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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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ländischen Volke 1890 nicht weniger als 35,78 °/ 0 entsprachen.Andererseits betragen die Alter 65 « im Adel 8,00%. währendsie im Volke nur auf 4,95 °/ 0 kommen also auch hier im Ver-gleich zum Verhältnisse im Volke wenig Kinder, aber viele Alte.

Die kleinen Zahlen, mit denen jede der einzelnen Alters-gruppen hier auftritt, lassen es zwecklos erscheinen, die Alters-figur in der Gestalt eines Diagrammes darzustellen. Dies istauch zur Erlangung eines allgemeinen Einblickes in die Ver-hältnisse nicht vonnöten. Schon die absoluten Zahlen sagen mitaller wünschenswerten Deutlichkeit, daß die jüngsten Alters-klassen kleiner als mehrere der darauf folgenden sind, worauswir wieder schließen können, daß die Geburtenfrequenz, ganz wiebeim schwedischen Adel, so auch bei dem finländischen seit einigenJahrzehnten abgenommen hat. Durch die fortgesetzte Erhebungin den Adelstand hat zwar in weit höherem Grade als in Schwedenein Zufluß neuer Männer stattgefunden, mit den neuen Männernsind aber wohl in der Regel Familien, also auch jüngere Alters-klassen hinzugekommen, weshalb der genannte Schluß durch diesesstörende Element seine Giltigkeit nicht verlieren dürfte. Ebensokönnen wir aus den stärker hervortretenden höchsten Alters-klassen schließen, daß die Sterblichkeit in dieser auserwähltenMasse bedeutend gering-er als beim Volke in dessen Gesamtheitist. Hundertjährige gibt es hier ebenso wenig wie zu derselbenZeit unter dem Adel Schwedens. Die drei ältesten, alles Frauen,bleiben innerhalb 9095 Jahren.

Miteinander verglichen, stimmte, wie wir aus dem Obigenersehen, der Adel Finlands und der Schwedens auf eine augen-fällige Weise überein. Ein der überhaupt zwischen der Alters-zusammensetzung des finländischen Volkes und der in Schwedenherrschenden existierenden Ungleichheit entsprechender Unter-schied ist aber doch vorhanden. Das heranwachsende Geschlechtist etwas stärker, die höchsten Altersklassen nicht so zahlreichrepräsentiert. Die Alterszusammensetzung des finländischen Adelsmacht deshalb in demographischer Beziehung nicht einen ganzso starken Eindruck der Greisenhaftigkeit und fortgeschrittenenEntwickelung wie die des schwedischen Adels. Aber es istoffenbar auf dem Wege, bald dahin zu kommen.

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