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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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gegen weniger Verheiratete, Witwer und auch Witwen, als imVolke.

Fragen wir nun nach dem Grunde dieser Verschiedenheiten,so müssen wir denselben in der Wirkung doppelter, ganz voneinander verschiedener Kräfte suchen. Daß die Gruppe der Ver-heirateten so schwach ist, hat natürlich in dem allgemeinerenVorkommen des Zölibats im Adel, oder mit anderen Wortendarin seinen Grund, daß die Ehefrequenz im Adel geringer istals im ganzen Volke. Dies ist eine höchst bedeutung-svolle Eigen-tümlichkeit bei der kleinen Masse. Sie hat Rückwirkung aufdie meisten demoragphischen Verhältnisse und versetzt diesenTeil des Volkes inbezug auf die Lebensaussichten und den Bestandin eine ganz andere Lage als die übrigen Teile desselben. Alleinhierauf werden wir wieder zurückkommen; denn so wichtig' istdiese Eigenart bei der auserwählten Masse, daß sie ein eigenesKapitel verdient. Was wiederum die andere zweite, trotz derSchwankungen der Linien gemachte Beobachtung, nämlich dieverhältnismäßig kleinere Anzahl Witwen, besonders jedoch Witwerbetrifft, so dürfte sie auf eine geringere Sterblichkeit in der kleinenMasse zurückzuführen sein. Dieselbe könnte ja auch auf einergrößeren Anzahl Wiederverheiratungen beruhen, da dies aber,wie wir später sehen werden, nicht der Fall ist, so beibt als Er-klärungsgrund der genannten Eigentümlichkeit nur die größereLebensdauer. Sonderbar erscheint nur, daß sie nicht ebensostark auf Seiten des weiblichen wie auf Seiten des männlichenGeschlechtes auftritt. Aber dies erklärt sich durch den großenAltersunterschied zwischen Mann und Frau im Adel, welcher inentgegengesetzter Richtung wirkt, also eine größere AnzahlWitwen in demselben schafft. Wir haben schon früher, imKapitel über die Altersverteilung, konstatieren können, daß dieSterblichkeit bei der auserwählten Masse eine geringere seinmuß, als beim Volke in dessen Gesamtheit. Hier erhalten wirdafür eine neue Bestätigung. Diese geringere Sterblichkeit imVerein mit der geringeren Ehelichkeit drückt den Zivilstands-verhältnissen des Adels ihr besonderes Gepräge auf.

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Intensität der Ehefrequenz sowie Ehewahrscheinlichkeit inverschiedenen Altern, Die oben (S. 205) angeführte Tabelle überdie Zivilstandsverhältnisse gibt über die Ausbreitung der Ehe-