ihr Aussehen. Beide mußten beim Adel mit geringerer Intensitätwirken als im Volke in dessen Gesamtheit. Die verminderteSterblichkeit ist eine Abweichung, aber keine Abnormität; diegeringe Geburtenfrequenz läßt sich dagegen nicht gut andersrubrizieren. Das am meisten Auffallende hierbei ist jedoch dieplötzliche Veränderung in dem Alter 25 —30 Jahre. Sie deutetdarauf hin, daß die Jahrgänge früher größer waren und jetzt inder Abnahme begriffen sind. Wir haben hier eine Entwickelung,oder richtiger Abwickelung im Fluge erhascht. 50 Jahre späterwürden wir diese Erscheinung, wenn sie weiter anhält, nicht mehr,oder wenigstens nicht so stark, in der Altersfigur erkennen können.Jetzt legt sie von einer plötzlichen Veränderung in den natür-lichen Kräften, die die Größe des Alters bestimmen, Zeugnis ab,eine Veränderung, deren Art wir leicht ahnen, und die wir unteneingehender untersuchen wollen.
Zusammen verleihen die beregten Eigentümlichkeiten in derAlterszusammensetzung des Adels der ganzen Masse und ihrerFigur ein höchst fortgeschrittenes, um nicht zu sagen greisenhaftesAussehen. Junge und lebensfähige Volksgruppen zeichnen sichdurch große Produktivität und starke Jugendalter aus, währenddie höheren und höchsten mehr zurücktreten; die Lust, sich zuverheiraten und zu vermehren, ist stärker als die Furcht vor demAuskommen. Welch andere Sprache spricht nicht die Figur, diewir oben sehen, wo sich klägliche Vorsicht und stark hervor-tretende Selbsterhaltung deutlich zu erkennen geben. Dies ist einwirklicher Zug" der Überkultur, der jedoch sicher nicht den Adelallein auszeichnet, sondern die ganze gebildete Klasse, und nichtbloß in Schweden, sondern auch in den meisten, wenn nicht allenLändern. Die zivilisierten Völker beginnen zu altern, wo sienicht, wie das französische, diesen Weg schon längst beschrittenhaben.
Von der allgemeinen Übersicht gehen wir dazu über, jederder beobachteten Eigentümlichkeiten einige Worte zu widmen.Sie verdienen es in hohem Grade.