kleinen absoluten Zahlen gestatten uns jedoch nicht, auf die Einzel-heiten dieser Alterstafel ein größeres Gewicht zu legen. Es genüge,hervorzuheben, daß die Zahl der stehenden Ehen nach diesen Ziffernbeurteilt, keine solche ungewöhnliche Verminderung in der jüngstenZeit aufweist, wie sie die Alterspyramide betreffs der heran-wachsenden Generationen darbot. Die letztere ist also nicht aufeine in dieser Zeit verminderte Heiratsfrequenz zurückzuführen -ein bedeutungsvolles Resultat, das wir uns in Erinnerung behaltenmögen.
Diese Statistik könnte gewinnbringender sein, falls man im-stande wäre, sie mit einer solchen für das ganze Volk zu vergleichen.Dies ist indessen unmöglich. Die einzigen füglich anzustellendenVergleiche sind die mit dem Adel Finlands, worüber unten mehr,und mit den Ehen in Kopenhagen. Auf das von Rubin undWestergaard vorgebrachte Material gestützt, finden wir somit,daß die Verteilung der Ehen nach dem Alter dort folgende war:
Relative Anzahl Ehen im Alter von:
Klasse
0 — 5 Jahre
25— co Jahre
"/
0/
/ 0
/ 0
I
17,60
24,27
II
22,23
i 8,40
III
3Ü58
14,69
IV
30,16
16,37
V
34Ü5
9,06
Wir haben hierbei nur die erste und letzte der behandeltenAltersgruppen — was für unsere Zwecke genügt —, außerdemaber sämtliche in der dänischen Statistik aufgenommene Klassenangeführt. Der Vergleich zwischen diesen untereinander ist nämlichan sich so interessant, daß wir nicht unterlassen können, wenigstensflüchtig hierauf aufmerksam zu machen. Man macht nämlichhierbei die eigentümliche Beobachtung, daß Ehen gleichen Altersin den verschiedenen sozialen Schichten in einer relativ sehr ver-schiedenen Menge vorkommen. Die jungen Ehen nehmen, diekleine Abweichung für Gruppe IV abgerechnet, an Anzahl zu,wenn man die Stufen der Gesellschaft herabsteigt, während essich mit den alten gerade umgekehrt verhält. Da doch dasHeiratsalter in den oberen Lagern der Gesellschaft höher ist alsin den unteren, hätte man das Gegenteil erwarten können. Daßdem nicht so ist, beweist indessen, daß die Dauer der Ehen inden verschiedenen sozialen Klassen sehr verschieden ist, waswiederum darauf beruhen muß, daß die Sterblichkeit unter den