als in den aufgelösten Ehen vorkommen. Werdenbeide Gruppen in eine vereinigt, so machen die unfruchtbaren1 3,31 % sämtlicher Ehen aus. Dies dürfte dem allgemeinenTypus dieser Erscheinung ganz gut entsprechen. Sowohl die ofterwähnte Statistik von Rubin und Westergaard, sowie auchandere weisen ähnliche Ziffern auf. Ungefähr ein Achtel sämt-licher Ehen über 15 J^lhre ist steril. In diesem Falle bietet alsoder schwedische Adel keine Abweichungen von übrigen Volks-