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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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an politischer Entwickelung dem westlichen Europa, zu dessenKulturkreis Finland dank seiner früheren Verbindung mit Schwe-den unwiderruflich angehört, weit nachsteht. Wie erklärlich undnatürlich aber dieser soziale Nivellierungsprozess auch ist, sokann man doch schwerlich behaupten, daß derselbe Finland zumNutzen gereicht hat. In diesem Lande wäre im Gegenteil ge-rade ein Adel, der eine wirkliche Aristokratie gebildet hätte,jetzt so gut wie in älterer Zeit an seinem Platze gewesen. Dennnur ein solcher hätte die so nötigen Verbindungen mit dem Hofeund den Machthabenden im Kaiserreiche bewahren und dadurchdie jetzt gegen das Land und das Volk gerichteten Schläge ab-wehren oder mildern können. Die alten Adelsgeschlechter Fin-lands hätten hier eine Aufgabe zu erfüllen gehabt, die mit derzu vergleichen ist, die ursprünglich diesen Stand geschaffen hat,die Aufgabe, den Staat zu schützen. Man hat hieran nicht ge-dacht, sondern ist ohne Vorbedacht dem Streben der Zeit nachGleichheit gefolgt. Allein in diesem Falle, wie auch sonst zu-weilen, entsprechen die modernen Gesellschaftsideale wenig derWirklichkeit und ihren Forderungen.